Kreisgruppe Koblenz

Energie und Klima

Die Folgen einer globalen Erwärmung sind vorhersehbar: Der Meeresspiegel steigt, Gletscher schmelzen, Klimazonen verschieben sich. Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürren werden zunehmen und auch die von Naturkatastrophen bisher verschonten gemäßigten Breiten betreffen. Angesichts dieser Szenarien wird deutlich, dass der Klimaschutz DAS Projekt zur Sicherung unserer Zukunft ist.

Durchbruch für Klima und junge Generation?

Kommentar zum Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

29. April 2021: Ein guter Tag für unseren Kampf gegen die Klimakrise!

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klima-Abkommens verbindlich ist. Geklagt hatten der BUND, weitere Verbände und Einzelpersonen, darunter war auch unser Koblenzer BUND- und Solar-Aktive Dr. Thomas Bernhard sowie viele junge Menschen. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, einen voraus- schauenden Plan zu entwickeln, um mit den Restemissionen sorgsam umzugehen. Laut BVerfG sei das nicht gewährleistet, wenn keinerlei konkrete Planung für die Zeit nach 2030 stattfindet und fast das gesamte Budget nach der bisherigen Klimapolitik bis 2030 aufgebraucht ist. Dies gehe besonders zu Lasten der Freiheitsrechte der jungen
Generation. Der Klimaschutz, v.a. Energiewende, Kohleausstieg und Verkehrswende, müssen stark beschleunigt werden. Die Bundesregierung will ihre Ziele verschärfen, aber wirksame Maßnahmen stehen noch aus. Diese brauchen wir auch auf Länder- und städtischer Ebene! Denn der Richterspruch gilt für ganz Deutschland.

10 Jahre Fukushima

BUND gedenkt mit Mahnwache der Katastrophe

Zehn Jahre ist es bereits her, dass es zu einem verheerenden Erdbeben mit anschließendem Tsunami kam. Mehrere Atomreaktoren im japanischen Fukushima wurden dadurch so massiv beschädigt, dass es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze kam. Weite Teile des Landes wurden radioaktiv verseucht, Fast 20. 000 Menschen verloren durch das Erdbeben und den Tsunami ihr Leben. Knapp eine halbe Millionen Menschen mussten wegen des sogenannten Super GAUs, der Reaktorkatastrophe mit Kernschmelze, ihre Heimat verlassen. Die Zahl der Krebstoten und Erkrankungen durch die radioaktive Strahlung, selbst bei Kindern, wird nicht bekannt gegeben.

Um den Opfern und Betroffenen zu gedenken und solidarische Grüße nach Japan zu senden, hat der BUND Koblenz am Donnerstag, den 11. März 2021, um 17 Uhr am Löhrrondell zu einer Mahnwache aufgerufen.  Zusammen mit den Koblenzer Bürger*innen wurde einem Bericht gelauscht, der die Ausmaße von Atomkraft damals wie heute deutlich machte: „Nach Tschernobyl und Fukushima wurden in Deutschland die meisten Atomkraftwerke nach und nach stillgelegt, aber in Japan, den USA und Frankreich sind noch viele Atomkraftwerke am Netz – ein unverantwortliches Risiko“, verkündet Egbert Bialk, Vorsitzender des BUND Koblenz bei der Mahnwache. Zudem liest er auch einen Brief von Kazuhiko Kobayashi vor, einem japanischen Rentner, der ein Hilfsprojekt für Kinder aus Fukushima organisiert. Anschließend konnte der BUND eine stattliche Summe an Spenden für die Kinder aus Fukushima sammeln.

Spätestens durch Fukushima ist eines klargeworden: Atomenergie ist keinesfalls klimafreundlich und obendrein noch eine große Gefahr für unsere Gesundheit. Vor diesem Hintergrund fordert der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz die Landespolitik auf, die Energiewende beherzt voranzubringen. „"Wir brauchen einen schnellen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien"“, betont BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub. „"Dies erreichen wir nur, wenn wir Wind- und Solarenergie zügig ausbauen und außerdem unseren Energieverbrauch deutlich senken. Eine neue Landesregierung muss sich daran messen lassen, wie sie entsprechende Maßnahmen voranbringt.“"

Der Atomausstieg in Deutschland soll zwar 2022 im Wesentlichen vollzogen sein, doch auch in dieser Zeit kann es noch zu gefährlichen Unfällen kommen. Außerdem werden in Lingen und Gronau Atomfabriken zur Brennstoffherstellung weiter betrieben. Auch diese müssen stillgelegt werden, fordert der BUND. Völlig ungelöst bleibt das Problem der Endlagerung.

 

Geht auf die Straße!

Für eine Zukunft ohne Klimakrise

Der Meeresspeigel steigt, Wetterextremen nehmen zu, Tier- und Pflanzenarten sterben aus und Menschen müssen Ihre Heimat verlassen. Das alles sind Folgen der Klimakrise, die, wenn wir nichts unternehmen, noch deutlich schlimmer werden.

Deshalb setzt sich der BUND  für einen effektiven und gerechten Klimaschutz ein. Regelmäßig geht der BUND Koblenz zusammen mit anderen Organisationen wie Greenpeace oder Fridays for Future zusammen auf die Straße und fordert, dass die Politik etwas unternimmt. Bei den internationalen Klimastreiks der letzten Jahre war der BUND immer vertreten und hat sich für unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder eingesetzt.

Wir vom BUND Koblenz würden uns freuen, Sie beim nächsten Klimastreik auch auf der Straße zu sehen.