2. Regionaltreffen der Fairtrade Schulen am 21.05.2025 in Vallendar
In Kooperation mit dem Fairtrade Landkreis Mayen-Koblenz und der Schönstätter Marienschule veranstaltet unsere neue Fachpromotorin für öko-soziale Beschaffung, Anna Ebedat, zusammen mit ihrem Vorgänger, Achim Trautmann, das zweite Regionaltreffen der Fairtrade Schulen am 21.05.2025, ab 14 Uhr in Vallendar. Für die Veranstaltung sind noch wenige Plätze sowohl für Schüler*innen als auch für Lehrkräfte frei. Also schnell anmelden!
Es werden drei spannende Workshops angeboten, die Möglichkeiten aufzeigen den Fairen Handel in den Unterricht zu integrieren.
Workshop 1 „Das Welthandelsspiel“ von ELAN mobil mit Louis-Baptiste Bertrand
Der Welthandelsbaustein gibt die Möglichkeit, in die Rolle der unterschiedlichen Akteure des Welthandels zu schlüpfen. In einem Planspiel erfahren die Teilnehmenden spielerisch, wie die Akteure in einem System des internationalen Wettbewerbs und globaler Handelsbeziehungen miteinander agieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben die Ursachen und Folgen ei-ner ungerechten Welthandelsordnung und fragen sich „Wie kann ein gerechterer Welthandel aussehen?“
Workshop 2 „Fairer Handel im Unterricht – Francisco Imán Vílchez nimmt uns mit auf seine Fairtrade-Bio-Bananen-Kooperative“ mit Aileen Böckmann
In diesem Workshop wollen wir uns anschauen, wie wir den Fairen Handel auf verschiedenste Art und Weise in den Unterricht integrieren können. Dafür werden unterschiedliche Materialien vorgestellt und ein Material zu Fairtrade-Bio-Bananen aus Peru konkret mit der App Actionbound angespielt. Also bitte Handys mitbringen und vorab die App Actionbound herunterladen.
Workshop 3: „Teach the teacher - Partizipation macht Schule” Referentin Bianca Berthold, Haus Wasserburg
In diesem Workshop wollen wir ein Bildungsformat vorstellen, das Jugendlichen zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern von Schule und globaler Gerechtigkeit macht. Darin erarbeiten sich die Teilnehmenden Wissen zu Fair Trade oder anderen Themen, um anschließend ihre Lehrkräfte fortzubilden.
Alle weiteren Informationen entnehmt bitte dem Flyer im Anhang.
Die Teilnahme ist kostenfrei – reinschauen lohnt sich! Gerne können Sie den Link auch an weitere Interessierte weiterleiten.
Faire Woche 2025 in Koblenz
Gemeinsam die Vielfalt des Fairen Handels entdecken!
Vom 12. bis 26. September 2025 findet bundesweit die Faire Woche statt. Unter dem Motto „Gemeinsam die Vielfalt des Fairen Handels entdecken!“ laden auch in Koblenz zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, kennenzulernen, wie Vielfalt unser Leben bereichert und wie soziale Gerechtigkeit und der Schutz der ökologischen Vielfalt miteinander verbunden sind.
Oft werden Umweltfragen und soziale Themen getrennt betrachtet. Doch die Faire Woche zeigt: Sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Fairer Handel stärkt Kleinbäuerinnen und -bauern weltweit, schafft bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und setzt gleichzeitig auf umweltschonende Produktionsweisen. Dadurch werden biologische Vielfalt bewahrt, nachhaltige Lieferketten aufgebaut und die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG 15 „Leben an Land“) unterstützt.
Die Faire Woche macht damit deutlich, dass eine gerechtere Welt nur mit intakter Umwelt möglich ist – und umgekehrt ökologischer Wandel ohne soziale Fairness nicht nachhaltig sein kann.
Aktionstage in Koblenz
Drei Veranstaltungen der Fairen Woche in Koblenz laden dazu ein, die Verbindung von Fairem Handel und Umweltschutz praktisch zu erleben. Möglich wird dies durch das Zusammenspiel vieler Akteur*innen vor Ort – gemeinsam koordiniert von der Fair Trade Steuerungsgruppe und der Fachpromotionsstelle für öko-soziale Beschaffung.
Faires Klimafrühstück – Im Rahmen des Koblenzer Klimatags am 20. September auf dem Görresplatz geht es beim Frühstück um Möglichkeiten und Auswirkungen von fairer und Bio-Ernährung sowie um den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Weltbewusster Stadtrundgang am Klimatag – Passend zum Klimatag am 20. September führt ein Rundgang durch die Koblenzer Altstadt zu Stationen, die zeigen, wo Nachhaltigkeit bereits heute gelebt wird und wo noch Veränderung möglich ist. Start ist um 13 Uhr am Josef-Görres-Platz 13 vor dem Weltladen, Dauer ca. 1,5 Stunden.
Faires Seilbahnfrühstück – Ein besonderes Frühstück hoch über dem Rhein: Persönlichkeiten aus Koblenz kommen in der Seilbahn bei fairem Kaffee und regionalen Produkten ins Gespräch über die Bedeutung von Fairness und Fairem Handel für die Region.
Auch ihr seid herzlich dazu eingeladen uns kennen zu lernen, altbekannte Gesichter wiederzutreffen und euch aktiv für das Klima einzusetzen! Wir freuen uns auf euch!
Zivilgesellschaft unter Druck: Grenzen und Räume für zivilgesellschaftliche Akteur*innen – in Rheinland-Pfalz und der Welt
7. November 17-19 Uhr
Zivilgesellschaftliche Akteur*innen setzen sich überall auf der Welt für Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Klimaschutz und die gerechte Verteilung von Ressourcen ein. Doch Zivilgesellschaft steht zunehmend unter Druck. Immer mehr Länder erlassen Gesetze, die zivilgesellschaftliches Handeln erschweren oder gar unmöglich machen. Das weltweite Netzwerk für Bürgerbeteiligung CIVICUS warnt, dass 71% der Weltbevölkerung heute in Ländern leben, in denen die Zivilgesellschaft stark oder sogar komplett von der Regierung unterdrückt wird. Der Atlas der Zivilgesellschaft von 2024, der jährlich von Brot für die Welt herausgegeben wird, zeigt, dass der Spielraum für zivilgesellschaftliches Engagement überall auf der Welt kleiner wird, auch in Deutschland.
Beiträge von:
- Christine Meissler (Brot für die Welt)
- Nicola Rosendahl (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus)
- Joachim Schulte (QueerNet RLP e.V.)
Gemeinsam mit unseren Referent*innen beschäftigen wir uns mit den aktuellen Herausforderungen zivilgesellschaftlicher Akteur*innen in der Welt und auch vor Ort in Rheinland-Pfalz. Welche aktuellen Tendenzen gibt es? Wie sind diese zu erklären und welche Handlungsmöglichkeiten existieren? Wir freuen uns auf den Austausch.
7. November 2024, 17-19 Uhr
online via Zoom
Anmeldung: https://eveeno.com/zivilgesellschaft-unter-druck
Veranstalter:
„Nachhaltige Beschaffung in Kommunen –Dienstanweisungen ein wirksames Instrument?“
Online-Veranstaltung, Dienstag, 19.11.2024 10:00 – 12:00 Uhr
In Rheinland-Pfalz haben bereits einige Kommunen eine Dienstanweisung als Instrument bei der Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung genutzt. Aber was beinhalten solche Dienstanweisungen und was sind die Erfahrungen aus der Praxis?
Dies erläutert Stella-Marie Benz von den Kreiswerken Cochem-Zell anhand der Dienstanweisung des Landkreises Cochem-Zell. Sie berichtet über Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten in der nachhaltigen Beschaffung.
Anmeldungen per E-Mail an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Gold und Kupfer – Rohstoffe aus fernen Ländern und was sie mit unserem Alltag zu tun haben.
Führung durch die Ausstellung der Kampagne „Bergbau Peru - Reichtum geht, Armut bleibt“ und Diskussion über kritischen Goldkonsum
Foto der Kampagne Bergbau Peru
Samstag, 14.9.2024
14:00 Uhr
Dreikönigenhaus, Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz
Hätten Sie´s gewusst: Das Gold eines Eherings steht beim Abbau für mehr als zwölf Tonnen Giftmüll?
Gold und Silber wurden schon zu Zeiten der Inka in den Anden abgebaut und trugen zum Reichtum der Kolonialmacht Spanien bei. Heute setzt Peru auf den Bergbau als wichtigen Wirtschaftszweig für die Entwicklung des Landes. Aber auch wir nutzen Gold für Schmuck, als Investment oder verbaut in PCs und Handys. Kupfer wird zunehmend gebraucht für E-Autos und Windräder, als Bestandteil sogenannter „grüner“ Technologien.
Doch wie werden die Rohstoffe in Peru abgebaut? Welche Umweltprobleme und sozialen Auswirkungen haben Bergbauprojekte? Gibt es für uns die Möglichkeit eines kritischen Konsums? Am Beispiel des Gold- und Kupferabbaus in Peru werden diese Fragen thematisiert und mit der Rolle von Verbraucher*innen, Unternehmen und Politik verknüpft.
Dr. Hartmut Heidenreich von der Kampagne Bergbau Peru führt uns durch die Ausstellung und durch solche Fragen zu verantwortungsvollem Umgang mit Rohstoffen.
Konkrete Tipps können Sie dem Kritischen Konsumführer Gold der Kampagne entnehmen, den Ihnen Verena Schmidt anschließend vorstellt.
Gemeinsam mit der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung holt der BUND Koblenz die dazugehörige Ausstellung für zwei Wochen (07.09.-21.09.) nach Koblenz.
Städtische Kindertagesstätten der Fairtrade Stadt Mayen informierten sich zum Fairen Handel
Foto: Sophia Stahl
Am Mittwoch, den 08.05.2024 lud die städtische Kindertagesstätte Kürrenberg die Kolleginnen und Kollegen der städtischen Kindertagesstätten Alzheim, Hausen und In der Weiersbach nach Kürrenberg zum gemeinsamen AG-Nachmittag ein.
Gestartet wurde im Bürgerhaus mit einem Vortrag zum Thema „Der Faire Handel und die faire Kita“. In dem Vortrag erläuterte Achim Trautmann vom BUND Koblenz, dass Kitas Bildungsorte sind, die Kindern Zugänge in ihre Welt schaffen. Da Kinder in einer zunehmend komplexen und globalisierten Welt aufwachsen, brauchen sie Orientierung und Erfahrungsräume zu gesellschaftlichen Werten – insbesondere auch zur nachhaltigen Entwicklung zu der auch der Faire Handel gehört. Ein Engagement für den Fairen Handel kann nach außen sichtbar gemacht werden mit der Auszeichnung als „FaireKITA“, die beim Verein Rhein.Main.Fair beantragt werden kann. Doch wie wird man FaireKITA?
Mit diesem Thema beschäftigten sich die städtischen Kindertagesstätten an diesem Nachmittag.
Nach dem Vortrag gingen alle in die städtische Kindertagesstätte Kürrenberg. Dort wurde sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen fachlich zum Thema ausgetauscht. Herr Trautmann stand währenddessen als Experte für fachliche Fragen zur Verfügung.
Schön wär´s - Podcast der BUNDjugend Rheinland-Pfalz
Wie konsumieren wir?
In der neuen Podcastreihe der BUNDjugend Rheinland-Pfalz "Schön wär´s" gibt es ein Interview mit dem regionalen Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung.
Erstes Fairtrade Regionaltreffen der Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz war ein voller Erfolg
Foto: Marc Miehm
Der Fairtrade-Landkreis Mayen-Koblenz, das Kurfürst-Balduin-Gymnasium und der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz hatten gemeinsam eingeladen. Beim ersten Vernetzungstreffen der Schulen in der Region zum Fairen Handel konnten am vergangenen Mittwoch über 30 Personen begrüßt werden. Dabei waren Schülern und Lehrkräfte von sieben Schulen aus dem Landkreis. Sie informierten sich am KuBaGym Münstermaifeld, welches bereits seit 2018 Fairtrade Schule ist, wie sie sich aktiv für eine bessere Welt einsetzen und Verantwortung übernehmen können.
Die Schulleiterin Frau Hofmann zeigte in ihrer Begrüßung die hohe Bedeutung von Schule als einem zentralen Ort der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf und dankte der Fairtrade-AG ihrer Schule für deren langjähriges Engagement. Landrat Dr. Alexander Saftig bekräftigte, dass Umweltschutz, Klimaziele und das Engagement für eine gerechtere Welt zusammengedacht werden müssen. Er lobte Einsatz und Motivation der Schule und der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises. Es wäre ihm eine große Freude, wenn weitere Schulen dem Vorbild des KuBaGym folgen und Fairtrade Schule werden.
Fernando Andia, externer Referent von Fairtrade Deutschland, stellte den Fairen Handel und die Kampagne „Fairtrade Schools“ vor. Fairtrade verbindet Konsument*innen, Unternehmen und Produzentenorganisationen. Er verändert den globalen Handel durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Ländern des globalen Südens. Um als Fairtrade-School ausgezeichnet zu werden, müssen Schulen folgende Kriterien erfüllen: Gründung eines Fairtrade Schulteams, Erstellung eines Fairtrade-Kompasses, das Angebot von zwei fair gehandelten Produkten, die Einbindung des Fairen Handels in den Unterricht sowie eine Aktion zum Thema im Schuljahr.
Michael Veit, Lehrer am KuBaGym erläutere, dass hier bereits 2014 die AG „Fairer Handel“ ins Leben gerufen wurde und so in diesem Jahr dessen 10-jähriges Jubiläum ansteht. Martin Müller und Schülerinnen und Schüler der Fairtrade-AG stellten die vielfältigen Aktivitäten an der Schule vor: Im Sportunterricht werden im Rahmen der Kampagne “Fairtrade für Fairplay” über 20 Hand- und Fußbälle verwendet, die fair produziert wurden. Ein fest installierter „FairOmat“, ein Warenausgabeautomat für Fairtrade-Produkte, sowie ein Fairtrade-Kiosk bieten vielfältige Produkte aus dem Fairen Handel an. Auch im Lehrerzimmer werden Fairtrade-Produkte verkauft. Es wurden auch Fairtrade-Schulshirts entworfen und sind seitdem bei vielen Schülern und Lehrern täglich zu sehen. Entwicklungspolitische Themen finden auch Eingang in den Unterricht und werden von den Schülern mitentwickelt. Im Rahmen des Schulfestes zum Jubiläum der Schule wurden mit vielfältigen Aktivitäten Gelder für die Partnerschule in Ruanda gesammelt, die für den Bau einer dringend benötigten Regenwasserzisterne eingesetzt werden.
In verschiedenen Workshops tauschten sich die Gäste intensiv zur Umsetzung des Themas “Fairer Handel” an Schulen aus. In der Abschlussrunde wurde der einstimmige Wunsch geäußert, dass in Zukunft regelmäßig Vernetzungstreffen von Lehrkräften und Schülern gewünscht werden. Es gilt, von den Erfahrungen an anderen Schulen zu lernen und Ideen zu übertragen, so Michael Veit. So hat die Fairtrade-AG am KuBaGym bereits für das erste in Planung befindliche Treffen von Schülern des Landkreises ein Spiel „Escape-Room“ rund um den Fairen Handel erarbeitet, das zukünftig auch im Unterricht verwendet werden soll.
Hochmotiviert, mit neuen Ideen im Gepäck und mit einer beginnenden Vernetzung vieler guter Ideen und Initiativen verließen die Teilnehmenden des ersten Fairtrade-Regionaltreffens diese äußerst gelungene Veranstaltung.
Netzwerktreffen öko-soziale Beschaffung: Kompass Nachhaltigkeit.
Online, Donnerstag, den 23.05.2024, um 10 Uhr
Das Netzwerktreffen öko-soziale Beschaffung bietet Kommunen die Möglichkeit sich über die Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung auszutauschen und zu informieren.
Den Schwerpunkt des Treffens bildet die Vorstellung des Kompass Nachhaltigkeit. Dies ist ein Instrument, um Beschaffungsprozesse nachhaltig zu gestalten von der Bedarfs- und Marktanalyse bis zum Vertragsmonitoring. Der Kompass informiert über rechtliche Grundlagen, die Anwendung von Gütezeichen und führt Praxisbeispiele auf. Teilnehmende erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten des Kompass
Nachhaltigkeit und können erste praktische Erfahrungen sammeln.
Öko-soziale Beschaffung in der Region
Im Jahr 2023 wurde mit 14 Veranstaltungen und Workshops sowie 24 Beratungen die Themen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit und gerechte Globalisierung miteinander verknüpft. Dabei konnten über 400 Personen erreicht werden.
Die weltbewussten Stadtrundgängen „Koblenz geht fair“, die Ernährungswende in der Region Koblenz sowie die Unterstützung der Fairtrade Steuerungsgruppen der Stadt Koblenz und des Landkreises Mayen-Koblenz standen dabei im Vordergrund.
Die Highlights des vergangenen Jahres können hier eingesehen werden.
FaiRe Schule - Erstes Faitrade Regionaltreffen der Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz
6.3.2024, 14:00 Uhr, Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld
Jede Schule kann sich als Fairtrade Schule bewerben, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt. Fairer Handel gehört bei vielen Schulen zum Alltag. Schulteams aus Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern und Interessierten entwickeln Aktivitäten rund um den Fairen Handel.
Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird über die Kriterien für eine Fairtrade Schule berichtet, zwei Fairtrade-Schulen aus der Region berichten über ihre Erfahrungen und Aktivitäten und es werden vier Workshops angeboten:
1. "Wie kann man den Fairen Handel als Schule unterstützen",
2. "Empfehlungen für den Praxiserfolg aus erster Hand",
3. "Wie kann man Grundschulkinder für den Fairen Handel begeistern" und
4. "Ideenschmiede für einen nachhaltigen Stadtrundgang in meiner Gemeinde".
Veranstalter sind der Fairtrade Landkreis Mayen-Koblenz, das Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld und der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung.
Kaffeeklatsch zu nachhaltiger Finanzierung & Geldanlage
Mit nachhaltigen Geldanlagen gegen Klimawandel, Umweltzerstörung & Missachtung von Menschenrechten?
Wann: Fr. 23.02.2024 // 16:00 Uhr
Wo: Bistro des Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz)
Mit Elsa Egerer (Hochschule für Gesellschaftsgestaltung)
Moderation: Achim Trautmann (Regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz)
Um den Klimawandel, die Umweltzerstörung sowie die Missachtung von Menschenrechten aufzuhalten, sind die richtigen Investitionen notwendig. Aber wer kann sie tätigen und was bewirken sie? Welche Möglichkeiten nachhaltiger und ethischer Finanzierung haben Verbraucher:innen und Kommunen überhaupt? Welche Wirkung erziele ich, wenn ich mein Geld bei einer nachhaltigen Bank anlege oder in einen grünen ETF investiere? Wie erkenne ich Greenwashing und worauf kann ich bei der Wahl von Finanzprodukten achten?
Bei Kaffee und Kuchen tauschen wir uns zu diesen Fragen aus. Elsa Egerer von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung nimmt uns mit in die Welt des Sustainable Finance und erklärt, wie sich der Finanzmarkt verändert hat, welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, damit nachhaltige Geldanlagen auch umgesetzt werden können und gibt praktische Tipps für Privatpersonen, Unternehmen und staatliche Akteur:innen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Mail an:
Ökologisch, sozial, nachhaltig und regional?
Perspektiven der öffentlichen Auftragsvergabe in Rheinland-Pfalz
Dienstag, 28. November 2023
von 17:00 bis 18:30 Uhr
Online-Diskussionsveranstaltung via Zoom
Podiumsdiskussion mit
Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland als Vertreterin des Bündnisses Faire Vergabe
Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdL, Vorsitzende der Fraktion der SPD im Landtag Rheinland-Pfalz
Dr. Helmut Martin, MdL, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der CDU im Landtag Rheinland-Pfalz
Dr. Lea Heidbreder, MdL, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz
Dr. Joachim Streit, MdL, Vorsitzender der Fraktion der Freien Wähler im Landtag Rheinland-Pfalz (angefragt)
Philipp Fernis, MdL, Vorsitzender der Fraktion der FDP im Landtag Rheinland-Pfalz (angefragt)
Vernetzungsworkshop: Ernährungswende in der Region Koblenz 30.9.2023
Austausch mit der Stadt Koblenz und dem Ernährungsrat Köln
Der nächste Vernetzungsworkshop zur Ernährungswende in der Region Koblenz findet am 30.09.2023 statt. Diesmal haben wir Vertreter*innen der Stadtverwaltung Koblenz und des Ernährungsrats Köln zu Gast!
Ort: Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz)
Eine Ernährungswende in der Region Koblenz kann nur gelingen, wenn möglichst viele Akteur*innen von Beginn an beteiligt werden. Dem Wunsch nach einem Austausch mit der Stadtverwaltung Koblenz über bestehende Erfolge und Herausforderungen zur Ernährung in der Region, kommen wir in diesem Workshop gerne nach.
Ama und die Schokoladenwerkstatt zu Besuch in der Kita Sonnenschein
Erzieher*innen der Evangelischen Kita Sonnenschein in Koblenz und Bildungsreferent*innen von ELAN e.V. und dem Weltladen Koblenz. Fotograf: Achim Trautmann
Das Globales Lernen Spaß machen und bei den Jüngsten anfangen kann, zeigte der Besuch der Schokoladenwerkstatt von ELAN mobil in der Evangelischen Kita Sonnenschein in Koblenz. Zum zweiten Mal gastierte die Schokoladenwerkstatt in der Kita, weil sie ein abwechslungsreiches Programm bietet und globale Themen mit lokalem Konsum verbindet. Eltern berichten nach der Teilnahme der Schokoladenwerkstatt von Kindern, die im Einzelhandel und in den Weltläden, die faire Schokolade suchen und an einen fairen Einkauf ihrer Eltern appellieren.
Pressemitteilung: Auf dem Weg zur Fairen Kita
In einer Veranstaltung informierten der Fairtrade Landkreis Mayen-Koblenz, die Fair Trade Stadt Koblenz und der Eine-Welt-Promotor des BUND Koblenz zahlreiche Kitas in der Region über Fairen Handel und wie Kitas die Auszeichnung „Faire Kita“ erlangen können.
Eine Faire Kita zeichnet sich dadurch aus, dass Globales Lernen und Fairer Handel zum Alltag der Kinder gehören. Durch die Verwendung von fairen Produkten in der Kita bekennen sich die Kitaleitungen, Erzieher*innen, Träger und Eltern zu einem fairen und nachhaltigen Konsum. Kinder lernen Zusammenhänge kennen, die ihr Weltverstehen und ihr Gerechtigkeitsempfinden schärfen. Sie lernen, mit Vielfalt respektvoll umzugehen und werden für ein Leben in der globalisierten Welt vorbereitet.
Frau Snead von der Fairen Kita „Kleine Arche“ in Lahnstein berichtete engagiert über ihre Erfahrungen in der Praxis und nahm den teilnehmenden Kitas die Sorge, dass der Arbeitsaufwand für die Auszeichnung als Faire Kita zu hoch sei. Das Gegenteil ist der Fall. Das Thema wird von den Kindern gut angenommen und eröffnet neue Möglichkeiten sich über Gerechtigkeit auszutauschen.
Frau Conzelmann-Stingl vom Verein Rhein.Main.Fair erläuterte ausführlich die Schritte, die notwendig sind, um als Faire Kita ausgezeichnet zu werden. Dazu gehören ein entsprechender Beschluss der Kita, ein Faires Kita-Team, die Verwendung von zwei fair gehandelten Produkten sowie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Fairer Handel“.
In Lahnstein, Koblenz, Vallendar, Neuwied, Mayen, Ochtendung, Andernach und Neuwied gibt es Weltläden, die Fachgeschäfte des Fairen Handels sind und Kitas gerne beim Einkauf fair gehandelter Produkte beraten.
„Die Rückmeldungen aus der Veranstaltung waren sehr positiv. Viele teilnehmende Kitas sind interessiert „Faire Kita“ zu werden und wollen ihr langjähriges Engagement im Fairen Handel auch auszeichnen lassen. Das ist auch ein Ergebnis des tollen Engagements des Fairtrade Landkreises Mayen-Koblenz und der Fair Trade Stadt Koblenz“, erklärt Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.
Für alle interessierten Kitas, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, besteht die Möglichkeit der Beratung unter folgenden Kontakten:
Projektstelle FaireKITA für Hessen & Rheinland-Pfalz
Katrin Conzelmann-Stingl
E-Mail: fairekita@rheinmainfair.org
https://www.rheinmainfair.org/
Bund für Umwelt-und Naturschutz Deutschland Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Regionalbüro Koblenz
Achim Trautmann
Regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung
Kornpfortstr. 15
56068 Koblenz
0176-158 694 53
FAIRE KITA - Wie werden wir das? Onlineveranstaltung
4.7.2023, 10 Uhr
Referent*innen:
Katrin Conzelmann-Stingl (Rhein.Main.Fair e.V./ Projekt FaireKITA)
Simone Snead (FaireKITA Kleine Arche Lahnstein)
Wolfgang Meyer (Weltladen Koblenz)
Moderation: Achim Trautmann (BUND Koblenz)
Anmeldungen per E-Mail an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Ernährungswende in der Region Koblenz, Teil 2: Braucht die Region Koblenz einen Ernährungsrat?
Online-Vernetzungsworkshop am Donnerstag den 25.05.2023 von 18:00 bis 20:00 Uhr
Herzliche Einladung zum zweiten Teil des Workshops "Ernährungswende in der Region Koblenz".
In diesem Teil wird der genaue Aufbau von Ernährungsräten vorgestellt und gezeigt, wie sich diese organisieren und ins Handeln kommen. Anschließend werden wir gemeinsam die nächsten Themen und Schritte für eine Ernährungswende in der Region Koblenz diskutieren und die Ergebnisse dokumentieren. Zu Beginn der Veranstaltung werden die Ergebnisse aus dem ersten Treffen im März vorgestellt, sodass auch gerne neue Teilnehmer*innen mitmachen können.
Anmeldungen bitte an: event@hfgg.de
Weitere Informationen zum Ablauf und den Referent*innen gibt es hier
Bericht zum Workshop Ernährungswende in der Region Koblenz am 10.März 2023
„Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“
Unter der Überschrift „Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“ entwickelten über 20 Teilnehmer*innen von Bildungsinstitutionen, NGOs, Unternehmen und Tagungsstätten eine Vision für eine Ernährungswende vor der nächsten Bundesgartenschau in der Region. Die Teilnehmer*innen betrachteten bei der Visionsentwicklung alle Bereiche der Wertschöpfungskette von der Produktion, Verarbeitung über den Handel bis hin zum Konsum und der Entsorgung. Gesellschaftlich notwendige Rahmenbedingungen wie Bildung und Politik wurden aber nicht außer Acht gelassen.
Die Zukunft einer Essbaren Stadt Koblenz sieht so aus, dass es innerstädtisch viele Hochbeete gibt, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Diese werden durch eine Salatstraße in den Rheinanlagen ergänzt. Außerdem wird es finanzielle Anreize geben, Steingärten in Gemüsebeete zu verwandeln. Das Haus des Genusses auf der Festung Ehrenbreitstein wird sich weiter entwickeln zu einem Haus der Ernährung, bei dem vielfältige Themen, Aktionen und Bildungsaktivitäten stattfinden.
Im Bildungsbereich werden 50 % vegetarische und vegane Speisen in den Einrichtungen angeboten und Ernährung wird regelmäßig im Unterricht verankert sein und durch ein naturnahes Lernen in der Landwirtschaft ergänzt.
Im Handel wurde die Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung entwickelt, die regionalen Betrieben und regionalen und fair gehandelten Erzeugnissen Entwicklungspotentiale in der Region bietet. Eine Markthalle mit eben diesen Betrieben, zentral in der Innenstadt, wie in anderen Städten, würde dies ermöglichen. Aber auch eine Vereinfachung bei der Kennzeichnung von ökologisch hergestellten Produkten aus der Region und aus dem Fairen Handel wurden gewünscht.
Damit weniger Abfall produziert wird, müssen Politik, Handel und Gastronomie tätig werden. Eine höhere Steuer für Abfälle wäre ein entsprechendes Element.
Es wurde schnell deutlich, dass die Teilnehmer*innen sich eine regelmäßige Vernetzung, wie in einem Ernährungsbündnis wünschen, damit die ersten Ideen für eine Ernährungswende in der Region Koblenz auch Wirklichkeit werden können.
Impressionen
Nachhaltige Beschaffung - Sommertour der Ministerpräsidentin
Bild: v.l.n.r. Achim Trautmann (BUND), Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz) und Kurt Krechel (Leiter Verpflegungsmanagement und Küchenleitung Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach)
Bildautorin: Sabine Yacoub
In der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach tauschte sich der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung mit der Ministerpräsidentin über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Beratung und Schulung von Kommunen, Zivilgesellschaft und anderen Gruppen zur nachhaltigen Beschaffung aus. Obwohl aufgrund unserer Tätigkeit Kommunen bereits Ratsbeschlüsse zur Beschaffung beschlossen haben, Kommunen sich für den Fairen Handel engagieren und zivilgesellschaftliche Gruppen Ideen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesellschaft entwickelt und umgesetzt haben, gibt es noch Forderungen an die Landespolitik. Ein gutes und transparentes Monitoring des Landes zur nachhaltigen Beschaffung wäre er ein erster notwendiger Schritt. Die Einrichtung einer Service- und Kompetenzstelle zur nachhaltigen Beschaffung beim Land sowie verbindlichere gesetzlichen Regelungen für soziale und ökologische Anforderungen beim öffentlichen Einkauf, könnten zur mehr Klimaschutz und einer gerechteren Globalisierung beitragen.
Der Küchenleiter der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach, Herr Krechel, erläuterte im Anschluss wie eine Umstellung auf regionale, fair gehandelte und Bio-Produkte in einer Großküche erfolgen kann. Dies ist ein beeindruckendes Beispiel für die Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Verpflegung.
Die lange Reise einer Kaffeebohne
Klima, Fairer Handel und nachhaltige Wirtschaft
Die Fair Trade Steuerungsgruppe der Stadt Koblenz begrüßte den Verein WissenLeben e.V. im Rahmen ihrer öko-fairen Kaffeeradeltour im Koblenzer Rathaus. Im Gepäck hatten sie 100 kg Kaffee, ökologisch angebaut und fair gehandelt, der aus Mittelamerika mit einem Frachtsegler nach Bremerhaven transportiert wurde. Der Verein Wissen Leben e.V. übernahm in Bremerhaven 100 kg der Kaffeeladung und radelt diesen mit E-Bikes nach Karlsruhe zur Vollversammlung der ökumenischen Kirche, um ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel zu setzen.
Frau Dr. Winter von WissenLeben e.V. stellte in ihrem kurzen Impuls die Dringlichkeit dar, mit der wir auf den spürbaren Klimawandel reagieren müssen. Dabei gilt es auch die soziale und globale Gerechtigkeit zu beachten. Mit ihrer Radtour setzen sie ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz und den Fairen Handel. In der anschließenden Diskussion wurden positive Beispiele aus Koblenz diskutiert wie der Koblenzer Radentscheid und seine Folgen oder die erfolgreiche Bewerbung als Fair Trade Stadt. Ein Umdenken in der Wirtschafts- und Finanzwelt sollte schnell erfolgen, damit wir unsere Lebensgrundlagen weiter erhalten können. Daran anschließend erklärte Walter Grambusch vom Regioverein Koblenz e.V. die regionale Währung RegioMark Rhein-Mosel, die ausschließlich in der Region zirkuliert, die regionalen Betriebe unterstützt und dabei noch soziale und kulturelle Initiativen fördert.
Öko-faire Kaffee-Radtour - ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel
Am 30.08.2022 treffen gegen 18:00 Uhr 15 Radler*innen am Koblenzer Rathaus ein. Im Gepäck haben sie 100 kg Kaffee, ökologisch angebaut und fair gehandelt, der aus Mittelamerika mit einem Frachtsegler nach Bremerhaven transportiert wurde. Der Verein Wissen Leben e.V. übernimmt in Bremerhaven 100 kg der Kaffeeladung und radelt diesen mit E-Bikes nach Karlsruhe zur Vollversammlung der ökumenischen Kirche, um ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel zu setzen. Die Tour startet am 22.08.2022 am Klimahaus in Bremerhaven mit einer Auftaktveranstaltung. Am Folgetag machen sich die Radler in 13 Tagesetappen auf den Weg nach Karlsruhe. Am Ende jeder Etappe ist ein Austausch mit den lokalen Akteuren des jeweiligen Etappenziels geplant. Am 30.08.2022 wird Koblenz das Etappenziel des 9. Tages sein. Die Fair Trade Stadt Koblenz freut sich über den Besuch der Gruppe und bietet ein kleines Rahmenprogramm zur Ankunft.
18:20 Uhr: Begrüßung durch die Fair Trade Steuerungsgruppe der Stadt Koblenz
18:30 Uhr: Vortrag von Frau Dr. Winter (Wissen Leben e.V.): „Kaffee, Kapital und Klima. Wie alles zusammenhängt. Eine kurze Zusammenfassung über die Hintergründe für die lange Reise einer Kaffeebohne"
18:45 Uhr: Austausch und Diskussion zum Fairen Handel und Klimaschutz in Koblenz
19:10 Uhr: Vortrag von Walter Grambusch (Regioverein Koblenz e.V.): „Die RegioMark Rhein-Mosel eine Regiowährung für Koblenz und die Region“
Interessierte sind herzlich willkommen. Anmeldung bitte per E-Mail an: hanna.jones(at)stadt.koblenz.de oder Tel.: 0261/129 1304
Details zur Tour finden Sie unter: https://www.wissenleben.de/anders-wandern/kaffeeradeln-2022/
Als Teil der Fair Trade Steuerungsgruppe Koblenz unterstützt der BUND Koblenz sehr gerne diese Veranstaltung!
Umweltschützer:innen Schutz gewähren - gewaltfreie schützende Begleitung durch pbi-Freiwillige vor Ort am Beispiel Honduras -
Vortrag und Diskussion mit Leticia Encinas Rosa von peace brigades international-Deutschland
Der BUND-Koblenz eröffnet mit einem Vortrag zum Schutz von Umweltschützer:innen am Beispiel des mittelamerikanischen Landes Honduras eine Informationsreihe zum deutschen und europäischen Lieferkettengesetz. Leticia Encinas Rosa von Peace Brigades International, Internationale Friedensbrigaden, PBI, berichtete am Mittwoch, 6. Juli, im evangelischen Jugendzentrum Am Moselring von ihrem gewaltfreien Einsatz zum Schutz bedrohter Frauen und Männer.
Online-Veranstaltung "Kirchliches Umweltmanagement am Beispiel des Grünen Hahns - Chancen und Möglichkeiten für Kirchen"
Die Online-Veranstaltung findet am 14.07.2022, um 18 Uhr, statt.
Mit der Online-Veranstaltung „Kirchliches Umweltmanagement – Der Grüne Hahn“ wollen wir Ihnen einen Einblick geben, wie solch ein kirchliches Umweltmanagement abläuft, was erforderlich ist um zertifiziert zu werden, was auf die jeweiligen Einrichtungen zukommt. Ein Praxisbericht einer bereits zertifizierten Kirchengemeinde soll Ihnen zeigen wie die Umsetzung dann tatsächlich in der Praxis abläuft und dass man trotz der Herausforderungen den Mut nicht verlieren muss.
Veranstalter sind:
• das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.,
• die Evangelische Kirche im Rheinland,
• die Katholische Erwachsenenbildung mit dem Themenschwerpunkt Schöpfung im Bistum Trier und
• der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz
Das genaue Programm entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer.
Wir bitten um eine Anmeldung (Name, Funktion, Kirchengemeinde/kirchliche Institution, die Sie vertreten) per E-Mail an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Die Einwahldaten zur Teilnahme senden wir Ihnen rechtzeitig vor der Veranstaltung zu.
Koblenz geht fair
Weltbewusste Stadtrundgänge suchen Welt-Retter*innen
Du wolltest schon immer ein wenig die Welt retten?
Du interessierst Dich für weltbewussten und nachhaltigen Konsum?
Du verfügst über etwas Zeit und möchtest Dich ehrenamtlich engagieren?
Dann bist Du bei uns genau richtig!
Für die weltbewussten Stadtrundgänge in Koblenz suchen wir Referent*innen, die mit interessierten Gruppen einen anderen Blick auf Koblenz werfen.
Welttag gegen Kinderarbeit
BUND Koblenz und Regioverein Koblenz für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz
Bild v.r.n.l.: Werner Huffer-Kilian, Irmgard Mader, Torsten Garate und Walter Grambusch.
Am 12.6.2022, dem Welttag gegen Kinderarbeit, haben der BUND Koblenz und der Regioverein Koblenz auf die aktuellen Schätzungen der UN hingewiesen, dass ca. 160 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen sind. Nicht nur aus diesem Grund setzen sich BUND und Regioverein für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz ein! Weitere Hintergrundinformationen und eine Petition sind unter https://lieferkettengesetz.de/ abrufbar.
Welt-Retter:innen gesucht!
Du wolltest schon immer ein wenig die Welt retten? Du interessierst Dich für alternativen und nachhaltigen Konsum? Du verfügst über etwas Zeit und möchtest Dich ehrenamtlich engagieren? Dann bist Du bei uns genau richtig!
Wir sind die Organisator:innen der alternativen Stadtrundgänge in Koblenz. Das sind der BUND Koblenz, der Verein gerechte Welt e.V. (Weltladen), der Verein Heimat schmeckt e.V., der Regioverein Koblenz und die Cusanus Hochschule.
Für die alternativen Stadtrundgänge in Koblenz suchen wir Referent:innen, die mit Schulklassen, Stadtteilgruppen, kirchliche Gruppen und anderen Interessierten einen anderen Blick auf Koblenz werfen. Ihr zeigt anhand der Themen Ernährung, Fairer Handel, Textilien, regionale Währung, Natursteine, Abfallvermeidung und Gemeinwohlökonomie welche Alternativen es in Koblenz gibt. Ihr erklärt was jeder individuell zu einer besseren, klimagerechten und global gerechten Welt beitragen kann, aber auch welchen Beitrag Politik leisten sollte.
Aber keine Angst! Wir werfen euch nicht ins kalte Wasser!
Wir bieten:
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Eine Schulung zum Kennenlernen der Inhalte
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Einen alternativen Stadtrundgang zum Kennenlernen der Umsetzung
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Eine individuelle Beratung durch Fachpersonal
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Einen regelmäßigen Austausch mit anderen Referent:innen und den Organisator:innen
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Eine Dankeschön-Veranstaltung der Organisator:innen
Du bist überzeugt und willst noch heute aktiv werden? Dann melde Dich beim Organisationsteam:
achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Du bist noch unsicher und möchtest einen alternativen Stadtrundgang kennenlernen? Am 4.5.2022, um 17 Uhr, hast Du die Möglichkeit dazu. Auch hier bitten wir Dich um eine Anmeldung beim Organisationsteam:
achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Herzlichen Dank!
RINGVORLESUNG Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme, 23.1.2023, 18:00 Uhr
Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung: Landwirtschaft auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft – Agrarökologische Impulse
Für die sozial-ökologische Transformation im Bereich Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme ist ein integratives Vorgehen vieler gesellschaftlicher Kräfte notwendig. So spielen hier komplexe Wechselbeziehungen zwischen der Produktion von Agrarrohstoffen, der Verarbeitung und des Transports ebenso eine Rolle wie Konsum und Umgang mit Lebensmitteln.
Mit: Prof. Daniela Gottschlich, Sophie Bauer (Cusanus Hochschule), Edda Treiber (Lokale Agenda 21 Trier), Achim Trautmann (BUND Koblenz)
Eine Veranstaltung von RENN.west in Kooperation mit der Cusanus Hochschule.
Koblenz wird Fair Trade Stadt – Fairen Handel in Koblenz stärken
Auszeichnungsfeier und Mitmach-Aktionen zum Fairen Handel
Die Stadt Koblenz beteiligt sich an der Fairtrade-Towns-Kampagne von Transfair e.V. Derzeit gibt es bundesweit bereits 782 Fair Trade Towns. Sie sollen den Fairen Handel auf kommunaler Ebene vorantreiben und das Bewusstsein hierfür stärken.
Die Stadt Koblenz hat ihre Bewerbung als „Fair Trade Stadt“ erfolgreich bei Transfair e.V. auf den Weg gebracht. Die Bestätigung darüber erhielt die Stadt bereits Ende September.
Am Samstag, 02. April 2022 findet die offizielle Auszeichnung als Fair Trade Stadt durch den Ehrenbotschafter von Transfair e.V., Manfred Holz, im großen Rathaussaal statt.
„Wir freuen uns über die bevorstehende Auszeichnung und sehen sie als Würdigung unseres Engagements für den Fairen Handel an. Zugleich ist sie auch unser Ansporn weiterhin die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen entlang der Lieferkette zu verbessern. Ausbeuterische Kinderarbeit, keine existenzsichernden Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen sind leider noch weit verbreitet. Der Faire Handel sorgt durch Dialog, Transparenz und Respekt für mehr Gerechtigkeit in den Handelsbeziehungen. Daher wollen wir als Stadt Koblenz Vorbild sein und den Fairen Handel stärken“, erklärt Oberbürgermeister David Langner.
Sein Dank gilt u.a. den Teilnehmenden der Fair-Trade-Steuerungsgruppe, die die Bewerbung vorbereitet haben und mit verschiedenen Aktionen den Fairen Handel in Koblenz präsentieren.
„Damit sich aber alle Koblenzerinnen und Koblenzer über den Fairen Handel informieren können, gibt es zwischen 12:00 und 15:00 Uhr zahlreiche Aktionen zum Mitmachen und Informationen auf dem Willi-Hörter-Platz. Dazu gehören u.a. der Streik der (Schoko-) Osterhasen für existenzsichernde Kakao-Preise, Torwandschießen und Gewinnspiele rund um den Fairen Handel. Neben der Fair Trade Steuerungsgruppe werden der Weltladen, der Regioverein, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die Evangelische Jugend Koblenz Pfaffendorf, Café-linO, Unverpackt Koblenz und EGON die Schülergenossenschaft des Eichendorff-Gymnasiums vertreten sein“, berichtet Bernd Bodewing vom Umweltamt der Stadt Koblenz.
Der Weltladen Koblenz wird mit einem Informationsstand vertreten sein. Er beteiligt sich im Zuge der Auszeichnungsfeier an der INKOTA-Oster-Aktion 2022. Deutschlandweit wollen Osterhasen gegen unfaire Schokolade auf die Straße gehen und gegen ungerechte Geschäftspraktiken protestieren - natürlich auch in der Fair Trade Stadt Koblenz. Am Stand und im Umfeld des Willi-Hörter-Platzes informieren dazu zwei Osterhasen und rufen zum "Streik" für existenzsichernde Kakaopreise und gegen Kinderarbeit bei der Kakao-Ernte auf. Es gibt umfangreiches Informationsmaterial zum Fairen Handel und natürlich kann faire Schokolade auch verkostet werden.
„Die Auszeichnung als Fair Trade Stadt ist für uns nur der Beginn unseres Engagements für die Sichtbarkeit des Fairen Handels in unserer Stadt. Wir wollen weitere Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsakteure, kirchliche Gruppen ermutigen sich dem Fairen Handel anzuschließen“, so Lea Zimmermann, Sprecherin der Fair Trade Steuerungsgruppe.
„Dass entwicklungspolitische Themen wie der Faire Handel, eine gerechte Globalisierung, Klimagerechtigkeit und eine sozial-ökologische Transformation in Koblenz an Bedeutung gewinnen, zeigt, dass es ein anderes Bewusstsein für diese Themen gibt. Auch zukünftig wird es zahlreiche Schulungs- und Beratungsangebote sowie Vernetzungstreffen zu diesen Themen geben. Nur so können wir uns den Herausforderungen einer sich stark verändernden Gesellschaft stellen, für die Nachhaltigkeit nicht nur eine Floskel ist“, erklärt Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung vom BUND Koblenz, abschließend.
Zur Fair Trade Steuerungsgruppe gehören Mitarbeitende der Stadtverwaltung Koblenz, der Koblenz Touristik, des Stadtmarketings, des Weltladens, des Unverpackt-Ladens, Mitglieder des Jugendrates, des Hilda-Gymnasiums, der Schülergenossenschaft EGON des Eichendorff-Gymnasiums, des BUND, des Koblenzer Regiovereins, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Universität sowie der evangelischen Jugend Koblenz-Pfaffendorf.
Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.koblenz.de/umwelt-und-planung/umwelt/lokale-agenda-21/fair-trade-stadt/
Der weltweite Erdüberlastungstag ist am 22.08.2020 – Mitmach-Aktionen im August
Foto Carsten Costard
Am 22. August 2020 ist der weltweite Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns ist der Tag in diesem Jahr um mehr als drei Wochen später als in 2019.
„Eine echte Nachhaltigkeit und eine wirkliche Ressourcenschonung erreichen wir aber nur durch strukturelle Veränderungen. Hier sind wir alle gefragt. Politik, Gesellschaft und jeder einzelne von uns. Daher bieten verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen, kirchliche Gruppen und Gewerkschaften bis zum 22.August verschiedene Mitmach-Aktionen an, damit jeder Einzelne etwas zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beitragen kann“, so der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung Achim Trautmann vom BUND Koblenz.
„Da ist für jeden etwas dabei. Einfach mal das Auto in der Garage stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit fahren oder sich eine Woche lang vegetarisch ernähren sind nur zwei Beispiele aus den zahlreichen Mitmach-Aktionen, die die verschiedenen Gruppen auf ihren Social Media Kanälen anbieten. Wir wollen zeigen, dass jeder seinen Beitrag leisten kann und viele Menschen dazu bereit sind“, erläutert Achim Trautmann.
Unter www.facebook.com/KoblenzBUND/ und www.instagram.com/bund_koblenz/ können die verschiedenen Mitmach-Aktionen eingesehen werden.
Am 22.08.2020 dem Erdüberlastungstag werden die Ergebnisse der Mitmach-Aktionen auf dem Agenda Sonnenmarkt in Mainz vorgestellt.
Beteiligte Organisationen:
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz
Bürgerstiftung Pfalz
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Bürgerinitiative Energiewende Mainz
Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland
ebasa e.V.
Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Rheinland-Pfalz
Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V.
Haus Wasserburg
Kolpingwerk Diözesanverband Mainz
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Lokale Agenda 21 Trier e.V.
Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V.
Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz
UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG
Verkehrsclub Rheinland-Pfalz
Weltladen-Dachverband
Pressemitteilung: Grabsteine aus ausbeuterischer Herstellung verbieten
DWK und BUND fordern Maßnahmen gegen Kinderarbeit
Fotograf Benjamin Pütter
Trier/Koblenz – Anlässlich des Internationalen Tags gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordern die Diözesanstelle Weltkirche (DWK) des Bistums Trier und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, auf ihren Friedhöfen Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten.
Nach Schätzungen gebe es weltweit über 150 Millionen Kinderarbeiter, berichtet Achim Trautmann vom BUND. Kinder graben im Kongo nach Coltan (Roherz, das zur Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht wird) für Handys, schuften auf Kakaoplantagen in Westafrika und knüpfen Teppiche in Afghanistan und Pakistan. Vor allem in Indien und China müssen Kinder auch gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeit in Steinbrüchen leisten, so Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche. Ursache sei, dass ihre Familien „in eine Art Schuldknechtschaft“ geraten, weil sie für Unterkunft und Lebensmittel an den Steinbruchbesitzer zahlen müssen. Die ganze Familie sei dann zur Arbeit gezwungen. Natursteine aus solchen Steinbrüchen würden auch in Deutschland als Grabsteine angeboten. Für Ludwig Kuhn ist es ein Widerspruch, „dass wir der Verstorbenen gedenken und dabei in Kauf nehmen, dass Grabsteine unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden“.
Faire Steine aus der Region sind ideal
Wer beim Steinmetz einen Grabstein in Auftrag gibt, kann nach der Herkunft fragen. „Ideal sind natürlich Steine aus der Region“, sagt Ludwig Kuhn; allerdings sind sie in der Regel auch teurer. Bei außereuropäischen Steinen bestätigen die Siegel „XertifiX“ und „Fair Stone“, dass sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Kommunen und Kirchengemeinden, die Träger von Friedhöfen sind, können seit diesem Jahr über die Friedhofsatzung Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit ausschließen; im Saarland wurde das Bestattungssetz 2010 entsprechend geändert, im Dezember vergangenen Jahres auch in Rheinland-Pfalz. Steinmetzbetriebe müssen dann die Herkunft der Steine nachweisen. Bei außereuropäischen Steinen sei ein entsprechendes Siegel Voraussetzung, dass der Stein auf dem Friedhof gesetzt werden dürfe.
Zum Tag gegen Kinderarbeit fordern die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier und der BUND Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, ihre Friedhofssatzungen entsprechend zu ändern. "Eine-Welt-Gruppen und Umweltgruppen wollen wir motivieren, auf ihre kommunalen Vertreter zuzugehen und eine Änderung der Friedhofssatzung anzustoßen“, so Ludwig Kuhn. Diözesanstelle Weltkirche und BUND haben die Arbeitsgemeinschaft „Faire Steine - keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ gegründet, die dabei beraten kann. Für die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es die Medienkiste „Faire Steine“. Weiterführende Informationen gibt es auf https://www.weltkirche.bistum-trier.de/mitmachen/faire-steine und auf https://koblenz.bund-rlp.de/themen-und-projekte/oeko-soziale-beschaffung/faire-steine-keine-steine-aus-ausbeuterischer-kinderarbeit/
Presseinformation: Nach Rana Plaza
Lieferkettengesetz notwendiger denn je
Am 24. April vor sieben Jahren stürzte das Fabrikgebäude Rana Plaza in Bangladesch ein. Tausende Mitarbeiterinnen in der Textilindustrie kamen ums Leben und über 2000 wurden verletzt. Damals ging ein Aufschrei um die Welt und es wurde versucht Verbesserungen bei den Lieferketten in der Textilbranche zu entwickeln. Mangelnder Arbeitsschutz und Sicherheitsbedingungen sowie unzureichender Lohn treten aber immer wieder bei der Herstellung unserer Kleidung auf.
In der globalen Textilindustrie profitieren die Auftraggeber*innen aus dem Globalen Norden von der Ausbeutung der Arbeiter*innen im Globalen Süden. Doch Verantwortung für die miserablen Arbeits- und Sicherheitsbedingungen im Ausland zu übernehmen, lehnen Firmen oftmals ab.
„Auch jetzt in Zeiten von Corona gibt es gravierende Auswirkungen für Millionen Arbeiterinnen in der Textilbranche im Globalen Süden. Denn Textilunternehmen stornieren gerade Aufträge in Milliardenhöhe. Dies hat für die Menschen in der Produktion unserer Kleidung erhebliche Auswirkungen: der Verlust des Jobs , keine Lohnfortzahlungen und kein Kurzarbeitergeld bedrohen auch ihre Existenz“, berichtet Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.
Ein Lieferkettengesetz würde Unternehmen dazu verpflichten, sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten in ihren Zulieferbetrieben wirksam einzusetzen. Gerade auch in Krisenzeiten. Dafür setzt sich seit vielen Monaten die Initiative Lieferkettengesetz ein. Die Petition für ein Lieferkettengesetz kann noch bis 30. Juni unterstützt werden unter www.lieferkettengesetz.de !
Aufstand der Osterhasen!
Foto: Lukas Keßler
Damit Menschenrechte nicht länger durch den Kakao gezogen werden, braucht es endlich einen gesetzlichen Rahmen!
Der BUND Koblenz unterstützt den Aufstand der Osterhasen. Die leckeren und fair gehandelten Hasen fordern auf Bundesebene ein Lieferkettengesetz und setzen so ein Zeichen gegen Gewinne ohne Gewissen.
Denn auf den Kakaoplantagen in Westafrika, wo die wichtigste Zutat für Schokolade angebaut wird, arbeiten rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen. Sie müssen schwere körperliche Arbeit leisten und sind nicht vor Pestiziden geschützt.
Informiere Dich jetzt und werde selbst aktiv, damit Dein Osterfest noch besser schmeckt!
Schon gehört? Damit Ihr in der aktuellen Situation nicht auf eure fairen Produkte verzichten müsst, hat der Weltladen Koblenz für Alle einen kostenlosen Lieferdienst organisiert. Ein Bestellformular zum Ausfüllen findet Ihr hier: www.weltladen-koblenz.de/lieferservice/
Neues von der Initiative Lieferkettengesetz
Die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz, der sich auch der BUND Bundesverband und der Landesverband Rheinland-Pfalz angeschlossen haben, spricht sich für eine gesetzliche Regelung aus, die Unternehmen entlang ihrer Lieferkette in die Pflicht nimmt.
Im Februar hat die Initiative ein eigenes Gutachten in die Debatte eingebracht, welches klar aufzeigt, dass ein Lieferkettengesetz für die Bundesregierung machbar und für Unternehmen umsetzbar ist!
Mehr Informationen zum Gutachten gibt es hier.
Auch wir in Rheinland-Pfalz bringen uns gerade aktiv ein und unterstützen die Initiative. Allerdings mussten wir jetzt zahlreiche Veranstaltungen in den nächsten Wochen und Monaten absagen und überlegen gerade, wie wir unsere Ideen, Aktionen und Inhalte in der Zukunft vermitteln können.
Ihr habt Interesse und wollt Euch beteiligen? Dann nehmt Kontakt auf:
Achim Trautmann
regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung
Pressemitteilung: Ausschluss von Kinderarbeit bei Grabsteinen ein überfälliger Schritt
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Koblenz begrüßt den Beschluss des rheinland-pfälzischen Landtags zur Änderung des Bestattungsgesetzes, um Grabsteine aus Kinderarbeit auf unseren Friedhöfen zu verhindern. Auf seiner Delegiertenversammlung 2017 hatte der Landesverband des BUND in einer Resolution auf die Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen hingewiesen. Die Verwendung von Produkten aus Kinderarbeit sollte vermieden und Kindern der Schulbesuch garantiert werden. Zusammen mit dem entwicklungspolitischen Landesnetzwerk ELAN e.V. und der Diözesanstelle der Weltkirche im Bistum Trier hat der BUND Koblenz immer wieder die Forderung nach einer Änderung des Bestattungsgesetzes gestellt.
„Wir sehen uns in unseren Bemühungen Grabsteine aus Kinderarbeit auf unseren Friedhöfen zu verhindern bestärkt und freuen uns über den Beschluss des Landtags. In Koblenz und der Region haben wir mit vielen öffentlichen Veranstaltungen und in Schulklassen über ausbeuterische Kinderarbeit in Steinbrüchen aufgeklärt und sind immer wieder auf erstaunte Gesichter getroffen“, erläutert Werner Huffer-Kilian vom BUND Koblenz.
„Andere Bundesländer verfügen schon länger über entsprechende Gesetzgebungen. Es ist nur logisch, dass Rheinland-Pfalz endlich nachgezogen hat und ein klares politisches Signal sendet. Schließlich gibt es in Deutschland für Natursteine zuverlässige Siegel, die ausbeuterische Kinderarbeit ausschließen“, erläutert Achim Trautmann vom BUND Koblenz.
„Aber dies kann nur ein erster Schritt sein. Das Land muss auch bei der öffentlichen Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen nachbessern und das Landestariftreuegesetz ändern. Deshalb sind wir auch Mitbegründer des Bündnisses Faire Vergabe Rheinland-Pfalz. Dieses Bündnis setzt sich für eine verbindliche gesetzliche Regelung ein, die alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Rheinland-Pfalz verpflichtet, ökologische und soziale Kriterien sowie die Menschenrechte entlang der Lieferkette zu berücksichtigen und zu kontrollieren“ erklärt Achim Trautmann abschließend.
Pressemitteilung: Unternehmensverantwortung eingefordert – Initiative Lieferkettengesetz
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz und das Haus Wasserburg stellten am Samstag, 19. Oktober, im Rahmen der dritten Wasserburger Rohstofftage in Vallendar die Initiative Lieferkettengesetz vor. Ein breites Bündnis von 17 kirchlichen, sozialen, gewerkschaftlichen und Umwelt-Organisationen rufen zu mehr Unternehmensverantwortung für Mensch und Natur auf.
„Wir treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden — auch im Ausland. Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir ein Lieferkettengesetz! Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften“, erläutert Werner Huffer-Kilian vom Dekanat Maifeld-Untermosel.
„Deshalb rufen wir dazu auf die Petition für Lieferkettengesetz unter https://lieferkettengesetz.de/ zu unterzeichnen und sich zu informieren. Zivilgesellschaftliche Gruppen und Vereine, die sich in der Region an der Initiative beteiligen möchten, können sich gerne bei uns im Regionalbüro melden“, so Achim Trautmann vom BUND Koblenz.
Gründung des Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz kauft öko-sozial ein! Für gute und faire Arbeitsbedingungen und konsequenten Umwelt- und Klimaschutz!
Im Rahmen einer Pressekonferenz haben der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz, der DGB Rheinland-Pfalz / Saarland und das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) gemeinsam mit dem Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland ihren Zusammenschluss zum Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz bekanntgegeben. Das Bündnis hat sich auf Initiative von BUND, DGB und ELAN gegründet. Das Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz will sich für eine verbindliche gesetzliche Regelung einsetzen, die alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Rheinland-Pfalz verpflichtet, ökologische und soziale Kriterien sowie die Menschenrechte entlang der Lieferkette zu berücksichtigen, zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren. Steuergelder dürfen nicht mehr für Produkte und Leistungen ausgegeben werden, bei denen nicht klar ist, ob Arbeits- und Menschenrechte eingehalten werden oder ob Tariftreue, gute Arbeit und ökologische Standards eine Rolle spielen.
Das gesamte öffentliche Auftragswesen in Deutschland beläuft sich auf etwa 460 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Bündnis ist der Überzeugung, dass der Staat sich als öffentlicher Auftraggeber bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht allein von Kostenüberlegungen leiten lassen darf. Er hat die demokratisch legitimierte Pflicht, die öffentliche Auftragsvergabe als politisches Lenkungsinstrument für soziale und ökologische Ziele einzusetzen.
Sabine Yacoub, Landesvorsitzende des BUND Rheinland-Pfalz:
„Während der Erdüberlastungstag im Kalender jedes Jahr ein Stück weiter nach vorne rückt und Millionen Menschen weltweit für den Klimaschutz auf die Straße gehen, liegt die Politik weit hinter den selbst gesteckten Klimazielen zurück. Es ist völlig klar, dass unsere Art zu wirtschaften den Planeten maßlos überfordert. Jeder ist dazu aufgerufen, seinen Beitrag zu leisten. Für den Staat ergibt sich aus seiner Vorbildfunktion jedoch die Verpflichtung, bewusster zu wirtschaften und zu konsumieren. Der Beitrag des Landes und des Bundes wäre aufgrund des jährlich für Beschaffungen eingesetzten Volumens beachtlich.“
Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland:
„Der Staat kann mit Tariftreue in der öffentlichen Auftragsvergabe einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass Tarifverträge zur Anwendung kommen!“ Tarifverträge sind das zentrale Instrument, um die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Von Gewerkschaften und Arbeitgebern verhandelte Tarifverträge sichern in erheblichem Maß den sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Sie sind der Maßstab für Transparenz und fairen Wettbewerb in Wirtschafts- und Arbeitswelt. Sie ermöglichen eine gerechtere Umverteilung und eine gerechte Teilhabe der Beschäftigten und ihrer Familien in der sozialen Marktwirtschaft. Zudem entlasten Tarifverträge den Staat, indem die Sozialpartner die Arbeitsbeziehungen eigenständig regeln und gemeinsam Konflikte lösen.“
Barbara Mittler, Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN):
„Eine nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichtete Beschaffung hat auch das Ziel, durch Dialog, Transparenz und Respekt mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel umzusetzen. Die Zahlung existenzsichernder Löhne bedeutet, die sozialen Rechte benachteiligter Produzent*innen und Arbeiter*innen zu stärken. Gemeinsam mit der Einhaltung von Umweltstandards würde dies – insbesondere in den Ländern des Südens – einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.“
Zum Hintergrund:
In der EU-Vergaberichtlinie von 2014 in Artikel 18 werden ökologische und soziale Kriterien als Vergabegrundsätze formuliert. Dies wurde von der Bundesrepublik im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in § 97 (3) aufgenommen und umgesetzt. Das gilt es nun auch auf Landesebene weiter zu verwirklichen. In der rheinland-pfälzischen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien innerhalb der öffentlichen Beschaffung von Land und Kommunen ebenfalls wichtiges Ziel. Es sollen beispielweise die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der Produktions- und Lieferketten verbindlich in Gesetzen verankert werden. Gleichzeitig sollen bis 2020 bereits 25 Kommunen Ratsbeschlüsse zur verpflichtenden öko-sozialen Beschaffung erlassen haben.
Die öffentliche Hand muss Innovationstreiber werden. Verwaltungen und ihre nachgelagerten Einrichtungen müssen verpflichtet werden, innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen einzukaufen. Auch bei der öffentlichen Beschaffung muss das Prinzip „besser statt billiger“ gelten. Ohne ausreichende soziale Standards bei der öffentlichen Auftragsvergabe besteht die Gefahr, dass diejenigen, die für den Staat Leistungen erbringen oder Waren produzieren, ein Einkommen haben, das ihren Bedarf nicht deckt. In der Konsequenz refinanziert der Staat Einsparungen bei öffentlichen Aufträgen dann durch höhere Sozialausgaben!
Mitglieder des Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz (Stand 09/2019)
Initiative Lieferkettengesetz
20.11.2019, 19 Uhr, KHG Koblenz
Der BUND Koblenz, der DGB Region Koblenz und das Haus Wasserburg laden Sie herzlich zur Vorstellung der Initiative Lieferkettengesetz ein. Die Veranstaltung findet am 20.11.2019, um 19 Uhr in der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz (Löhrrondell 1A, 56068 Koblenz) statt.
Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Trier – Workshop zu fair gehandelten Steinen
Bei der diesjährigen bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen der Sternsinger in Trier beteiligte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz am 29.12.2017 mit einem Workshop zum Thema fair gehandelte Steine, der auf die Bedingungen der Kinder und Jugendlichen in den Steinbrüchen von Indien aufmerksam macht.
Der Workshop wurde auf der Grundlage eines Angebotes des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes Rheinland-Pfalz von Tomasz Welke (Diözesanstelle Weltkirche Trier), Werner Huffer-Kilian (Dekanat Maifeld-Untermosel) und Achim Trautmann (BUND Koblenz) überarbeitet und stellte die Relevanz von Natursteinen in unserem Alltag in den Vordergrund.
In vier Workshops nahmen ca. 100 Sternsinger dieses Angebot an. Der Bischof Ackermann besuchte einen Workshop und nahm sich Zeit mit den Kindern und den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.
Bei Interesse bieten wir diesen Workshop auch gerne bei Ihnen an. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt zu uns auf: achim.trautmann(at)bund-rlp.de oder 0261-973 53 842
BUND Koblenz begrüßt Stadtratsbeschluss zur öko-sozialen Beschaffung
Der Koblenzer Stadtrat hat beschlossen, dass zukünftig beim Einkauf der Stadt auch ökologische und soziale Aspekte neben der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden sollen. Dies begrüßt der Bund für Umwelt und Naturschutz in Koblenz sehr.
Nachdem der Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, Achim Trautmann, im Herbst den Umweltausschuss über die Möglichkeiten einer ökologisch und sozial verantwortlichen Beschaffung informierte und im Anschluss es einen regen Austausch zu dem Thema gab, wurde nun gestern ein Beschluss des Stadtrates gefasst.
„Die bisherige Umstellung auf Recyclingpapier bei der Stadtverwaltung, der Ausschank von fair gehandeltem Kaffee bei Stadtratssitzungen und das bisher verwendete Merkblatt zum Ausschluss von Produkten aus Kinderarbeit sind eben nicht die einzigen Möglichkeiten eines sozialverantwortlichen Einkaufs.
Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzungen bei der Herstellung gibt es u.a. auch bei der Produktion von Textilien, Natursteinen, Bällen, Teppichen oder IT-Produkten. Bei vielen Produkten unseres täglichen Lebens ist nicht direkt ersichtlich, wie viel menschliches Leid mit Herstellung verbunden ist.
Kommunen in Deutschland haben sich bereits auf den Weg gemacht und kaufen fair gehandelte Produkte ein. Dazu gehören nicht nur der fair gehandelte Kaffee sondern auch fair gehandelte Dienstkleidung für kommunale MitarbeiterInnen, fair gehandelte Pflastersteine und vieles mehr.“, erklärt Trautmann.
„Der heutige Beschluss des Stadtrates ist für uns ein klares politisches Signal hin zu einer ökologischen und sozialverantwortlichen Beschaffung. Darüber freuen wir uns sehr und sind auf die zukünftige Umsetzung gespannt. Bei der Umsetzung stehen der Stadt unterstützend verschiedene Beratungsangebote wie der Kompass Nachhaltigkeit, die Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt, das Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz und der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz zur Verfügung.“, sagt Achim Trautmann.
Angebot an Weltläden, Fairhandelsakteure und NGOs zur Kommunalwahl 2019
Kommunale Entwicklungspolitik: Globale Verantwortung und lokales Handeln!
In diesem Jahr finden in Rheinland-Pfalz am 26. Mai 2019 Kommunalwahlen statt. Dies sollte zum Anlass genommen werden, um eine kommunale Entwicklungspolitik wieder stärker in den Fokus der Parteien zu stellen.
Denn in den letzten Jahren wurden zwar global wichtige entwicklungspolitische Fortschritte erzielt, aber trotzdem wird die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin größer und dies nicht nur in Ländern des globalen Südens. Immer noch leben ca. 800 Millionen Menschen weltweit in extremer Armut. Viele Erwerbstätige arbeiten unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und mit geringem Einkommen. In vielen Ländern sind u.a. geringe Schulbildung, hohe Müttersterblichkeit, Flucht, Vertreibung und massive Umwelt- und Klimaschäden entsprechende Folgen. Gerade der Klimawandel ist immer häufiger ein zentraler Grund für Menschen, ihre Heimat zu verlassen.
Unser Angebot an Weltläden, Fairhandelsakteure und NGOs:
Wir bieten Ihnen zusätzlich zu diesem Grundlagenpapier noch folgendes an: Wir
- suchen mit Ihnen in Ihrer Kommune nach Kooperationspartnern, die Sie unterstützen können;
- erarbeiten mit Ihnen Ihre spefizischen Forderungen an die Kommune;
- sammeln mit Ihnen die Antworten der Parteien und werten diese mit Ihnen aus;
- bieten Ihnen an, Diskussionsrunden mit den Parteien zur kommunalen Entwicklungspolitik zu organisieren und
- wollen nach der Wahl mit Ihnen die Kommunalpolitiker/innen in regelmäßigen Abständen an ihre Verprechen erinnern und damit die konkrete Kommunalpolitik beeinflussen.
Hier geht es zum Brief an die interessierten NGOs.
Hier geht es zum Grundlagenpapier der kommunalen Entwicklungspolitik.
Ihr Interesse wurde geweckt? Dann schreiben Sie uns eine E-mail: achim.trautmann@bund-rlp.de
Veranstaltung zur Multiplikatorenschulung zur Medienkiste "Faire Steine" des BUND
Am 01.02.2019 findet von 17:30-21:30 Uhr in der Pfarrei St. Franziskus, (Fröbelstr. 9) in Koblenz eine Multiplikatorenschulung zu unserer Medienkiste „Keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ statt. Veranstalter ist die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier.
Interessierte finden hier weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung.
Vortrag Kinderarbeit in Indien am 21.03.2018
Der BUND Koblenz und das Dekanat Maifeld-Untermosel laden alle interessierten Personen zu der Veranstaltung mit dem Kinderarbeitsexperten Benjamin Pütter am 21.03.2018, um 19.00 Uhr ins Dreikönigshaus (Kornpfortstr. 15) in Koblenz ein. Zu Beginn der Veranstaltung wird Michael Frein vom Referat Nachhaltigkeit beim MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU in RHEINLAND-PFALZ kurz darüber berichten, welche Nachhaltigkeitsstragie das Land Rheinland-Pfalz verfolgt.
„Obwohl Kinderarbeit verboten ist, arbeiten immer noch Millionen von Kindern unter schlechten Bedingungen für Waren, die wir kaufen und konsumieren. Benjamin Pütter reist seit vielen Jahren in Länder in denen Kinderarbeit vorkommt und deckt auf welches Leid sich hinter unserer Konsumwelt verbirgt. Er ist Berater für die Bereiche Kinderrechte und Kinderarbeit beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.
Wir werden aber auch Alternativen besprechen. Wie können VerbraucherInnen darauf achten keine Produkte aus Kinderarbeit zu kaufen. Welchen Beitrag können die Bundesländer und die Kommunen leisten, damit keine Waren aus Kinderarbeit von Ihnen eingekauft werden“, erklärt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.
Um eine Anmeldung unter achim.trautmann(at)bund-rlp.de oder unter 0261-97353842 wird gebeten.
Leer! Die nächste bitte!
Fotograf: Carsten Costard
Am 29. Juli 2019 ist der weltweite Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können.
Jedes Jahr rückt der globale Erdüberlastungstag im Kalender einige Tage nach vorne. Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen immer schneller.
Verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen riefen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf dem Gutenbergplatz/Theatervorplatz in Mainz die Bundesregierung, die Landesregierung und Bürger*innen auf, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung unseres Ressourcenverbrauchs einzusetzen.
„Beim Klimaschutz und bei der Nutzung unserer endlichen Ressourcen muss die Bundesregierung dringend handeln und aktiv werden, damit auch die zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft haben. Das zeigt uns schließlich auch die Fridays for Future-Bewegung, die uns ständig daran erinnert, dass jetzt ein Umdenken und Handeln stattfinden muss“, erklärt Christiane Steinmetz, Vorsitzende der Bürgerstiftung Pfalz.
„Die Erde besitzt kein unbegrenztes Angebot an natürlichen Ressourcen. Die Folgen unseres Verbrauches sind deutlich spürbar. Überfischte Meere, Insektensterben, der Verlust der Biodiversität, die Verschlechterung der Böden sowie eine Überlastung der Erde mit Treibhausemmissionen und Abfällen gehören zu den Folgen unseres Verbrauches. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Lebensweise ändern“, erläutert Sabine Yacoub, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Ein grenzenloses Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich. Wir leben aber nicht nur auf Kosten der zukünftigen Generationen, sondern auch auf Kosten der ärmeren Länder im globalen Süden, die beispielsweise in Form von Extremwetterereignissen noch stärker vom Klimawandel betroffen sind als wir in Deutschland.
„Wenn wir die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ernst nehmen, sollte es verbindliche und nachprüfbare Ziele beim Ressourcenverbrauch geben. Hier ist auch die Landesregierung gefordert, überprüfbare Ziele zu erarbeiten. Diese sollten nicht nur Energie- und Rohstoffeffizienz in den Vordergrund stellen, sondern auch eine Wirtschaftspolitik fördern, die nicht auf ständiges Wachstum setzt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt“, so Edda Treiber, Fachpromotorin für Umwelt und Entwicklung in Rheinland-Pfalz, und Achim Trautmann, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung der Region Koblenz.
Beteiligte Organisationen:
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz
Bürgerstiftung Pfalz
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BI-Energiewende Mainz
Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland
ebasa e.V.
Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Rheinland-Pfalz
Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V.
Haus Wasserburg
Katholische Landjugendbewegung Diözesanverband Mainz
Kolpingwerk Diözesanverband Mainz
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Lokale Agenda 21 Trier e.V.
Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V.
Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz
RLP Fachkreis für Migration und Entwicklung
UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG
Verkehrsclub Rheinhessen e.V.
Weltladen-Dachverband
Werde WELTfairÄNDERER
Fair kaufen - Konsumkritischer Stadtrundgang, 23.02.2018, 17.00 Uhr, Koblenz
In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Trier findet am 23.02.2018, um 17.00 Uhr, der nächste konsumkritische Stadtrundgang statt. Treffpunkt ist der Zentralplatz (vor der Stadtbibliothek) in Koblenz.
"Der konsumkritische Stadtrundgang erklärt Globalisierung und ihre Auswirkungen praxisnah und vor Ort in Koblenz. Dabei werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt.
Bei unserem Stadtrundgang werden wir die Pflastersteine auf den öffentlichen Plätzen kritisch hinterfragen, einen Blick in auf die Arbeitsbedingungen in der Steinindustrie in Asien werfen und aufzeigen, wo und wie wir alle Steine und Steingut fairer einkaufen können. Wir werden den Konsum von Handys betrachten und uns fragen woher die Rohstoffe stammen, wie diese abgebaut wurden und unter welchen Arbeitsbedingungen sie hergestellt wurden. Dann werfen wir noch einen Blick auf unsere Ernährung und zeigen auf, wieso biologische und regionale Produkte wichtig sind. Anhand des Regiogeldes wird anschließend gezeigt, wie die Unterstützung und Förderung von regionalen Unternehmen aussehen kann.
Der Stadtrundgang wird vom Weltladen Koblenz, dem Regioverein Koblenz, der BUNDjugend Koblenz, dem ISSO und dem BUND Koblenz, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung, durchgeführt."
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Über eine Anmeldung per Email an achim.trautmann(at)bund-rlp.de freuen wir uns.
Konsumkritischer Stadtrundgang
Kurz vor Weihnachten nahmen 15 Personen an einen konsumkritischen Stadtrundgang in der Koblenzer Altstadt teil. Bei einem solchen Stadtrundgang wird unser Konsum kritisch hinterfragt und Alternativen aufgezeigt. Dabei werden die Bürger durch Koblenz geführt, um anhand von öffentlichen Plätzen oder Geschäften mehr über unseren Konsum zu erfahren.
Der Rundgang startete vor dem Dreikönigshaus in Kornpfortstraße. Hier erfuhren die Teilnehmer mehr über das Institute for Social and Sustainable Oikonomics und welche start ups hier arbeiten und welche nachhaltigen Ideen hier ihren Ursprung hatten.
Über die Themen Regiogeld, Ernährung wurde ebenso berichtet wie über unseren Konsum von Textilien. Den Teilnehmern wurde ein Einblick in die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt wie mit der RegioMark die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt wird. Sie hatten auch die Möglichkeit in einen Textilgeschäft mit fair hergestellten Textilien zu stöbern.
Nach einem Austausch über die Arbeit und die Themen beim Weltladen Koblenz (Görresplatz) wurden noch die Herkunft vieler Natursteine (z.B. Pflastersteine) und die Arbeitsbedingungen von Menschen, die in den Steinbrüchen arbeiten angesprochen.
Die konsumkritischen Stadtrundgänge in Koblenz werden angeboten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz, dem Weltladen Koblenz, dem Regioverein, dem Verein Heimat schmeckt sowie dem ISSO und der BUNDjugend Koblenz.
Auch im Jahr 2018 wird es wieder Termine für die konsumkritische Stadtrundgänge geben.
Öko-soziale Beschaffung Thema in der Stadtverwaltung Koblenz
Von Kinderarbeit profitieren wir alle. Was wir gegen Kinderarbeit tun können. Benjamin Pütter (Kinderarbeitsexperte der Sternsinger) war zu Gast in der Region Koblenz
Benjamin Pütter
Das Kinderarbeit heute trotz eines weltweiten Verbotes immer noch vorkommt, davon berichtete Benjamin Pütter, der Berater der Sternsinger, auf seiner Vortragsreise in der Region Koblenz.
Das Dekanat Maifeld Untermosel und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Koblenz organisierten die Vortragsreise an Grundschulen und weiterführenden Schulen in der Region. Bei Abendveranstaltungen im Kloster Kühr und Dreikönigshaus in Koblenz konnte sich auch die Öffentlichkeit über Kinderarbeit in Indien informieren und was wir als VerbraucherInnen dagegen unternehmen können erfahren.
Die Gründe für Kinderarbeit in Indien sind neben Armut, nicht vorhandene oder schlechte Schulen, abwesende Väter und die Kultur in der die Kinder aufwachsen. So trägt das Kastenwesen Indiens mit dazu bei, dass Kinder gering geschätzt werden.
Was ist Kinderarbeit denn?
Die UN Kinderrechtskonvention hat in Artikel 32 das Recht der Kinder vor wirtschaftlicher und sozialer Ausbeutung geschützt.
Die International Labor Organisation an der Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind, legt Arbeitsgesetze fest und dort wurde1999 die ILO Konvention 182 „Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ unterschrieben.
Von Kinderarbeit spricht Benjamin Pütter dann, wenn Kinder unter 15 Jahren arbeiten müssen und nicht die Schule besuchen können. Wenn dies dann auch gesundheitsschädigend und ausbeuterisch ist, dann gehen Hilfswerke dagegen vor.
Kinderarbeit gibt es z.B. in der Produktion von Räucherstäbchen, in der Müllsortierung auf Müllhalden, in der Produktion von Zigaretten, in den Teppichmanufakturen, in Steinbrüchen und in der Produktion von Glasarmreifen. Oftmals müssen Kinder dort bis zu 11 Stunden täglich arbeiten und sind schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Dazu gehören u.a. das Einatmen von giftigen Dämpfen bei der Produktion von Glasarmreifen oder das Einatmen von Steinstaub beim Abbau von Steinen in den Steinbrüchen. Aber auch Verletzungen an Händen und Füßen oder Taubheit sind Folgen, denen die Kinder bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind.
Kinderarbeit nur zu verbieten wäre zynisch. Deshalb müssen auch Alternativen angeboten werden. Für Benjamin Pütter und die Hilfswerke ist die Befreiung von Kindern aus Sklaverei besonders wichtig. Aber die Befreiung ist nur ein erster Schritt. Eine angepasste Schulbildung und eine schulbegleitende Berufsausbildung sind ebenso wichtig, damit die Kinder sich eine Zukunft aufbauen können. Einkommen schaffende Maßnahmen für die Eltern sind ein weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit von Hilfswerken, die Pütter berät. Erst wenn Eltern genug verdienen, sehen sie sich auch nicht mehr gezwungen ihre Kinder zur Arbeit zu schicken.
Aber was können wir als VerbraucherInnen jetzt hier vor Ort in Deutschland tun? Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit oder generell ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen einkaufen!
Es lohnt sich also beim Einkauf darauf achten, wie diese Produkte hergestellt wurden. Unterstützung bieten uns dabei sogenannte Gütezeichenfinder oder Siegelportale. Unter www.labelonline.de und www.siegelklarheit.de und den entsprechenden Apps dazu, kann der Verbraucher auf einfache Weise nachvollziehen, was die einzelnen Gütezeichen aussagen und wie zuverlässig diese sind. Auch Kommunen achten heute schon darauf, wie sie bestimmte Produkte ausschreiben. Fair gehandelte Steine für Marktplätze oder fair gehandelte Dienstkleidung für kommunal Bedienstete sind möglich und werden bereits von Kommunen umgesetzt. In der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes werden bei der Zielsetzung auch Beschlüsse der Kommunen zur öko-sozialen Beschaffung aufgelistet. Dies stellte Michael Frein aus dem Referat Nachhaltigkeit beim MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU RHEINLAND-PFALZ vor.
„Gerade mit Blick auf die 2015 bei der UN Generalversammlung beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele und deren Umsetzung 2030 herrscht noch Handlungsbedarf. Wenn wir die Ziele Armut beenden, Bildung für alle sowie nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen ernst nehmen, dann müssen wir Kindern überall auf der Welt die Chance auf Bildung geben. Das geht aber nur, wenn die Eltern von ihrem Einkommen leben können und ihren Kindern so der Weg zur Schule nicht verschlossen bleibt“, erklärt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung des BUND, abschließend.
Konsumkritischer Stadtrundgang am 29.09.2018
Foto: Achim Trautmann
Im Rahmen des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Tradition Raiffeisen -Wirtschaft Neu Denken“ des Landmuseums auf der Festung Ehrenbreitstein bietet der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz in Kooperation mit dem Koblenzer Weltladen, dem CONTIGO Fairtrade Shop, dem ISSO und dem Regioverein Koblenz e.V. am 29.09.2018, um 11.00 Uhr den letzten konsumkritischen Stadtrundgang in diesem Jahr an. Treffpunkt ist der Jesuitenplatz in Koblenz.
Im konsumkritischen Stadtrundgang durch Koblenz für Jugendliche und Erwachsene werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt.
Warum sind beispielsweise Bio und regionale Produkte so wichtig? Wie können regionale Unternehmen unterstützt und gefördert werden und woher kommen eigentlich die Pflastersteine auf öffentlichen Plätzen?
Antworten darauf, positive Ansätze für mehr Verantwortung und eine etwas andere Perspektive auf die Stadt bekommen die Teilnehmer in diesem Stadtrundgang.
Anmeldungen bitte an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Medienkiste "Faire Steine - keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit"
Die Medienkiste ist Element in der Aktion „Keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“, bei der auch der Blick auf gesetzliche Regelungen gerichtet wird, um Produkte wie Grab- und Pflastersteine, die mit ausbeuterischer Kinderarbeit entstanden sind, auszuschließen und den Konsum und die Beschaffung von ökologischen und sozial verantwortlichen Produkten zu fördern.
Hier geht es zum Flyer der Medienkiste
„Das Kommunale Kaufhaus stellt sich vor - Möglichkeiten einer nachhaltigen Beschaffung“
Sie kennen das Kommunale Kaufhaus noch nicht? Oder Sie gehören schon zum Einkaufsverbund des Kommunalen Kaufhauses, wissen aber nicht wie Sie es nutzen können?
Mit dem Kommunalen Kaufhaus bietet die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH rheinland-pfälzischen Kommunen eine Einkaufsdienstleistung mit der Sie von Vorteilen eines Einkaufsverbundes profitieren können. Dies sind u.a. eine webbasierte Einkaufslösung, Preisvorteile durch Mengenbündelung, Personalentlastung, Reduzierung der Einkaufskosten sowie der Einfluss auf die Bestellung von nachhaltigen Produkten.
Deshalb laden wir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der Fairtrade Landkreis Mayen-Koblenz, Sie herzlich für den 30.10.2018 von 14.00 bis 15.30 Uhr in den Raum 126 der Kreisverwaltung des Fairtrade Landkreises Mayen-Koblenz (Bahnhofstr. 9, 56068 Koblenz) ein.
Referent ist Herr Klaus Faßnacht von der Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH.
Markt der Nachhaltigkeit 22.06.2019
Fairtrade Rosen - Flower Power - Stärkung von Frauen
Fairtrade Rosenaktion
Werner Huffer-Kilian (Pastoralreferent): "Ich freue mich an dieser Fairtrade Rose, weil ich sicher bin, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter unter gesunden Bedingungen diese Blumen produzieren."
Fairtrade Rosenaktion
Christel Grundschullehrerin und BUNDMitglied: "Ich freue mich an Fairtrade Blumen oder Blumen aus unserer Region, weil ich dann sicher bin, dass keine Kinder an der Herstellung beteiligt waren."
Fairtrade Rosenaktion
Quentin Messier (BUND Projekt Energiesparhelfer): "Weil Liebe nur fair sein kann!"
Beteiligungsplattform zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes
Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz und Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West (RENN.west) wurde die Dialogplattform #RLP2030 zur Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes vorgestellt.
Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung gehörten unterschiedlichen Vereinen aus Koblenz an, denen die Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen ist. Sie verfolgten die Erklärungen von Patrick Weirich (RENN.west/ ELAN e.V.) über den Aufbau und das Mitmachen bei dieser Dialogplattform. Erste Ideen für Verbesserungen der Nachhaltigkeitsziele des Landes wurden bereits erarbeitet und werden jetzt in die Dialogplattform eingearbeitet.
„Es freut uns zu sehen, wie viele Menschen die zukünftige Nachhaltigkeitsstrategie des Landes mit beeinflussen wollen und sich aktiv beteiligen mit ihren Verbesserungsvorschlägen. Wer mitmachen möchte kann sich unter https://www.rlp2030.de/ informieren, anmelden und beteiligen“, erklären Patrick Weirich (RENN.west/ ELAN e.V.) und Achim Trautmann (Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung)
Fair gehandelter Fußball an Schule in Kobern-Gondorf überreicht
Foto: Sandra Heiligers
Im Rahmen des Marktes der Nachhaltigkeit am 18.06.2018 in Koblenz haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz und der Weltladen Koblenz einen fair gehandelten Fußball an die Realschule Plus und Fachoberschule Untermosel in Kobern-Gondorf überreicht.
„Die Schule hatte in diesem Jahr bereits mehrfach den Kinderarbeitsexperten Benjamin Pütter zu Gast, der in verschiedenen Schulklassen über Kinderarbeit in Indien aufklärte und zu einem verantwortungsbewusstem Konsum aufrief. Dieses großes Interesse von Seiten der Schulleitung, des Lehrerkollegiums und der Schülerinnen und Schülerinnen hat uns dazu bewogen der Schule einen fair gehandelten Fußball zu überreichen“, so Werner Huffer-Kilian vom BUND Koblenz.
Die Übergabe erfolgte beim Torwandschießen mit fair gehandelten Fußbällen und einer Ausstellung über die Arbeitsbedingungen in der Produktion von Fußbällen während des Marktes der Nachhaltigkeit. „Mit dieser Aktion wollten wir gerade zu Beginn der Fußball Weltmeisterschaft darauf aufmerksam machen, wie UN-fair Fußbälle oftmals produziert werden. Insbesondere die Produktion von Fußbällen durch ausbeuterische Kinderarbeit muss beendet werden. Wir brauchen soziale, faire und ökologische Produktions-, Liefer- und Handelsbedingungen“, erklärt Nils Wiechmann, Projektkoordinator öko-soziale Beschaffung von ELAN e.V.
„Faire Bälle für Schulen und Vereine! Dies ist unsere Forderung, wenn Schulen und Vereine sich für den Einkauf eines Balls entscheiden. Mit diesem fair gehandelten Geschenk an die Realschule Plus und Fachoberschule Untermosel in Kobern-Gondorf wollen wir natürlich die Schulen anregen, über ihren Einkauf nachzudenken und dort wo sie selbst Entscheidungen über ihren Einkauf treffen können, auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen. Es hat uns sehr gefreut, dass bei der Übergabe des fairen Fußballs sowohl Schulleitung sowie die Lehrer- und Schülerschaft anwesend waren“, ergänzt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.
Faire Bälle für Schulen und Vereine! Pestalozzi Grundschule Koblenz wurde fair gehandelter Fußball überreicht
Foto: Achim Trautmann
Faire Bälle für Schulen und Vereine! Dies ist die Forderung von Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, wenn Schulen und Vereine sich für den Einkauf eines Balls entscheiden. „Wir werben gerade beim Einkauf von Kommunen und deren Einrichtungen für einen sozial verantwortlichen Einkauf. Dazu gehören auch fair gehandelte Fußbälle“, so Achim Trautmann.
Mit dem fair gehandelten Geschenk an die Pestalozzi Grundschule Koblenz will der BUND Koblenz Schulen anregen, über ihren Einkauf nachzudenken und dort wo sie selbst Entscheidungen über ihren Einkauf treffen können, auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen.
„Da die Klasse 4b der Pestalozzi Grundschule in Koblenz sich im letzten Schulhalbjahr in einem Vortrag über Kinderarbeit informierte, an einem konsumkritischen Stadtrundgang teilnahm und sich dabei über fair gehandelte Schokocreme erkundigte, schenken wir der Schule gerne diesen fair gehandelten Ball“, so Trautmann.
Alle interessierten Schulen und Vereine können sich für weitere Informationen und eine Beratung an den BUND Koblenz wenden: achim.trautmann(at)bund-rlp.de
Hintergrund:
„Während die Fußball Weltmeisterschaft gerade die Aufmerksamkeit vieler Sportbegeisterter auf sich zieht, wird vergessen, wie oftmals die Arbeitsbedingungen in der Produktion von Fußbällen aussehen. So werden ca. 70% der Fußbälle immer noch im pakistanischen Distrikt Sialkot von Hand genäht. Auch bei Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden am Tag, reicht das Einkommen der Näherinnen für die Ernährung einer Familie nicht aus“, erläutert Achim Trautmann.
Globale Gerechtigkeit, Fairer Handel und Klimaschutz beginnen in Koblenz!
Die Podiumsdiskussion „Global denken, lokal handeln“ mit Koblenzer Parteien war für die Veranstalter, den Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz sowie den Verein Gerechte Welt e.V. ein voller Erfolg. 40 Gäste verfolgten gespannt die Diskussion mit den Kommunalpolitkern zu einem sozialverantwortlichen und ökologischen Einkauf, der Unterstützung des Fairen Handels und über den Klimaschutz. Das Signal vieler Gäste: Sie wünschen sich eine Stadt, die eine ressourcenschonende, nachhaltige und emissionsarme Lebens- und Wirtschaftsweise in den Vordergrund stellt. Dabei muss die Wahrung der Menschenrechte und der Klimaschutz berücksichtigt werden.
Die Veranstalter hatten vorab die Parteien zu diesen Themenbereichen befragt. Die vorliegenden Antworten der Parteien können im folgenden Beitrag eingsehen werden.
Faire Mittagspause
„nachhaltig genießen - mach mit!“: Global denken, lokal handeln. #RLP2030“ Die neue Beteiligungsplattform zu der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes stellt sich vor!
16.04.2019, 19:00 Uhr, Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15) Koblenz
Die Dialogplattform #RLP2030 zur Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie ist seit dem 19. Februar 2019 online. Die Beteiligungsplattform informiert über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Ziele des Landes Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Kommentare, Kritik und Impulse aus der Zivilgesellschaft zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz zu sammeln. Die Strategie ist ein zentrales Instrument der Landesregierung zur Steuerung von Nachhaltiger Entwicklung und wird 2020 vom zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau veröffentlicht.
Nach einer Einführung in die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und des Landes Rheinland-Pfalz stellt uns Patrick Weirich (RENN.west / ELAN e.V.) die Dialogplattform #RLP2030 vor. Im Anschluss gibt es Gruppenarbeitsphasen
mit Thementischen (World Cafés) in denen Sie Ihre Wünsche und Forderungen an die zukünftige Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz erarbeiten und auf die neue Dialogplattform stellen können.
Wir freuen uns auf einen spannende Diskussionen.
Zur besseren Planung bitten wir Sie um eine Anmeldung per E-mail an achim.trautmann@bund-rlp.de
Afterwork | Nachhaltiger Einkauf
„nachhaltig genießen – mach mit!“
Eine Initiative des Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz e.V.
Donnerstag, 15. März 2018 | 19.00 – 20.30 Uhr | ISSO-Institut | Kornpfortstr. 15 56068 Koblenz
Kostenfrei
Inhalt
Können wir nachhaltig einkaufen und genießen? Welche Möglichkeiten gibt es in Koblenz nachhaltig einzukaufen? Gibt es Alternativen zum Neukauf von Produkten bei uns vor Ort? Sind Reparieren oder Leihen eine Option? Antworten auf diese Fragen werden in dem Afterwork mit dem Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung, Achim Trautmann, erarbeitet und erläutert.
Mit dem Afterwork startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz e.V. seine Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“
Sie sind herzlich eingeladen!
Netzwerktreffen der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ am 26.01.2018, 17.00 Uhr
Das nächste Netzwerktreffen der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ des BUND Koblenz findet am 26.01.2019, um 17.00 Uhr, im Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15) in Koblenz statt.
Neben dem Austausch von Terminen und Informationen der beteiligten Akteure zur Nachhaltigkeit in der Region stehen diesmal die Repair-Cafés, ein Workshopangebot für die Öffentlichkeitsarbeit und die aktuelle Planungen zum Markt der Nachhaltigkeit im Vordergrund.
Alle interessierten Akteure sind herzlich eingeladen.
Um eine Anmeldung an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de wird gebeten.
BUND Koblenz Mitveranstalter beim 3. Wasserburger Rohstofftag
Workshop Initiative Lieferkettengesetz
Am 19.10.2019 ist der BUND Koblenz wieder Mitveranstalter des Wasserburger Rohstofftags in Vallendar. Zusammen mit Günter Schönegg vom Haus Wasserburg bieten wir den Workshop "Initiative Lieferkettengesetz – auf dem Weg zur menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht für Unternehmen" an.