Geplante Zerstörung eines 1,1ha großen Gehölzes in Wallersheim
Stellungnahme zum Bebauungsplan Nr. 331
In Wallersheim ist eine Abholzung eines ca. 1,1 ha großen Gehölzes für die Errichtung eines Nahversorgungszentrums und eine weitere Flächenversiegelung zum Erbau einer Sporthalle geplant. Aus Sicht des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes lehnen wir eine Bebauung und damit die Zerstörung eines wertvollen Lebensraumes ab!
Das Gehölz ist die nahezu einzige größere verbliebene Grünfläche in weitem Umfeld stark versiegelter Ortsteile, wie Wallersheim und Neuendorf. Für die in der Gehölzfläche lebenden Tierarten ist ein Ausweichen auf andere Lebensräume unmöglich, da diese durch Bebauungspläne in der jüngeren Vergangenheit zerstört wurden.
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Waldexkursion im Koblenzer Stadtwald
Natur hautnah erleben
Bei bestem Frühlingswetter waren wir am 19. April gemeinsam im Koblenzer Wald unterwegs. Startpunkt unserer Exkursion war der TV Arzheim, von wo aus es über die idyllische „Liebesallee“ tiefer in den Wald ging.
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Unsere Aktion am
Dreck-Weg-Tag Koblenz
Mit 8 aktiven Umweltschützer*innen nutzten wir den von der Stadt Koblenz organiserten “Dreck-weg-Tag”, um alles, was nicht in die Natur gehört in Abfallsäcke zu befördern.
In unserem auserkorenen Bereich entlang des Rheins bis zur Südbrücke waren vor allem kleinste Plastikteilchen aufzulesen, was zeitlich sehr anspruchsvoll war.
Was wir nicht aufsammeln konnten: Mikroplastik.
Dieses kontaminiert Boden und Wasser, vor allem nach Überschwemmungen und gefährdet unser aller Gesundheit. In einer Stadt wie Koblenz mit zwei Flüssen und individuellem, wie industriellem Schifffahrtsverkehr werden durch Strömungen und Hochwasser insbesondere Verpackungsmaterialien aus Plastik zur kommunalen Last.
Eine Mitmachaktion wie der „Dreck-Weg-Tag" lebt von Menschen, denen die Natur und Umwelt am Herzen liegen, darf darüber hinaus jedoch nicht von städtischen Verantwortung ablenken.
Die Forderung an die Stadtverwaltung Koblenz eine Verpackungssteuer zu erheben ist daher naheliegend und wurde bereits in diversen Städten eingeführt mit dem Ergebnis, dass Tonnen an Müll, sowie Entsorgungskosten eingespart wurden. Juristisch wurde die Verpackungssteuer vom Bundesverfassungsgericht 2025 beschlossen und legitimiert seither Kommunen eigenständig diese bei sich einzuführen.
Eine solche Verpackungssteuer wünschen Wir uns als BUND Kreisgruppe Koblenz auch für die Stadt Koblenz.
Torsten Garate
BUND Kreisgruppe Koblenz
Osterwanderung
mit dem BUND
Am Ostersonntag traf sich eine kleine Gruppe von BUND-Mitgliedern bei angenehmem Frühlingswetter, um gemeinsam den Traumpfad „Streuobstwiesenweg“ bei Mülheim-Kärlich zu erkunden.
Die Obstbäume präsentierten sich in voller Blüte, zahlreiche Insekten waren aktiv, und auch die Vogelwelt zeigte sich lebhaft. Die Natur befand sich sichtbar im Aufbruch und beeindruckte mit ihren vielfältigen Frühlingsfarben.
Während der Wanderung standen das bewusste Erleben und Beobachten der Natur im Mittelpunkt. Es fand ein reger Austausch über die unterschiedlichen Baumarten sowie weitere Pflanzen wie Blumen, Kräuter und Moose statt, denen die Gruppe entlang des Weges begegnete. Ergänzt wurde dies durch fachliche Erläuterungen und anschauliche Beispiele.
Aufgrund der positiven Resonanz ist geplant, eine vergleichbare Exkursion zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzubieten.
Naturschutztermin in Koblenz
Entbuschung
Liebe Naturschützer*innen,
Der BUND Koblenz pflegt in Absprache mit dem Umweltamt der Stadt Koblenz (untere
Naturschutzbehörde) seit 2003 eine ehemalige Kiesgrube am Heyerberg in Koblenz-Güls. Dort wurde seither jeweils im Herbst eine Wiesenfläche gemäht und im Winter wurden Gehölze zurückgedrängt.
Ende Januar fand hier wieder ein ehrenamtlicher Naturschutztermin statt. Wir haben uns um die Zurücknahme von Gehölzen gekümmert.
Das Gelände wird für den Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten gepflegt und offen gehalten, die auf offene und besonnte Flächen angewiesen sind. Ohne Pflegemaßnahmen wäre die Fläche längst verwaldet.
Viele der umliegenden Flächen sind in intensiver Nutzung (z.B. Weinbau oder Grünland) und weisen wesentlich weniger Lebensräume auf.
Nähere Auskünfte gibt es unter 0179 / 4564687 bei Stefan Schliebner.
Apfelfest „Schäl Seit“
als Abschluss der Streuobstsaison
Am Samstag, 8. November war es wieder soweit: alle Interessierten
waren eingeladen das Streuobstsaisonende zu feiern!
Besondere Highlights waren die Möglichkeit der Sortenbestimmung anhand mitgebrachter Früchte und die Ausstellung alt bewährter Apfel- und Birnen-Sorten, die einen kleinen Einblick in die Sortenvielfalt von Äpfeln und Birnen gewährte. Neben der Ausstellung stand Pomologe Richard Dahlem allen Interessierten zur Sortenbestimmung zur Seite.
Unseren Streuobstexperten Stefan Schliebner konntet ihr, wie auch in den vergangenen Jahren schon, an einem BUND Infostand antreffen.
Zahlreiche Besucher*innen nahmen das Angebot, sich über die Arbeit des BUND informieren zu können gerne an.
Veranstaltet wurde das Apfelfest vom Umweltamt der Stadt Koblenz und dem Verein „Schönes Immendorf e.V.“ mit Unterstützung des Klosters Arenberg und der Sparkasse Koblenz.
Klimawandel setzt Streuobst unter Druck
neues Wiki bietet Hilfe
Streuobst steht durch Flächenversiegelung, Nutzungsaufgabe und den Klimawandel stark unter Druck. Sehr viele Streuobstwiesen verschwanden bereits, was die Biodiversitätskrise enorm verschärft, da es ökologisch sehr hochwertige Biotope sind.
Streuobstflächen haben auch hohe klimaschützende Bedeutung, da sie wichtige Bereiche der Kaltluftentstehung sind. Die verbliebenen Streuobstvorkommen werden größtenteils auch verschwinden, wenn nicht etwas gegen die negativen Einflüsse unternommen wird.
Die BUND Kreisgruppe Koblenz hat daher gemeinsam mit anderen deutschen, schweizerischen und österreichischen Einrichtungen ein „Streuobst-Wiki“ erstellt, das zu vielen Klimawandel-bedingten Problemen Informationen und pragmatische Lösungsansätze beinhaltet. Nach dem Vorbild von Wikipedia werden für alle Interessierten im Internet kostenlos Informationen rund um das Thema „Streuobst“ bereitgestellt. Inhalte sind z. B. Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels, klimaresilienten Baumarten, besonders vitalen Apfel- und Birnensorten sowie Strategien für die Sortenwahl. Zu allen Beiträgen im Wiki gibt es jeweils Literaturangaben.
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Streuobstwiesen im Klimawandel
Ein Leitfaden
Mit der Unterstützung des Kompetenzzentrums Oberlausitzer Streuobstwiesen wurde in den vergangenen Monaten ein Leitfaden erarbeitet, der die mit dem Klimawandel in Verbindung stehenden Herausforderungen an Streuobstwiesen analysiert. Im Leitfaden werden Zusammenhänge aufgezeigt, Tipps aus der Praxis gegeben, Impulse zum Experimentieren und Aktivwerden gesetzt, Denkanstöße zur angemessenen Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels gegeben und es wird zum Erfahrungsaustausch angeregt.
Der Leitfaden richtet sich an ein breites Spektrum von Interessierten: Private Besitzer/-innen von Streuobstwiesen, Kommunen, Landschaftspflegeverbände, Umweltverbände und Naturschutzinitiativen sowie an all diejenigen, denen der Erhalt der Streuobstwiesen am Herzen liegt.
Der 76-seitige Leitfaden wurde als Gemeinschaftswerk Stefan Schliebner, Dr. Peter Decker (Kompetenzzentrum Oberlausitzer Streuobstwiesen) und Dr. Michael Schlitt (Oberlausitz-Stiftung) erstellt.
Stefan Schliebner ist seit Jahren ein aktives Mitglied des BUND Koblenz und setzt sich im hohen Maße für den Erhalt von Streuobstwiesen ein.
Hier der Link zur Website
Und Hier der Link zum Leitfaden
Impressionen zum Workshop "Praxis-Einführung in die Pflege von Streuobst" am 26.4.25
Die Vereine Grün(h)ecken e.V. (https://www.gruenhecken.de) und BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland / Kreisgruppe Koblenz (https://koblenz.bund-rlp.de/) luden zum 5. internationalen Tag der Streuobstwiese (www.streuobstueberall.de) zu einer kostenlosen Praxis-Einführung in die Pflege von Streuobst in Koblenz-Güls ein.
Kontakt: Sieglinde Karges, E-Mail: gruenhecken(at)gmx.de,
Stefan Schliebner, Telefon: 0179 / 4564687, E-Mail: stschlieb@gmx.de.
Streuobstwiesen
Lokale Artenvielfalt erhalten
Foto: Stefan Schliebner
Sie interessieren sich für Streuobstbäume oder haben vielleicht selber einen Streuobstbaum auf Ihrem Grundstück stehen? Sie möchten sich aktiv um die Baumpflege kümmern und somit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten?
Dann haben wir einen super Vorschlag für Sie: Baum-Freund Stefan Schliebner vom BUND Koblenz bietet in Güls für alle Interessierten Praxis-Einführungen in die Streuobst-Pflege an. Wer daran teilnehmen möchte, sollte robuste Kleidung, festes Schuhwerk und Proviant mitbringen - Schnittwerkzeug wird vor Ort zur Verfügung gestellt. Die Einführung in die Baumschnittarbeiten ist kostenlos und wird ca. zwei bis drei Stunden dauern.
Stefan Schliebner und der BUND Koblenz freuen sich über Ihren Einsatz für den Natur- und Umweltschutz!
Wenn Sie jetzt schon aktiv werden wollen, können Sie sich hier Tipps von Stefan Schliebner durchlesen, wie man Streuobstbäume in Zeiten des Klimawandels unterstützen kann.
Vor ein paar Jahren hat der BUND bereits in Bisholder zusammen mit Jugendlichen alte Apfel- und Kirschsorten gepflanzt. Die Kirschbäume wurden damals bei einer Sonderaktion des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal in Boppard im Rahmen des Mittelrheinkirschen-Projektes verkauft. Neben dem Aspekt der Förderung von Streuobst wegen seiner ökologischen Bedeutung werden so regionale, vom Verschwinden bedrohte alte Kirschsorten wiederbelebt. Im Rahmen einer Baumkartierung im Mittelrheintal konnte von diesen Sorten zum Teil nur noch ein einziger Baum gefunden werden, der dann von Partnerbaumschulen mit Hilfe von Edelreisern vermehrt wurde. Die Baumverkäufe helfen, den Fortbestand der seltenen Sorten zu sichern. Weitere Informationen über das Mittelrheinkirschen-Projekt können im Internet unter http://mittelrheinkirschen.welterbe-mittelrhein.de gefunden werden.