Kreisgruppe Koblenz

Öko-soziale Beschaffung

Für knapp 500 Milliarden Euro kaufen Bund, Länder und Kommunen jährlich Waren und Dienstleistungen ein. Öffentliche Einrichtungen können bei ihrem Einkauf auch darüber entscheiden, wie ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden.

Online-Workshop "Wie werden wir Faire KITA?"

22.9.2021 10:00 Uhr

©Faire KITA

Globales Lernen beginnt bereits in der Kindertagesstätte. Kinder können Vielfalt und einen achtsamen Umgang mit Mensch und Natur kennen und schätzen lernen. Kinder können die Herkunft der Waren, von denen sie umgeben sind, erkunden. Eltern und Erzieher*innen können Verantwortung übernehmen für einen fairen und nachhaltigen Konsum und einen wertschätzenden Umgang miteinander und mit
unserer Umwelt. Nur wenn zukünftige Generationen von klein an für diese Inhalte sensibilisiert werden, kann dazu beigetragen werden, dass Themen einer nachhaltigen, global gerechten Gestaltung unserer Welt in den Mittelpunkt der Gesellschaft getragen werden. Eine Auszeichnung als FaireKITA schafft für die Einrichtung neue Möglichkeiten und Perspektiven mit Blick auf alle beteiligten Akteur*innen

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Online-Workshop "Kommunale Beschaffung von Arbeits- und Sicherheitsschuhen mit ökosozialen Kriterien"

Basierend auf zwei aktuellen Studien zeigte der Workshop aktuelle Missstände bei der Herstellung von Schuhen und Leder auf. Diskutiert wurde, inwiefern Beschaffung mit ökosozialen Kriterien in Kommunen das Problem adressieren  kann und welche weiteren Schritte nötig, möglich und wirksam sind.
Referentin: Jiska Gojowczyk (Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Researcher; SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene)

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Pressemitteilung: Zeit zum Handeln! Klima- und Ressourcenschutz sind mehr denn je gefordert!

Am 29.7.2021 ist der internationale Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Wenn die Menschheit so weiter lebt wie bisher, dann bräuchten wir zwei Erden, um unseren Ressourcenbedarf zu decken. Im letzten Jahr war der Erdüberlastungstag pandemiebedingt drei Wochen später!

© Volker Dany

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Pressemitteilung zum Welttag gegen Kinderarbeit (12.6.2021)

Keine Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit

Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12.6.2021 haben die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und der BUND Koblenz über Möglichkeiten informiert, auf Friedhöfen in Rheinland-Pfalz Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit auszuschließen.

Bei einer Veranstaltung für Kommunen und zivilgesellschaftliche Gruppen am 7. Juni informierten sich über 30 Teilnehmer*innen über die Hintergründe von Menschenrechtsverletzungen beim Natursteinabbau insbesondere in Indien und China, den Hauptproduzenten für Natursteine, Granitplatten und Grabsteinen. Vertreter von Fair Stone e.V., einem staatlichen anerkannten Zertifizierer verdeutlichten welche Folgen Arbeit insbesondere von Kindern haben, wenn die internationalen Arbeits- und Sicherheitsnormen verletzt werden. Fair Stone e.V prüft vor Ort Steinbrüche und Betriebe und vergibt das für Handelsorganisationen, Steinmetze und Verbraucher klare Zertifikat, das Steine ausschließt, die unter ausbeuterischer Kinderarbeit produziert wurden.

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Wie werde (und bleibe) ich eine Faire Kommune von Rheinland-Pfalz?

Online-Seminar 9. Juni 14:30 Uhr -

Faire Kommunen fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen.

Bewerben können sich Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Verbandsgemeinden, Kreise oder auch ganze Regionen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann diesen Prozess anstoßen. In Rheinland-Pfalz tragen inzwischen 34 Kommunen den Titel Fairtrade-Town, 10 weitere befinden sich in der Bewerbungsphase. Um den Titel zu tragen, muss eine Kommune dafür verschiedene Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln.

Welche Kriterien das sind, wie diese erfüllt werden können wollen und welche Fördermöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen wollen wir Ihnen in unserem Online-Seminar „Wie werde ich eine Faire Kommune von Rheinland-Pfalz“ vorstellen.

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Online-Veranstaltung am 7.Juni 2021

„Welttag gegen Kinderarbeit – keine Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“

Die Staatengemeinschaft hat sich dazu verpflichtet, alle Formen der Kinderarbeit bis 2025 zu beseitigen, festgeschrieben im 8. Entwicklungsziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Dies nehmen wir zum diesjährigen Welttag gegen Kinderarbeit am 12.6.2021 zum Anlass, um unser Handeln und unsere Umsetzung zu den 17 Nachhaltigkeitszielen näher zu betrachten.

Wir laden Sie daher herzlich zu unserer Online-Veranstaltung „Welttag gegen Kinderarbeit – keine Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ am 7.Juni 2021, um 14:00 Uhr ein.

Das Land Rheinland-Pfalz hat Ende 2019 das rheinland-pfälzische Bestattungsgesetz geändert und erlaubt den Trägern von Friedhöfen das Aufstellen von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu untersagen. Dies war ein wichtiger Schritt

  • mit Blick auf die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen,

  • für die Bewusstseinsbildung in Kommunen, Kirchen und bei den Verbraucher*innen

  • für das Aufzeigen von Alternativen wie z.B. fair gehandelten Natursteinen

  • und nicht zuletzt für die Kinder und die Familien, die in Steinbrüchen arbeiten.

In der Veranstaltung erfahren Sie mehr über die Hintergründe zum Natursteinabbau im globalen Süden, die Arbeit von Fair Stone e.V. als ein Siegel für fair gehandelte Natursteine sowie das Engagement von Kommunen zum Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit.

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Deutscher Erdüberlastungstag am 5.5.21: Zeit zum Handeln!

Klima- und Ressourcenschutz sind mehr denn je gefordert!

Aktionsbündnis „RLP bewegt was“ beim weltweiten Erdüberlastungstag 2020; Fotograf : Arne Landwehr

Am 5.5.2021 ist der deutsche Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, bis zu dem die Deutschen so viel von der Erde beansprucht haben, wie die Ökosysteme in einem Jahr erneuern können. Würde die ganze Welt so viele Ressourcen verbrauchen wie wir, dann bräuchten wir drei Erden. Darauf macht das Aktionsbündnis „RLP bewegt was“ aufmerksam, in dem sich viele  Umwelt- und Entwicklungsgruppen des Landes zusammengeschlossen haben.

„Es wird jetzt Zeit zum Handeln! Denn unsere Wirtschaft darf nicht länger auf Kosten der Natur, des Globalen Südens und nachfolgender Generationen agieren. Die Einhaltung der Klimaziele, der Schutz der natürlichen Ressourcen und die Wahrung der Menschenrechte müssen verbindlicher werden. Dazu können alle Verbraucher*innen ihren Beitrag leisten. Aber es bedarf auch einer politischen Neuausrichtung auf Bundes- und Landesebene, damit wir zukünftig unsere Ressourcen besser schützen“, erklärt Sophie Lungershausen von der Lokalen Agenda 21 Trier.

„Die  aktuelle Corona-Pandemie überlagert viele politische Diskussionen, doch die Klimakrise der Verlust der Artenvielfalt und die sich verschärfende globale soziale Ungleichheit dürfen darüber nicht aus unserem Blickwinkel geraten. Wir dürfen jetzt nicht die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil: Die Politik muss jetzt Anreize für die Wirtschaft und die Bevölkerung schaffen, damit weniger CO2 ausgestoßen wird und weniger Flächen versiegelt und verbraucht werden. Ein weiter so kann es nicht geben“, so Achim Trautmann (BUND Koblenz) und Robert Künzl (Haus Wasserburg).

„Alle Menschen weltweit und auch zukünftige Generationen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Das kann aber nur dann möglich sein, wenn wir unser Klima und unsere Ressourcen schützen sowie die Menschenrechte wahren. Insbesondere die Menschen im Globalen Süden leiden unter den Folgen unseres Konsums, oftmals ohne von seinen Vorzügen profitieren zu können“, erklärt Christoph Albuschkat (Weltladen-Dachverband e.V.).

Das Datum des internationalen Erdüberlastungstags wird am 05.06. bekannt gegeben. Bis dahin ruft das Aktionsbündnis "RLP bewegt was" dazu auf, im Rahmen des „Guess the date“-Wettbewerbs einen Tipp abzugeben, wann dieses Jahr international die Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht sein werden. Mehr Informationen zum Wettbewerb unter https://la21-trier.de/guess-the-date

Zum Hintergrund

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Dabei werden zwei rechnerische Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise haben. Das Aktionsbündnis „RLP bewegt was“ wird organisiert vom Eine Welt-Promotor*innen-Programm in Rheinland-Pfalz. Die Eine Welt-Promotor*innen vernetzen Akteur*innen der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und unterstützen bürgerschaftliches Engagement durch Beratungs- und Koordinationsangebote. www.einewelt-promotorinnen.de


Beteiligte Organisationen

Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, sich kritisch mit ihrem Konsumverhalten auseinanderzusetzen und konstruktiv an der nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft mitzuwirken.

www.aej-rlp.de

Bürgerstiftung Pfalz

Die Bürgerstiftung Pfalz will BürgerInnen und Unternehmen zu mehr Mitverantwortung für die Gestaltung ihres Gemeinwesens und für den Umgang mit den natürlichen Ressourcen anregen und die Kräfte der Innovation mobilisieren.

www.buergerstiftung-pfalz.de

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Der BUND setzt sich für ein gutes Leben für alle ein – für alle auf der Welt, heute und in Zukunft. Er fordert Politiker*innen auf, passende Rahmenbedingungen zu setzen, und hat Tipps für Bürger*innen um selbst etwas zu tun. www.bund-rlp.de

BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Bei der BUNDjugend Rheinland-Pfalz engagieren sich junge Menschen in Kampagnen, Protestaktionen und Projekten für ökologische und soziale Themen.

www.bundjugend-rlp.de

BI-Energiewende Mainz

Die Bürgerinitiative ist die früher „Montagsspaziergang Mainz“ heißende Gruppe. Sie hat über 100-mal die entsprechende Demo und andere Aktionen durchgeführt und organisiert jetzt einmal monatlich einen Infostand zu allen energierelevanten Themen, meist samstags am Leichhof.

Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) steht für eine solidarische Gesellschaft. Er ist die Stimme der Gewerkschaften gegenüber den politischen Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden.

www.rheinland-pfalz-saarland.dgb.de

ebasa e.V.

ebasa e.V. ist ein freier Bildungsträger im Bereich des Globalen Lernens und der rassismuskritischen Bildungsarbeit. Ziel des Vereins ist es, durch entwicklungspolitische Bildungs- und Beratungsprojekte einen Beitrag für eine global nachhaltige und gerechte Entwicklung zu leisten.

www.ebasa.org

Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V.

ELAN e.V. setzt sich dafür ein, entwicklungspolitische Themen in allen Gesellschaftsbereichen von Rheinland-Pfalz zu verankern und BürgerInnen für ein Engagement für mehr weltweite Gerechtigkeit zu gewinnen.

www.elan-rlp.de

Haus Wasserburg

Haus Wasserburg bietet Bildungsangebote an, um gemeinsam Handlungsoptionen für ein nachhaltigeres Leben und eine nachhaltigere Gesellschaft zu entwickeln.

www.haus-wasserburg.de

Kolpingwerk Diözesanverband Mainz

„Verantwortlich leben, solidarisch handeln“ – wir setzen uns für die Bewahrung der Schöpfung ein und für eine nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlagen.

www.kolping-dvmainz.de

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Klimawandel, Globalisierung und demografischer Wandel – nicht zuletzt mit Blick auf die individuelle Verantwortung – sind wichtige Themen der politischen Bildung.

www.politische-bildung-rlp.de

Lokale Agenda 21 Trier e.V.

Wir geben das Klimasparbuch gemeinsam mit dem Bistum Trier, der Energieagentur Region Trier und der Landeszentrale für Umweltaufklärung RLP für Trier und Umgebung mit zahlreichen Tipps heraus und engagieren uns für eine nachhaltige Produktion und einen nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln.

www.la21-trier.de

Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V.

Die NABU-Gruppe Mainz und Umgebung e.V. betreut in der Stadt Mainz und den Umlandgemeinden viele naturnahe Flächen und wertvolle Biotope und betreiben mehrere praktische Artenschutzprogramme.

www.nabu-mainz.de

Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz

Die Naturschutzjugend RLP bietet Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an – rund um die Themen Nachhaltigkeit und Naturerleben.

www.naju-rlp.de

UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG

Die UrStrom eG produziert sauberen Sonnenstrom, vertreibt Ökostrom und -gas aus Deutschland und betreibt ein Carsharing mit Elektroautos in Mainz, Budenheim und Bingen. Wir bieten Bürger:innen die Möglichkeit, die Energiewende in unserer Region aktiv mit zu gestalten.

www.urstrom.de

www.urstrom.de

Verkehrsclub Rheinland-Pfalz e.V.

Der VCD Rheinland-Pfalz e.V. setzt sich für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität ein, die den Zielen des Klimaschutzes entspricht und sich auf Dauer auch wirtschaftlich rechnet. Daher engagieren wir uns für einen flächendeckenden, attraktiven ÖPNV, sehr gute Bedingungen für den Radverkehr und die Wiedergewinnung des Verkehrsraums auch für die Zu-Fuß-Gehenden.

http://rlp.vcd.org

Weltladen-Dachverband

Weltläden setzen sich seit 50 Jahren mit politischen Kampagnen und Bildungsarbeit für mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel ein. Und mit leckerem Kaffee, Tee und Schokolade aus Fairem Handel.

www.weltladen.de

WELTfairÄNDERER!

Unser Ziel ist es Schüler*innen für den Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren und ihnen realitätsnahe Handlungsoptionen mit auf ihren Weg zugeben unter dem Motto: Das wenige das du tun kannst, ist viel!

 

Lieferkettengesetz – Politik muss dringend nachbessern!

Heinz Bachschuster (Weltladen Koblenz) Heinz Bachschuster (Weltladen Koblenz)

In dieser Woche wird im Bundestag der Gesetzentwurf zum Lieferkettengesetz beraten. Das regionale Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz fordert erhebliche Nachbesserungen.

Bei der Veranstaltung „Lieferkettengesetz oder Lieferkettengesetzchen“ des regionalen Netzwerks am 15.04.2021 standen Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz Rede und Antwort zum aktuellen Gesetzentwurf. Die Veranstaltung wurde von rd. 50 Interessierten per Video-Schaltung verfolgt. Vorab gab Eva Maria Reinwald vom Südwind-Institut eine Bewertung zum Gesetzentwurf. Es sei ein Erfolg, dass überhaupt ein solches Gesetz umgesetzt werden soll.

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Online-Veranstaltung Wirksames Lieferkettengesetz oder Lieferkettengesetzchen?

Bewertung des Gesetzentwurfs und Diskussion mit Bundespolitiker*innen - Donnerstag - 15.04.2021 19 Uhr

Seit diesem Jahr gibt es endlich einen Entwurf für ein Lieferkettengesetz in Deutschland. Dies ist auch der Erfolg vieler zivilgesellschaftlicher Akteure. Sie machen sich seit Jahren dafür stark, dass Menschenrechte und Umweltschutz von Unternehmen entlang der Lieferkette geachtet werden.

Was aber sieht der Gesetzentwurf wirklich vor?

Ist er der große Wurf?

Welche Stärken und Schwachstellen hat der Entwurf, der noch im April im Bundestag verhandelt werden soll?

Eva-Maria Reinwald vom Südwind-Institut gibt an diesem Abend eine Einordnung und Bewertung des Gesetzentwurfs aus zivilgesellschaftlicher Sicht.

Anschließend nehmen die Bundestagsabgeordneten Stellung zum Gesetzentwurf und diskutieren mit uns!

Gabi Weber (SPD)

Katrin Werner (DIE LINKE)

Tobias Lindner (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN)

Sandra Weeser (FDP)

 

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Email an achim.trautmann(at)bund-rlp.de erforderlich.

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Förderung „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“

Online-Seminar am 22.03.2021 - 14:00 Uhr

Bei der Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt können 2021 Kommunen wieder eine Zuwendung für Personalressourcen für den Tätigkeitsbereich kommunale Entwicklungspolitik beantragen. Dieses Unterstützungsangebot wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.

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Gesprächsrunde zum Lieferkettengesetz 19.01.2020

Am 19.01.2021 fand in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Trier und dem Dekanat Trier eine Podiumsdiskussion mit Bundespolitiker*innen zum geplanten Lieferkettengesetz statt.

Inzwischen hat das Bundeskabinett ein Lieferkettengesetzchen auf den Weg gebracht. Das ist besser als nichts. Aber es hat noch viel Spielraum für ein wirksames Lieferkettengesetz. Dafür müssten Unternehmen ab eine Größe von 250 Mitarbeiter*innen in die Pflicht genommen, der Umweltschutz stärker verankert, die zivilrechtliche Haftung aufgenommen und die gesamte Lieferkette berücksichtigt werden.

Wunschzettel für ein wirksames Lieferkettengesetz

Die beiden Koblenzer Bundestagsabgeordneten Josef Oster (CDU) und Detlev Pilger (SPD) haben heute vom regionalen Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz einen Wunschzettel erhalten. „Den Wunsch teilen viele Menschen in Deutschland, nämlich das Umwelt und Menschenrechte entlang von Lieferketten geachtet werden müssen. Dazu sollen in Deutschland ansässige Unternehmen ab einer Mitarbeitergröße von 250 jetzt mit einem Lieferkettengesetz verpflichtet werden. Wie kann es sein, dass in unserer globalen Welt immer noch Kinder für unsere Produkte wie z.B. Schokolade arbeiten müssen?“, erklärt Achim Trautmann vom BUND Koblenz.

Da zur Zeit die Verhandlungen in der großen Koalition auf Eis liegen und es Widerstände für ein Lieferkettengesetz gibt, fordert das regionale Netzwerk die beiden Bundestagsabgeordneten auf, sich in Berlin für ein wirksames Gesetz stark zu machen.

Der Wunschzettel

Online-Seminar: Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Weltläden und Kommunen, 3.12.2020

Wie können wir Kommunen den Fairen Handel und die öko-soziale Beschaffung schmackhaft machen?

Weltläden und zivilgesellschaftliche Akteure stehen immer wieder vor dem gleichen Problem: Wie stoße ich entwicklungspolitische Themen in der Verwaltung einer Kommune an, damit diese auch gehört und umgesetzt werden? In diesem Online-Seminar stellen wir verschiedene Wege dar, bei der Kommunalverwaltung auf offene Ohren zu stoßen und gehen auf die Bedarfe der TeilnehmerInnen ein. Wir erarbeiten gemeinsam Themen, Methoden und Ideen, wie Sie in Kontakt mit ihrer Kommune treten und diesen verstetigen können.

Anmeldung bis zum 30. November unter: https://eveeno.com/WeltladenundKommune

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FAIR STATT MEHR – Wir sind dabei!

Die Fairen Wochen stehen in diesem Jahr unter dem Motto „FAIR STATT MEHR“ #FAIRHANDELN FÜR EIN GUTES LEBEN

Auch das Team des Regionalbüros des BUND Koblenz hat sich beteiligt und das heutige Meeting, um ein Faires Frühstück ergänzt. Die MitarbeiterInnen erhielten Informationen zum Fairen Handel und konnten sich austauschen.

Am 26.09.2020 findet um 14:00 Uhr der nächste Stadtrundgang „Nachhaltiger Einkauf in Koblenz“ im Rahmen des Tags der Nachhaltigkeit statt.

Online-Seminar „Agua sí – Oro no“ Wasser ja – Gold nein, 9.9.2020, 19 Uhr

Ein Erfahrungsbericht zu Rohstoffkonflikten in Peru am Fallbeispiel Goldbergbau in Cajamarca

Was bedeutet der Rohstoffabbau für die Menschen in Peru?

Auf diese Frage geht Anna Maria Nunenmann in ihrem Vortrag ein und berichtet über Umweltzerstörung, soziale Konflikte und Menschenrechtsverletzungen anhand von persönlichen Erfahrungen bei ihren zahlreichen Besuchen in Peru. Sie geht auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen, auf die Verantwortung von Unternehmen und VerbraucherInnen ein und berichtet über einen Widerstand in Peru am Beispiel des Projekts „Conga“.

Ist der Erfahrungsbericht ein Argument für ein Lieferkettengesetz?

Diese Frage diskutieren wir im Anschluss an den Vortrag. Eine Anmeldung zum Online-Seminar kann bis zum 7.9. per Email erfolgen: achim.trautmann(at)bund-rlp.de. Erst nach der Anmeldung werden die Zugangsdaten für das Online-Seminar versendet.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Das Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz in der Region Koblenz

Flyer zur Veranstaltung

Leer! Die nächste Erde bitte!

Am 22. August 2020 ist der weltweite Erdüberlastungstag.

Fotograf: Arne Landwehr

Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns ist der Tag in diesem Jahr um mehr als drei Wochen später als in 2019.

„Eine echte Nachhaltigkeit und eine wirkliche Ressourcenschonung erreichen wir aber nur durch strukturelle Veränderungen. Hier sind wir alle gefragt. Politik, Gesellschaft und jeder Einzelne von uns. Daher boten verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen, kirchliche Gruppen und Gewerkschaften vom 1. bis zum 22. August verschiedene Mitmach-Aktionen auf ihren Social Media Kanälen an, damit jeder etwas zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beitragen kann. Auf dem Agenda-Sonnenmarkt am 22. August in Mainz kann sich jedeR an unserem Infostand über unsere Mitmach-Aktionen informieren und vielleicht auch die eine oder andere Idee zur Umsetzung für sich selber mitnehmen“, so Achim Trautmann und Edda Treiber, die als Eine Welt-PromotorInnen in Rheinland-Pfalz arbeiten.

„Verpackungsmüll, Rodung des Regenwaldes für Sojaanbau zur Verfütterung an Tiere, Kohleverstromung und Ausbeutung von Menschen entlang von Lieferketten sind nur einige Beispiele dafür, dass wir einen Richtungswechsel benötigen. Denn unsere Erde ist begrenzt, wir dürfen sie nicht weiter ausbeuten. Es bedarf endlich einer neuen Wirtschaftsweise, die die Natur und Umwelt schützt und die sozial gerecht ausgestaltet wird. Nur wenn wir es in einer globalisierten Welt schaffen dies zusammenzudenken, sind wir auf dem Weg unsere Lebensweise zu ändern“, erklärt Andreas Roschlau vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland.

„Hier sind wir alle gefordert: die Bundesregierung, die Landesregierung und jeder Einzelne von uns. Ein Vertrösten und Abwarten von notwendigen Maßnahmen, geht auf Kosten der zukünftigen Generationen und der ärmeren Länder im globalen Süden, die beispielsweise in Form von Extremwetterereignissen noch stärker vom Klimawandel betroffen sind als wir in Deutschland. Vorschläge für einen wirksamen Klimaschutz, für eine ökologische Verkehrs- und Ernährungswende und für eine zukunftssichere Arbeitswelt und Wirtschaftsweise gibt es bereits“, erläutert Dr. Sina Kowalewski, Koordinatorin des Eine Welt-PromotorInnen-Programms in Rheinland-Pfalz bei ELAN e.V.

Aktion zum Erdüberlastungstag in Mainz (für Bildaufnahmen und Interviews geeignet)

Wann: Samstag, 22.08.2020, 13:30 Uhr Wo: Bischofsplatz, Mainz