Kreisgruppe Koblenz

Öko-soziale Beschaffung

Für knapp 500 Milliarden Euro kaufen Bund, Länder und Kommunen jährlich Waren und Dienstleistungen ein. Öffentliche Einrichtungen können bei ihrem Einkauf auch darüber entscheiden, wie ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden.

Ernährungswende in der Region Koblenz, Teil 2: Braucht die Region Koblenz einen Ernährungsrat?

Online-Vernetzungsworkshop am Donnerstag den 25.05.2023 von 18:00 bis 20:00 Uhr

Herzliche Einladung zum zweiten Teil des Workshops "Ernährungswende in der Region Koblenz".

In diesem Teil wird der genaue Aufbau von Ernährungsräten vorgestellt und gezeigt, wie sich diese organisieren und ins Handeln kommen. Anschließend werden wir gemeinsam die nächsten Themen und Schritte für eine Ernährungswende in der Region Koblenz diskutieren und die Ergebnisse dokumentieren. Zu Beginn der Veranstaltung werden die Ergebnisse aus dem ersten Treffen im März vorgestellt, sodass auch gerne neue Teilnehmer*innen mitmachen können.

Anmeldungen bitte an: event@hfgg.de

Weitere Informationen zum Ablauf und den Referent*innen gibt es hier

 

Bericht zum Workshop Ernährungswende in der Region Koblenz am 10.März 2023

„Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“

Unter der Überschrift „Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“ entwickelten über 20 Teilnehmer*innen von Bildungsinstitutionen, NGOs, Unternehmen und Tagungsstätten eine Vision für eine Ernährungswende vor der nächsten Bundesgartenschau in der Region. Die Teilnehmer*innen betrachteten bei der Visionsentwicklung alle Bereiche der Wertschöpfungskette von der Produktion, Verarbeitung über den Handel bis hin zum Konsum und der Entsorgung. Gesellschaftlich notwendige Rahmenbedingungen wie Bildung und Politik wurden aber nicht außer Acht gelassen.

Die Zukunft einer Essbaren Stadt Koblenz sieht so aus, dass es innerstädtisch viele Hochbeete gibt, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Diese werden durch eine Salatstraße in den Rheinanlagen ergänzt. Außerdem wird es finanzielle Anreize geben, Steingärten in Gemüsebeete zu verwandeln. Das Haus des Genusses auf der Festung Ehrenbreitstein wird sich weiter entwickeln zu einem Haus der Ernährung, bei dem vielfältige Themen, Aktionen und Bildungsaktivitäten stattfinden.
Im Bildungsbereich werden 50 % vegetarische und vegane Speisen in den Einrichtungen angeboten und Ernährung wird regelmäßig im Unterricht verankert sein und durch ein naturnahes Lernen in der Landwirtschaft ergänzt.
Im Handel wurde die Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung entwickelt, die regionalen Betrieben und regionalen und fair gehandelten Erzeugnissen Entwicklungspotentiale in der Region bietet. Eine Markthalle mit eben diesen Betrieben, zentral in der Innenstadt, wie in anderen Städten, würde dies ermöglichen. Aber auch eine Vereinfachung bei der Kennzeichnung von ökologisch hergestellten Produkten aus der Region und aus dem Fairen Handel wurden gewünscht.

Damit weniger Abfall produziert wird, müssen Politik, Handel und Gastronomie tätig werden. Eine höhere Steuer für Abfälle wäre ein entsprechendes Element.
Es wurde schnell deutlich, dass die Teilnehmer*innen sich eine regelmäßige Vernetzung, wie in einem Ernährungsbündnis wünschen, damit die ersten Ideen für eine Ernährungswende in der Region Koblenz auch Wirklichkeit werden können.

 

Erster Entwurf einer Vision

Graphic Recording: Cathrin Kröll

Impressionen

RINGVORLESUNG Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme, 23.1.2023, 18:00 Uhr

Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung: Landwirtschaft auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft – Agrarökologische Impulse

Für die sozial-ökologische Transformation im Bereich Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme ist ein integratives Vorgehen vieler gesellschaftlicher Kräfte notwendig. So spielen hier komplexe Wechselbeziehungen zwischen der Produktion von Agrarrohstoffen, der Verarbeitung und des Transports ebenso eine Rolle wie Konsum und Umgang mit Lebensmitteln.

Mit: Prof. Daniela Gottschlich, Sophie Bauer (Cusanus Hochschule), Edda Treiber (Lokale Agenda 21 Trier), Achim Trautmann (BUND Koblenz)

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Eine Veranstaltung von RENN.west in Kooperation mit der Cusanus Hochschule.

Nachhaltige Beschaffung - Sommertour der Ministerpräsidentin

Bild: v.l.n.r. Achim Trautmann (BUND), Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz) und Kurt Krechel (Leiter Verpflegungsmanagement und Küchenleitung Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach) Bildautorin: Sabine Yacoub

In der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach tauschte sich der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung mit der Ministerpräsidentin über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Beratung und Schulung von Kommunen, Zivilgesellschaft und anderen Gruppen zur nachhaltigen Beschaffung aus. Obwohl aufgrund unserer Tätigkeit Kommunen bereits Ratsbeschlüsse zur Beschaffung beschlossen haben, Kommunen sich für den Fairen Handel engagieren und zivilgesellschaftliche Gruppen Ideen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesellschaft entwickelt und umgesetzt haben, gibt es noch Forderungen an die Landespolitik. Ein gutes und transparentes Monitoring des Landes zur nachhaltigen Beschaffung wäre er ein erster notwendiger Schritt. Die Einrichtung einer Service- und Kompetenzstelle zur nachhaltigen Beschaffung beim Land sowie verbindlichere gesetzlichen Regelungen für soziale und ökologische Anforderungen beim öffentlichen Einkauf, könnten zur mehr Klimaschutz und einer gerechteren Globalisierung beitragen.

Der Küchenleiter der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach, Herr Krechel, erläuterte im Anschluss wie eine Umstellung auf regionale, fair gehandelte und Bio-Produkte in einer Großküche erfolgen kann. Dies ist ein beeindruckendes Beispiel für die Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Verpflegung.

Die lange Reise einer Kaffeebohne

Klima, Fairer Handel und nachhaltige Wirtschaft

Die Fair Trade Steuerungsgruppe der Stadt Koblenz begrüßte den Verein WissenLeben e.V. im Rahmen ihrer öko-fairen Kaffeeradeltour im Koblenzer Rathaus. Im Gepäck hatten sie 100 kg Kaffee, ökologisch angebaut und fair gehandelt, der aus Mittelamerika mit einem Frachtsegler nach Bremerhaven transportiert wurde. Der Verein Wissen Leben e.V. übernahm in Bremerhaven 100 kg der Kaffeeladung und radelt diesen mit E-Bikes nach Karlsruhe zur Vollversammlung der ökumenischen Kirche, um ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel zu setzen.

Frau Dr. Winter von WissenLeben e.V. stellte in ihrem kurzen Impuls die Dringlichkeit dar, mit der wir auf den spürbaren Klimawandel reagieren müssen. Dabei gilt es auch die soziale und globale Gerechtigkeit zu beachten. Mit ihrer Radtour setzen sie ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz und den Fairen Handel. In der anschließenden Diskussion wurden positive Beispiele aus Koblenz diskutiert wie der Koblenzer Radentscheid und seine Folgen oder die erfolgreiche Bewerbung als Fair Trade Stadt. Ein Umdenken in der Wirtschafts- und Finanzwelt sollte schnell erfolgen, damit wir unsere Lebensgrundlagen weiter erhalten können. Daran anschließend erklärte Walter Grambusch vom Regioverein Koblenz e.V. die regionale Währung RegioMark Rhein-Mosel, die ausschließlich in der Region zirkuliert, die regionalen Betriebe unterstützt und dabei noch soziale und kulturelle Initiativen fördert.

Öko-faire Kaffee-Radtour - ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel

Am 30.08.2022 treffen gegen 18:00 Uhr 15 Radler*innen am Koblenzer Rathaus ein. Im Gepäck haben sie 100 kg Kaffee, ökologisch angebaut und fair gehandelt, der aus Mittelamerika mit einem Frachtsegler nach Bremerhaven transportiert wurde. Der Verein Wissen Leben e.V. übernimmt in Bremerhaven 100 kg der Kaffeeladung und radelt diesen mit E-Bikes nach Karlsruhe zur Vollversammlung der ökumenischen Kirche, um ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel zu setzen. Die Tour startet am 22.08.2022 am Klimahaus in Bremerhaven mit einer Auftaktveranstaltung. Am Folgetag machen sich die Radler in 13 Tagesetappen auf den Weg nach Karlsruhe. Am Ende jeder Etappe ist ein Austausch mit den lokalen Akteuren des jeweiligen Etappenziels geplant. Am 30.08.2022 wird Koblenz das Etappenziel des 9. Tages sein. Die Fair Trade Stadt Koblenz freut sich über den Besuch der Gruppe und bietet ein kleines Rahmenprogramm zur Ankunft.

 

18:20 Uhr: Begrüßung durch die Fair Trade Steuerungsgruppe der Stadt Koblenz

18:30 Uhr: Vortrag von Frau Dr. Winter (Wissen Leben e.V.): „Kaffee, Kapital und Klima. Wie alles zusammenhängt. Eine kurze Zusammenfassung über die Hintergründe für die lange Reise einer Kaffeebohne"

18:45 Uhr: Austausch und Diskussion zum Fairen Handel und Klimaschutz in Koblenz

19:10 Uhr: Vortrag von Walter Grambusch (Regioverein Koblenz e.V.): „Die RegioMark Rhein-Mosel eine Regiowährung für Koblenz und die Region“

Interessierte sind herzlich willkommen. Anmeldung bitte per E-Mail an: hanna.jones(at)stadt.koblenz.de oder Tel.: 0261/129 1304

Details zur Tour finden Sie unter: https://www.wissenleben.de/anders-wandern/kaffeeradeln-2022/

Als Teil der Fair Trade Steuerungsgruppe Koblenz unterstützt der BUND Koblenz sehr gerne diese Veranstaltung!

Plakat

Umweltschützer:innen Schutz gewähren - gewaltfreie schützende Begleitung durch pbi-Freiwillige vor Ort am Beispiel Honduras -

Vortrag und Diskussion mit Leticia Encinas Rosa von peace brigades international-Deutschland

Der BUND-Koblenz eröffnet mit einem Vortrag zum Schutz von Umweltschützer:innen am Beispiel des mittelamerikanischen Landes Honduras eine Informationsreihe zum deutschen und europäischen Lieferkettengesetz. Leticia Encinas Rosa von Peace Brigades International, Internationale Friedensbrigaden, PBI, berichtete am Mittwoch, 6. Juli, im evangelischen Jugendzentrum Am Moselring von ihrem gewaltfreien Einsatz zum Schutz bedrohter Frauen und Männer.

Mehr Informationen

 

 

Online-Veranstaltung "Kirchliches Umweltmanagement am Beispiel des Grünen Hahns - Chancen und Möglichkeiten für Kirchen"

Die Online-Veranstaltung findet am 14.07.2022, um 18 Uhr, statt.

Mit der Online-Veranstaltung „Kirchliches Umweltmanagement – Der Grüne Hahn“ wollen wir Ihnen einen Einblick geben, wie solch ein kirchliches Umweltmanagement abläuft, was erforderlich ist um zertifiziert zu werden, was auf die jeweiligen Einrichtungen zukommt. Ein Praxisbericht einer bereits zertifizierten Kirchengemeinde soll Ihnen zeigen wie die Umsetzung dann tatsächlich in der Praxis abläuft und dass man trotz der Herausforderungen den Mut nicht verlieren muss.

Veranstalter sind:
•    das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.,
•   die Evangelische Kirche im Rheinland,
•    die Katholische Erwachsenenbildung mit dem Themenschwerpunkt Schöpfung im Bistum Trier und
•    der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz

Das genaue Programm entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer.

Wir bitten um eine Anmeldung (Name, Funktion, Kirchengemeinde/kirchliche Institution, die Sie vertreten) per E-Mail an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de

Die Einwahldaten zur Teilnahme senden wir Ihnen rechtzeitig vor der Veranstaltung zu.

Koblenz geht fair

Weltbewusste Stadtrundgänge suchen Welt-Retter*innen

Du wolltest schon immer ein wenig die Welt retten?

Du interessierst Dich für weltbewussten und nachhaltigen Konsum?

Du verfügst über etwas Zeit und möchtest Dich ehrenamtlich engagieren?

Dann bist Du bei uns genau richtig!

Für die weltbewussten Stadtrundgänge in Koblenz suchen wir Referent*innen, die mit interessierten Gruppen einen anderen Blick auf Koblenz werfen.

Mehr Informationen

Welttag gegen Kinderarbeit

BUND Koblenz und Regioverein Koblenz für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz

Bild v.r.n.l.: Werner Huffer-Kilian, Irmgard Mader, Torsten Garate und Walter Grambusch.

Am 12.6.2022, dem Welttag gegen Kinderarbeit, haben der BUND Koblenz und der Regioverein Koblenz auf die aktuellen Schätzungen der UN hingewiesen, dass ca. 160 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen sind. Nicht nur aus diesem Grund setzen sich BUND und Regioverein für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz ein! Weitere Hintergrundinformationen und eine Petition sind unter https://lieferkettengesetz.de/ abrufbar.

Welt-Retter:innen gesucht!

Du wolltest schon immer ein wenig die Welt retten? Du interessierst Dich für alternativen und nachhaltigen Konsum? Du verfügst über etwas Zeit und möchtest Dich ehrenamtlich engagieren? Dann bist Du bei uns genau richtig!

Wir sind die Organisator:innen der alternativen Stadtrundgänge in Koblenz. Das sind der BUND Koblenz, der Verein gerechte Welt e.V. (Weltladen), der Verein Heimat schmeckt e.V., der Regioverein Koblenz und die Cusanus Hochschule.

Für die alternativen Stadtrundgänge in Koblenz suchen wir Referent:innen, die mit Schulklassen, Stadtteilgruppen, kirchliche Gruppen und anderen Interessierten einen anderen Blick auf Koblenz werfen. Ihr zeigt anhand der Themen Ernährung, Fairer Handel, Textilien, regionale Währung, Natursteine, Abfallvermeidung und Gemeinwohlökonomie welche Alternativen es in Koblenz gibt. Ihr erklärt was jeder individuell zu einer besseren, klimagerechten und global gerechten Welt beitragen kann, aber auch welchen Beitrag Politik leisten sollte.

Aber keine Angst! Wir werfen euch nicht ins kalte Wasser!

Wir bieten:

  • Eine Schulung zum Kennenlernen der Inhalte

  • Einen alternativen Stadtrundgang zum Kennenlernen der Umsetzung

  • Eine individuelle Beratung durch Fachpersonal

  • Einen regelmäßigen Austausch mit anderen Referent:innen und den Organisator:innen

  • Eine Dankeschön-Veranstaltung der Organisator:innen

Du bist überzeugt und willst noch heute aktiv werden? Dann melde Dich beim Organisationsteam:

achim.trautmann(at)bund-rlp.de

Du bist noch unsicher und möchtest einen alternativen Stadtrundgang kennenlernen? Am 4.5.2022, um 17 Uhr, hast Du die Möglichkeit dazu. Auch hier bitten wir Dich um eine Anmeldung beim Organisationsteam:

achim.trautmann(at)bund-rlp.de

 

Herzlichen Dank!

Koblenz wird Fair Trade Stadt – Fairen Handel in Koblenz stärken

Auszeichnungsfeier und Mitmach-Aktionen zum Fairen Handel

Die Stadt Koblenz beteiligt sich an der Fairtrade-Towns-Kampagne von Transfair e.V. Derzeit gibt es bundesweit bereits 782 Fair Trade Towns. Sie sollen den Fairen Handel auf kommunaler Ebene vorantreiben und das Bewusstsein hierfür stärken.

Die Stadt Koblenz hat ihre Bewerbung als „Fair Trade Stadt“ erfolgreich bei Transfair e.V. auf den Weg gebracht. Die Bestätigung darüber erhielt die Stadt bereits Ende September.

Am Samstag, 02. April 2022 findet die offizielle Auszeichnung als Fair Trade Stadt durch den Ehrenbotschafter von Transfair e.V., Manfred Holz, im großen Rathaussaal statt.

„Wir freuen uns über die bevorstehende Auszeichnung und sehen sie als Würdigung unseres Engagements für den Fairen Handel an. Zugleich ist sie auch unser Ansporn weiterhin die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen entlang der Lieferkette zu verbessern. Ausbeuterische Kinderarbeit, keine existenzsichernden Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen sind leider noch weit verbreitet. Der Faire Handel sorgt durch Dialog, Transparenz und Respekt für mehr Gerechtigkeit in den Handelsbeziehungen. Daher wollen wir als Stadt Koblenz Vorbild sein und den Fairen Handel stärken“, erklärt Oberbürgermeister David Langner.

Sein Dank gilt u.a. den Teilnehmenden der Fair-Trade-Steuerungsgruppe, die die Bewerbung vorbereitet haben und mit verschiedenen Aktionen den Fairen Handel in Koblenz präsentieren.

„Damit sich aber alle Koblenzerinnen und Koblenzer über den Fairen Handel informieren können, gibt es zwischen 12:00 und 15:00 Uhr zahlreiche Aktionen zum Mitmachen und Informationen auf dem Willi-Hörter-Platz. Dazu gehören u.a. der Streik der (Schoko-) Osterhasen für existenzsichernde Kakao-Preise, Torwandschießen und Gewinnspiele rund um den Fairen Handel. Neben der Fair Trade Steuerungsgruppe werden der Weltladen, der Regioverein, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die Evangelische Jugend Koblenz Pfaffendorf, Café-linO, Unverpackt Koblenz und EGON die Schülergenossenschaft des Eichendorff-Gymnasiums vertreten sein“, berichtet Bernd Bodewing vom Umweltamt der Stadt Koblenz.

Der Weltladen Koblenz wird mit einem Informationsstand vertreten sein. Er beteiligt sich im Zuge der Auszeichnungsfeier an der INKOTA-Oster-Aktion 2022. Deutschlandweit wollen Osterhasen gegen unfaire Schokolade auf die Straße gehen und gegen ungerechte Geschäftspraktiken protestieren - natürlich auch in der Fair Trade Stadt Koblenz. Am Stand und im Umfeld des Willi-Hörter-Platzes informieren dazu zwei Osterhasen und rufen zum "Streik" für existenzsichernde Kakaopreise und gegen Kinderarbeit bei der Kakao-Ernte auf. Es gibt umfangreiches Informationsmaterial zum Fairen Handel und natürlich kann faire Schokolade auch verkostet werden.

„Die Auszeichnung als Fair Trade Stadt ist für uns nur der Beginn unseres Engagements für die Sichtbarkeit des Fairen Handels in unserer Stadt. Wir wollen weitere Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsakteure, kirchliche Gruppen ermutigen sich dem Fairen Handel anzuschließen“, so Lea Zimmermann, Sprecherin der Fair Trade Steuerungsgruppe.

„Dass entwicklungspolitische Themen wie der Faire Handel, eine gerechte Globalisierung, Klimagerechtigkeit und eine sozial-ökologische Transformation in Koblenz an Bedeutung gewinnen, zeigt, dass es ein anderes Bewusstsein für diese Themen gibt. Auch zukünftig wird es zahlreiche Schulungs- und Beratungsangebote sowie Vernetzungstreffen zu diesen Themen geben. Nur so können wir uns den Herausforderungen einer sich stark verändernden Gesellschaft stellen, für die Nachhaltigkeit nicht nur eine Floskel ist“, erklärt Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung vom BUND Koblenz, abschließend.

Zur Fair Trade Steuerungsgruppe gehören Mitarbeitende der Stadtverwaltung Koblenz, der Koblenz Touristik, des Stadtmarketings, des Weltladens, des Unverpackt-Ladens, Mitglieder des Jugendrates, des Hilda-Gymnasiums, der Schülergenossenschaft EGON des Eichendorff-Gymnasiums, des BUND, des Koblenzer Regiovereins, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Universität sowie der evangelischen Jugend Koblenz-Pfaffendorf.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.koblenz.de/umwelt-und-planung/umwelt/lokale-agenda-21/fair-trade-stadt/