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Kreisgruppe Koblenz

Mobilität: Dicke Luft in Koblenz

Lärm, Feinstaub, CO2-Emissionen: Der stetig wachsende Verkehr führt zu vielen Problemen – die uns alle angehen! Die Weichen für mehr Mobilität auf der einen und weniger Verkehr auf der anderen Seite müssen daher endlich gestellt, das Geld in die richtigen Projekte gesteckt werden – z.B. in die Verlagerung vom Auto auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie das Fahrrad. Der BUND setzt sich seit Jahrzehnten für eine intelligente Verkehrspolitik ein.

Kommt zur Fahrraddemo am Donnerstag, 17:30Uhr Löhrrondell!

Koblenz braucht Radwege - Autoverkehr reduzieren und entschleunigen! (Bitte weitersagen und teilnehmen)

Zur nächsten Critical Mass, diesmal als offizielle Fahrraddemo angemeldet und einvernehmlich genehmigt, laden wir euch herzlich ein. Die Gesundheitsgefahren durch die Demo sind gering, wenn wir uns alle an die Abstandsregeln halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. (Pflicht!!!)

Durch die Pandemie sind gerade auch die Koblenzer Straßen etwas ruhiger, die Luft sauberer und der Aufenthalt in unserer Stadt entschleunigt und stressfreier. Das wollen wir immer haben und fordern das auch von der Politik ein. Außerdem ist es an der Zeit, dass wir jetzt nach und nach wieder unsere demokratischen Bürger(innen)rechte in Anspruch nehmen und für Klimaschutz und Verkehrswende auf der Straße demonstrieren.

Bitte bringt für eine Fotoaktion möglichst Plakate mit, die ihr am Rad befestigt. Oder Banner oder Sprüche - seid kre-aktiv! Für einzelne Leute ohne Maske gibt es die Möglichkeit, gegen Spende eine zu erwerben. Besser aber eine mitbringen.

Start ist 17:30 Uhr am Löhrrondell, 10-15 min Sammeln und Auftaktreden, dann hauptsächlich über Moselufer und Rheinanlagen bis zur Rhein-Mosel-Halle, wo dann gerade der Stadtrat tagt. Nach einem Päuschen über Rizza- und Hohenzollernstraße und Wöllershof zurück zum Löhrrondell. Dauer etwa eine Stunde insgesamt. Kommet zuhauf. 40 TN sind angemeldet.

Ein herzliches Klingelingeling! von Egbert

Zur Pressemitteilung

Pressemitteilung: BUND: Mieses Klima auf unseren Straßen

Fahrradprotest „Critical Mass“ radelt weiter für gesunde Luft und weniger Autos in Koblenz

„Wir sind deutlich über 15 Fahrräder und gelten nach der Straßenverkehrsordnung als 1 Fahrzeug. Unsere Kolonne darf also auf der ganzen Spur nebeneinander fahren, und sollte die Ampel beim Passieren auf Rot springen, fahrt ruhig weiter, die Autofahrer müssen warten“, so stellte Alexandra Michels, Mitarbeiterin des BUND-Büros Koblenz, zu Beginn des zweiten Fahrradprotestes gegen „Dicke Luft in Koblenz“ noch einmal die Rechtslage klar. Wieder war nach Aufruf des Bundes für Umwelt und Naturschutz BUND, des Critical-Mass-Netzes, von Ökostadt Koblenz eV und weiterer Umweltverbände eine große Radlergruppe zum Löhrrondell gekommen. Mit ihrer „kritischen Masse“ führte man dann eine Stunde lang den Autofahrern und der Stadtpolitik mit ihrem Fahrradkorso vor Augen, dass die Straße allen Verkehrsteilnehmern gehört.

„Offensichtlich sind die Rechte und Interessen von Radfahrern für so manchen Autofahrer noch gewöhnungsbedürftig. Mal auf langsamere und eher seltene Verkehrsteilnehmer zu achten, fällt schwer, wenn man sich in seinem starken Blechpanzer durch die Innenstadt drängt. Wieder wurden wir bedrängt oder bei Gegenverkehr aggressiv überholt, zum Beispiel auf der Moseluferstraße“, so Egbert Bialk vom BUND. „Hier muss dringend was passieren: Tempo 30 und Radspuren abseits des Fußweges. Dies werden wir auch von den OB-Kandidaten einfordern, wenn der amtierende das nicht hinbekommt.“ Stück für Stück müsse die Innenstadt sicherer und fußgänger- und radfahrerfreundlicher werden.

Anlass der „Critical Mass“ ist immer auch die Abgasproblematik. Bekanntlich liegen die Stickoxid-Immissionen in der Innenstadt permanent über dem gesetzlichen Grenzwert. Hauptverursacher sind die zahlreichen Dieselautos und –busse, was erhebliche Gesundheitsschäden zur Folge hat, worauf Dr. Thomas Bernhard, Umweltarzt und BUND-Vorstand, hinwies. „Die Stadt verletzt hier geltendes Recht. Sie hat die Pflicht, wirksame und kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, das sieht auch die EU so, ein Vertragsverletzungsverfahren läuft. Aber wie schon beim Klimaschutzkonzept duckt sie sich auch bei der Luftreinhaltung weg, bereits seit Jahren“, so Dr. Bernhard. Wenn der Luftreinhalteplan nicht noch erheblich nachgeschärft werde, steuere die Stadt auf eine Klage zu, warnt der BUND.

Die Straßenaktionen und Infostände gegen „mieses Klima auf unseren Straßen“ wird das Critical-mass-Aktionsbündnis auch in den Ferien monatlich fortsetzen, und zwar immer am 1. Donnerstag um 18 Uhr beim Löhrrondell. Nächste Termine sind also der 3. August und der 7. September. Nähere Infos, auch zum Luftreinhalteplan der Stadt, siehe auf der Koblenzer BUND-homepage oder beim Regionalbüro, tel. 0261-9734539. 

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