Kreisgruppe Koblenz

Öko-soziale Beschaffung

Für knapp 500 Milliarden Euro kaufen Bund, Länder und Kommunen jährlich Waren und Dienstleistungen ein. Öffentliche Einrichtungen können bei ihrem Einkauf auch darüber entscheiden, wie ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden.

Online-Veranstaltung Wirksames Lieferkettengesetz oder Lieferkettengesetzchen?

Bewertung des Gesetzentwurfs und Diskussion mit Bundespolitiker*innen - Donnerstag - 15.04.2021 19 Uhr

Seit diesem Jahr gibt es endlich einen Entwurf für ein Lieferkettengesetz in Deutschland. Dies ist auch der Erfolg vieler zivilgesellschaftlicher Akteure. Sie machen sich seit Jahren dafür stark, dass Menschenrechte und Umweltschutz von Unternehmen entlang der Lieferkette geachtet werden.

Was aber sieht der Gesetzentwurf wirklich vor?

Ist er der große Wurf?

Welche Stärken und Schwachstellen hat der Entwurf, der noch im April im Bundestag verhandelt werden soll?

Eva-Maria Reinwald vom Südwind-Institut gibt an diesem Abend eine Einordnung und Bewertung des Gesetzentwurfs aus zivilgesellschaftlicher Sicht.

Anschließend nehmen die Bundestagsabgeordneten Stellung zum Gesetzentwurf und diskutieren mit uns!

Gabi Weber (SPD)

Katrin Werner (DIE LINKE)

Tobias Lindner (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN)

Sandra Weeser (FDP)

 

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Email an achim.trautmann(at)bund-rlp.de erforderlich.

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Förderung „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“

Online-Seminar am 22.03.2021 - 14:00 Uhr

Bei der Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt können 2021 Kommunen wieder eine Zuwendung für Personalressourcen für den Tätigkeitsbereich kommunale Entwicklungspolitik beantragen. Dieses Unterstützungsangebot wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.

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Gesprächsrunde zum Lieferkettengesetz 19.01.2020

Am 19.01.2021 fand in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Trier und dem Dekanat Trier eine Podiumsdiskussion mit Bundespolitiker*innen zum geplanten Lieferkettengesetz statt.

Inzwischen hat das Bundeskabinett ein Lieferkettengesetzchen auf den Weg gebracht. Das ist besser als nichts. Aber es hat noch viel Spielraum für ein wirksames Lieferkettengesetz. Dafür müssten Unternehmen ab eine Größe von 250 Mitarbeiter*innen in die Pflicht genommen, der Umweltschutz stärker verankert, die zivilrechtliche Haftung aufgenommen und die gesamte Lieferkette berücksichtigt werden.

Wunschzettel für ein wirksames Lieferkettengesetz

Die beiden Koblenzer Bundestagsabgeordneten Josef Oster (CDU) und Detlev Pilger (SPD) haben heute vom regionalen Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz einen Wunschzettel erhalten. „Den Wunsch teilen viele Menschen in Deutschland, nämlich das Umwelt und Menschenrechte entlang von Lieferketten geachtet werden müssen. Dazu sollen in Deutschland ansässige Unternehmen ab einer Mitarbeitergröße von 250 jetzt mit einem Lieferkettengesetz verpflichtet werden. Wie kann es sein, dass in unserer globalen Welt immer noch Kinder für unsere Produkte wie z.B. Schokolade arbeiten müssen?“, erklärt Achim Trautmann vom BUND Koblenz.

Da zur Zeit die Verhandlungen in der großen Koalition auf Eis liegen und es Widerstände für ein Lieferkettengesetz gibt, fordert das regionale Netzwerk die beiden Bundestagsabgeordneten auf, sich in Berlin für ein wirksames Gesetz stark zu machen.

Der Wunschzettel

Online-Seminar: Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Weltläden und Kommunen, 3.12.2020

Wie können wir Kommunen den Fairen Handel und die öko-soziale Beschaffung schmackhaft machen?

Weltläden und zivilgesellschaftliche Akteure stehen immer wieder vor dem gleichen Problem: Wie stoße ich entwicklungspolitische Themen in der Verwaltung einer Kommune an, damit diese auch gehört und umgesetzt werden? In diesem Online-Seminar stellen wir verschiedene Wege dar, bei der Kommunalverwaltung auf offene Ohren zu stoßen und gehen auf die Bedarfe der TeilnehmerInnen ein. Wir erarbeiten gemeinsam Themen, Methoden und Ideen, wie Sie in Kontakt mit ihrer Kommune treten und diesen verstetigen können.

Anmeldung bis zum 30. November unter: https://eveeno.com/WeltladenundKommune

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FAIR STATT MEHR – Wir sind dabei!

Die Fairen Wochen stehen in diesem Jahr unter dem Motto „FAIR STATT MEHR“ #FAIRHANDELN FÜR EIN GUTES LEBEN

Auch das Team des Regionalbüros des BUND Koblenz hat sich beteiligt und das heutige Meeting, um ein Faires Frühstück ergänzt. Die MitarbeiterInnen erhielten Informationen zum Fairen Handel und konnten sich austauschen.

Am 26.09.2020 findet um 14:00 Uhr der nächste Stadtrundgang „Nachhaltiger Einkauf in Koblenz“ im Rahmen des Tags der Nachhaltigkeit statt.

Online-Seminar „Agua sí – Oro no“ Wasser ja – Gold nein, 9.9.2020, 19 Uhr

Ein Erfahrungsbericht zu Rohstoffkonflikten in Peru am Fallbeispiel Goldbergbau in Cajamarca

Was bedeutet der Rohstoffabbau für die Menschen in Peru?

Auf diese Frage geht Anna Maria Nunenmann in ihrem Vortrag ein und berichtet über Umweltzerstörung, soziale Konflikte und Menschenrechtsverletzungen anhand von persönlichen Erfahrungen bei ihren zahlreichen Besuchen in Peru. Sie geht auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen, auf die Verantwortung von Unternehmen und VerbraucherInnen ein und berichtet über einen Widerstand in Peru am Beispiel des Projekts „Conga“.

Ist der Erfahrungsbericht ein Argument für ein Lieferkettengesetz?

Diese Frage diskutieren wir im Anschluss an den Vortrag. Eine Anmeldung zum Online-Seminar kann bis zum 7.9. per Email erfolgen: achim.trautmann(at)bund-rlp.de. Erst nach der Anmeldung werden die Zugangsdaten für das Online-Seminar versendet.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Das Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz in der Region Koblenz

Flyer zur Veranstaltung

Leer! Die nächste Erde bitte!

Am 22. August 2020 ist der weltweite Erdüberlastungstag.

Fotograf: Arne Landwehr

Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns ist der Tag in diesem Jahr um mehr als drei Wochen später als in 2019.

„Eine echte Nachhaltigkeit und eine wirkliche Ressourcenschonung erreichen wir aber nur durch strukturelle Veränderungen. Hier sind wir alle gefragt. Politik, Gesellschaft und jeder Einzelne von uns. Daher boten verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen, kirchliche Gruppen und Gewerkschaften vom 1. bis zum 22. August verschiedene Mitmach-Aktionen auf ihren Social Media Kanälen an, damit jeder etwas zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beitragen kann. Auf dem Agenda-Sonnenmarkt am 22. August in Mainz kann sich jedeR an unserem Infostand über unsere Mitmach-Aktionen informieren und vielleicht auch die eine oder andere Idee zur Umsetzung für sich selber mitnehmen“, so Achim Trautmann und Edda Treiber, die als Eine Welt-PromotorInnen in Rheinland-Pfalz arbeiten.

„Verpackungsmüll, Rodung des Regenwaldes für Sojaanbau zur Verfütterung an Tiere, Kohleverstromung und Ausbeutung von Menschen entlang von Lieferketten sind nur einige Beispiele dafür, dass wir einen Richtungswechsel benötigen. Denn unsere Erde ist begrenzt, wir dürfen sie nicht weiter ausbeuten. Es bedarf endlich einer neuen Wirtschaftsweise, die die Natur und Umwelt schützt und die sozial gerecht ausgestaltet wird. Nur wenn wir es in einer globalisierten Welt schaffen dies zusammenzudenken, sind wir auf dem Weg unsere Lebensweise zu ändern“, erklärt Andreas Roschlau vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland.

„Hier sind wir alle gefordert: die Bundesregierung, die Landesregierung und jeder Einzelne von uns. Ein Vertrösten und Abwarten von notwendigen Maßnahmen, geht auf Kosten der zukünftigen Generationen und der ärmeren Länder im globalen Süden, die beispielsweise in Form von Extremwetterereignissen noch stärker vom Klimawandel betroffen sind als wir in Deutschland. Vorschläge für einen wirksamen Klimaschutz, für eine ökologische Verkehrs- und Ernährungswende und für eine zukunftssichere Arbeitswelt und Wirtschaftsweise gibt es bereits“, erläutert Dr. Sina Kowalewski, Koordinatorin des Eine Welt-PromotorInnen-Programms in Rheinland-Pfalz bei ELAN e.V.

Aktion zum Erdüberlastungstag in Mainz (für Bildaufnahmen und Interviews geeignet)

Wann: Samstag, 22.08.2020, 13:30 Uhr Wo: Bischofsplatz, Mainz