Kreisgruppe Koblenz
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Der weltweite Erdüberlastungstag ist am 22.08.2020 – Mitmach-Aktionen im August

Foto Carsten Costard

Am 22. August 2020 ist der weltweite Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns ist der Tag in diesem Jahr um mehr als drei Wochen später als in 2019.

„Eine echte Nachhaltigkeit und eine wirkliche Ressourcenschonung erreichen wir aber nur durch strukturelle Veränderungen. Hier sind wir alle gefragt. Politik, Gesellschaft und jeder einzelne von uns. Daher bieten verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen, kirchliche Gruppen und Gewerkschaften bis zum 22.August verschiedene Mitmach-Aktionen an, damit jeder Einzelne etwas zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beitragen kann“, so der regionale Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung Achim Trautmann vom BUND Koblenz.

„Da ist für jeden etwas dabei. Einfach mal das Auto in der Garage stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit fahren oder sich eine Woche lang vegetarisch ernähren sind nur zwei Beispiele aus den zahlreichen Mitmach-Aktionen, die die verschiedenen Gruppen auf ihren Social Media Kanälen anbieten. Wir wollen zeigen, dass jeder seinen Beitrag leisten kann und viele Menschen dazu bereit sind“, erläutert Achim Trautmann.

Unter www.facebook.com/KoblenzBUND/ und www.instagram.com/bund_koblenz/ können die verschiedenen Mitmach-Aktionen eingesehen werden.

Am 22.08.2020 dem Erdüberlastungstag werden die Ergebnisse der Mitmach-Aktionen auf dem Agenda Sonnenmarkt in Mainz vorgestellt.

Beteiligte Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz
Bürgerstiftung Pfalz
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Bürgerinitiative Energiewende Mainz
Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland
ebasa e.V.
Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Rheinland-Pfalz
Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V.
Haus Wasserburg
Kolpingwerk Diözesanverband Mainz
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Lokale Agenda 21 Trier e.V.
Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V.
Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz
UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG
Verkehrsclub Rheinland-Pfalz
Weltladen-Dachverband

Pressemitteilung: Grabsteine aus ausbeuterischer Herstellung verbieten

DWK und BUND fordern Maßnahmen gegen Kinderarbeit

Fotograf Benjamin Pütter

Trier/Koblenz – Anlässlich des Internationalen Tags gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordern die Diözesanstelle Weltkirche (DWK) des Bistums Trier und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, auf ihren Friedhöfen Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten.

Nach Schätzungen gebe es weltweit über 150 Millionen Kinderarbeiter, berichtet Achim Trautmann vom BUND. Kinder graben im Kongo nach Coltan (Roherz, das zur Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht wird) für Handys, schuften auf Kakaoplantagen in Westafrika und knüpfen Teppiche in Afghanistan und Pakistan. Vor allem in Indien und China müssen Kinder auch gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeit in Steinbrüchen leisten, so Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche. Ursache sei, dass ihre Familien „in eine Art Schuldknechtschaft“ geraten, weil sie für Unterkunft und Lebensmittel an den Steinbruchbesitzer zahlen müssen. Die ganze Familie sei dann zur Arbeit gezwungen. Natursteine aus solchen Steinbrüchen würden auch in Deutschland als Grabsteine angeboten. Für Ludwig Kuhn ist es ein Widerspruch, „dass wir der Verstorbenen gedenken und dabei in Kauf nehmen, dass Grabsteine unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden“.

Faire Steine aus der Region sind ideal

Wer beim Steinmetz einen Grabstein in Auftrag gibt, kann nach der Herkunft fragen. „Ideal sind natürlich Steine aus der Region“, sagt Ludwig Kuhn; allerdings sind sie in der Regel auch teurer. Bei außereuropäischen Steinen bestätigen die Siegel „XertifiX“ und „Fair Stone“, dass sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Kommunen und Kirchengemeinden, die Träger von Friedhöfen sind, können seit diesem Jahr über die Friedhofsatzung Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit ausschließen; im Saarland wurde das Bestattungssetz 2010 entsprechend geändert, im Dezember vergangenen Jahres auch in Rheinland-Pfalz. Steinmetzbetriebe müssen dann die Herkunft der Steine nachweisen. Bei außereuropäischen Steinen sei ein entsprechendes Siegel Voraussetzung, dass der Stein auf dem Friedhof gesetzt werden dürfe.

Zum Tag gegen Kinderarbeit fordern die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier und der BUND Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, ihre Friedhofssatzungen entsprechend zu ändern. "Eine-Welt-Gruppen und Umweltgruppen wollen wir motivieren, auf ihre kommunalen Vertreter zuzugehen und eine Änderung der Friedhofssatzung anzustoßen“, so Ludwig Kuhn. Diözesanstelle Weltkirche und BUND haben die Arbeitsgemeinschaft „Faire Steine - keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ gegründet, die dabei beraten kann. Für die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es die Medienkiste „Faire Steine“. Weiterführende Informationen gibt es auf https://www.weltkirche.bistum-trier.de/mitmachen/faire-steine und auf https://koblenz.bund-rlp.de/themen-und-projekte/oeko-soziale-beschaffung/faire-steine-keine-steine-aus-ausbeuterischer-kinderarbeit/

Presseinformation: Nach Rana Plaza

Lieferkettengesetz notwendiger denn je

Am 24. April vor sieben Jahren stürzte das Fabrikgebäude Rana Plaza in Bangladesch ein. Tausende Mitarbeiterinnen in der Textilindustrie kamen ums Leben und über 2000 wurden verletzt. Damals ging ein Aufschrei um die Welt und es wurde versucht Verbesserungen bei den Lieferketten in der Textilbranche zu entwickeln. Mangelnder Arbeitsschutz und Sicherheitsbedingungen sowie unzureichender Lohn treten aber immer wieder bei der Herstellung unserer Kleidung auf.

In der globalen Textilindustrie profitieren die Auftraggeber*innen aus dem Globalen Norden von der Ausbeutung der Arbeiter*innen im Globalen Süden. Doch Verantwortung für die miserablen Arbeits- und Sicherheitsbedingungen im Ausland zu übernehmen, lehnen Firmen oftmals ab.

„Auch jetzt in Zeiten von Corona gibt es gravierende Auswirkungen für Millionen Arbeiterinnen in der Textilbranche im Globalen Süden. Denn Textilunternehmen stornieren gerade Aufträge in Milliardenhöhe. Dies hat für die Menschen in der Produktion unserer Kleidung erhebliche Auswirkungen: der Verlust des Jobs , keine Lohnfortzahlungen und kein Kurzarbeitergeld bedrohen auch ihre Existenz“, berichtet Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.

Ein Lieferkettengesetz würde Unternehmen dazu verpflichten, sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten in ihren Zulieferbetrieben wirksam einzusetzen. Gerade auch in Krisenzeiten. Dafür setzt sich seit vielen Monaten die Initiative Lieferkettengesetz ein. Die Petition für ein Lieferkettengesetz kann noch bis 30. Juni unterstützt werden unter www.lieferkettengesetz.de !

Aufstand der Osterhasen!

Foto: Lukas Keßler

Damit Menschenrechte nicht länger durch den Kakao gezogen werden, braucht es endlich einen gesetzlichen Rahmen!

Der BUND Koblenz unterstützt den Aufstand der Osterhasen. Die leckeren und fair gehandelten Hasen fordern auf Bundesebene ein Lieferkettengesetz und setzen so ein Zeichen gegen Gewinne ohne Gewissen.

Denn auf den Kakaoplantagen in Westafrika, wo die wichtigste Zutat für Schokolade angebaut wird, arbeiten rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen. Sie müssen schwere körperliche Arbeit leisten und sind nicht vor Pestiziden geschützt.

Informiere Dich jetzt und werde selbst aktiv, damit Dein Osterfest noch besser schmeckt!

Schon gehört? Damit Ihr in der aktuellen Situation nicht auf eure fairen Produkte verzichten müsst, hat der Weltladen Koblenz für Alle einen kostenlosen Lieferdienst organisiert. Ein Bestellformular zum Ausfüllen findet Ihr hier: www.weltladen-koblenz.de/lieferservice/

Neues von der Initiative Lieferkettengesetz

Die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz, der sich auch der BUND Bundesverband und der Landesverband Rheinland-Pfalz angeschlossen haben, spricht sich für eine gesetzliche Regelung aus, die Unternehmen entlang ihrer Lieferkette in die Pflicht nimmt.

Im Februar hat die Initiative ein eigenes Gutachten in die Debatte eingebracht, welches klar aufzeigt, dass ein Lieferkettengesetz für die Bundesregierung machbar und für Unternehmen umsetzbar ist!

Mehr Informationen zum Gutachten gibt es hier.

Auch wir in Rheinland-Pfalz bringen uns gerade aktiv ein und unterstützen die Initiative. Allerdings mussten wir jetzt zahlreiche Veranstaltungen in den nächsten Wochen und Monaten absagen und überlegen gerade, wie wir unsere Ideen, Aktionen und Inhalte in der Zukunft vermitteln können.

Ihr habt Interesse und wollt Euch beteiligen? Dann nehmt Kontakt auf:

Achim Trautmann

regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung

achim.trautmann(at)bund-rlp.de

Pressemitteilung: Ausschluss von Kinderarbeit bei Grabsteinen ein überfälliger Schritt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Koblenz begrüßt den Beschluss des rheinland-pfälzischen Landtags zur Änderung des Bestattungsgesetzes, um Grabsteine aus Kinderarbeit auf unseren Friedhöfen zu verhindern. Auf seiner Delegiertenversammlung 2017 hatte der Landesverband des BUND in einer Resolution auf die Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen hingewiesen. Die Verwendung von Produkten aus Kinderarbeit sollte vermieden und Kindern der Schulbesuch garantiert werden. Zusammen mit dem entwicklungspolitischen Landesnetzwerk ELAN e.V. und der Diözesanstelle der Weltkirche im Bistum Trier hat der BUND Koblenz immer wieder die Forderung nach einer Änderung des Bestattungsgesetzes gestellt.

„Wir sehen uns in unseren Bemühungen Grabsteine aus Kinderarbeit auf unseren Friedhöfen zu verhindern bestärkt und freuen uns über den Beschluss des Landtags. In Koblenz und der Region haben wir mit vielen öffentlichen Veranstaltungen und in Schulklassen über ausbeuterische Kinderarbeit in Steinbrüchen aufgeklärt und sind immer wieder auf erstaunte Gesichter getroffen“, erläutert Werner Huffer-Kilian vom BUND Koblenz.

„Andere Bundesländer verfügen schon länger über entsprechende Gesetzgebungen. Es ist nur logisch, dass Rheinland-Pfalz endlich nachgezogen hat und ein klares politisches Signal sendet. Schließlich gibt es in Deutschland für Natursteine zuverlässige Siegel, die ausbeuterische Kinderarbeit ausschließen“, erläutert Achim Trautmann vom BUND Koblenz.

„Aber dies kann nur ein erster Schritt sein. Das Land muss auch bei der öffentlichen Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen nachbessern und das Landestariftreuegesetz ändern. Deshalb sind wir auch Mitbegründer des Bündnisses Faire Vergabe Rheinland-Pfalz. Dieses Bündnis setzt sich für eine verbindliche gesetzliche Regelung ein, die alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Rheinland-Pfalz verpflichtet, ökologische und soziale Kriterien sowie die Menschenrechte entlang der Lieferkette zu berücksichtigen und zu kontrollieren“ erklärt Achim Trautmann abschließend.

Pressemitteilung: Unternehmensverantwortung eingefordert – Initiative Lieferkettengesetz

Achim Trautmann (BUND Koblenz) und Günter Schönegg (Haus Wasserburg) bei der Vorstellung der Initiative Lieferkettengesetz.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz und das Haus Wasserburg stellten am Samstag, 19. Oktober, im Rahmen der dritten Wasserburger Rohstofftage in Vallendar die Initiative Lieferkettengesetz vor. Ein breites Bündnis von 17 kirchlichen, sozialen, gewerkschaftlichen und Umwelt-Organisationen rufen zu mehr Unternehmensverantwortung für Mensch und Natur auf.

„Wir treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden — auch im Ausland. Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir ein Lieferkettengesetz! Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften“, erläutert Werner Huffer-Kilian vom Dekanat Maifeld-Untermosel.

„Deshalb rufen wir dazu auf die Petition für Lieferkettengesetz unter https://lieferkettengesetz.de/ zu unterzeichnen und sich zu informieren. Zivilgesellschaftliche Gruppen und Vereine, die sich in der Region an der Initiative beteiligen möchten, können sich gerne bei uns im Regionalbüro melden“, so Achim Trautmann vom BUND Koblenz.

Gründung des Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz kauft öko-sozial ein! Für gute und faire Arbeitsbedingungen und konsequenten Umwelt- und Klimaschutz!

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz, der DGB Rheinland-Pfalz / Saarland und das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) gemeinsam mit dem Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland ihren Zusammenschluss zum Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz bekanntgegeben. Das Bündnis hat sich auf Initiative von BUND, DGB und ELAN gegründet. Das Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz will sich für eine verbindliche gesetzliche Regelung einsetzen, die alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Rheinland-Pfalz verpflichtet, ökologische und soziale Kriterien sowie die Menschenrechte entlang der Lieferkette zu berücksichtigen, zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren. Steuergelder dürfen nicht mehr für Produkte und Leistungen ausgegeben werden, bei denen nicht klar ist, ob Arbeits- und Menschenrechte eingehalten werden oder ob Tariftreue, gute Arbeit und ökologische Standards eine Rolle spielen.

Das gesamte öffentliche Auftragswesen in Deutschland beläuft sich auf etwa 460 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Bündnis ist der Überzeugung, dass der Staat sich als öffentlicher Auftraggeber bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht allein von Kostenüberlegungen leiten lassen darf. Er hat die demokratisch legitimierte Pflicht, die öffentliche Auftragsvergabe als politisches Lenkungsinstrument für soziale und ökologische Ziele einzusetzen.

Sabine Yacoub, Landesvorsitzende des BUND Rheinland-Pfalz:  
„Während der Erdüberlastungstag im Kalender jedes Jahr ein Stück weiter nach vorne rückt und Millionen Menschen weltweit für den Klimaschutz auf die Straße gehen, liegt die Politik weit hinter den selbst gesteckten Klimazielen zurück. Es ist völlig klar, dass unsere Art zu wirtschaften den Planeten maßlos überfordert. Jeder ist dazu aufgerufen, seinen Beitrag zu leisten. Für den Staat ergibt sich aus seiner Vorbildfunktion jedoch die Verpflichtung, bewusster zu wirtschaften und zu konsumieren. Der Beitrag des Landes und des Bundes wäre aufgrund des jährlich für Beschaffungen eingesetzten Volumens beachtlich.“

Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland:    
„Der Staat kann mit Tariftreue in der öffentlichen Auftragsvergabe einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass Tarifverträge zur Anwendung kommen!“ Tarifverträge sind das zentrale Instrument, um die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Von Gewerkschaften und Arbeitgebern verhandelte Tarifverträge sichern in erheblichem Maß den sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Sie sind der Maßstab für Transparenz und fairen Wettbewerb in Wirtschafts- und Arbeitswelt. Sie ermöglichen eine gerechtere Umverteilung und eine gerechte Teilhabe der Beschäftigten und ihrer Familien in der sozialen Marktwirtschaft. Zudem entlasten Tarifverträge den Staat, indem die Sozialpartner die Arbeitsbeziehungen eigenständig regeln und gemeinsam Konflikte lösen.“

Barbara Mittler, Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN):        
„Eine nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichtete Beschaffung hat auch das Ziel, durch Dialog, Transparenz und Respekt mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel umzusetzen. Die Zahlung existenzsichernder Löhne bedeutet, die sozialen Rechte benachteiligter Produzent*innen und Arbeiter*innen zu stärken. Gemeinsam mit der Einhaltung von Umweltstandards würde dies – insbesondere in den Ländern des Südens – einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.“

Zum Hintergrund:      

In der EU-Vergaberichtlinie von 2014 in Artikel 18 werden ökologische und soziale Kriterien als Vergabegrundsätze formuliert. Dies wurde von der Bundesrepublik im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in § 97 (3) aufgenommen und umgesetzt. Das gilt es nun auch auf Landesebene weiter zu verwirklichen. In der rheinland-pfälzischen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien innerhalb der öffentlichen Beschaffung von Land und Kommunen ebenfalls wichtiges Ziel. Es sollen beispielweise die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der Produktions- und Lieferketten verbindlich in Gesetzen verankert werden. Gleichzeitig sollen bis 2020 bereits 25 Kommunen Ratsbeschlüsse zur verpflichtenden öko-sozialen Beschaffung erlassen haben.

Die öffentliche Hand muss Innovationstreiber werden. Verwaltungen und ihre nachgelagerten Einrichtungen müssen verpflichtet werden, innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen einzukaufen. Auch bei der öffentlichen Beschaffung muss das Prinzip „besser statt billiger“ gelten. Ohne ausreichende soziale Standards bei der öffentlichen Auftragsvergabe besteht die Gefahr, dass diejenigen, die für den Staat Leistungen erbringen oder Waren produzieren, ein Einkommen haben, das ihren Bedarf nicht deckt. In der Konsequenz refinanziert der Staat Einsparungen bei öffentlichen Aufträgen dann durch höhere Sozialausgaben!

Mitglieder des Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz (Stand 09/2019)

  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.
  • Deutscher Gewerkschaftsbund, Bezirk Rheinland-Pfalz / Saarland
  • Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz e. V.
  • Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
  • Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier
  • Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) der Evangelischen Kirche im Rheinland

Ansprechpartner:

Erik Dolch (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN e. V.), Telefon 06131 / 972 08 67, E-Mail: beschaffung@elan-rlp.de)

Marc Ferder (Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinland-Pfalz / Saarland, Telefon 06131 / 28 16 32, E-Mail: marc.ferder@dgb.de)

Achim Trautmann (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V., Telefon 0261 / 973 538 42, E-Mail: achim.trautmann@bund-rlp.de)

Hier geht`s zur Erklärung des Bündnis Faire Vergabe Rheinland-Pfalz

Initiative Lieferkettengesetz

20.11.2019, 19 Uhr, KHG Koblenz

Der BUND Koblenz, der DGB Region Koblenz und das Haus Wasserburg laden Sie herzlich zur Vorstellung der Initiative Lieferkettengesetz ein. Die Veranstaltung findet am 20.11.2019, um 19 Uhr in der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz (Löhrrondell 1A, 56068 Koblenz) statt.
 

Weitere Informationen

Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Trier – Workshop zu fair gehandelten Steinen

Bei der diesjährigen bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen der Sternsinger in Trier beteiligte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz am 29.12.2017 mit einem Workshop zum Thema fair gehandelte Steine, der auf die Bedingungen der Kinder und Jugendlichen in den Steinbrüchen von Indien aufmerksam macht.

Der Workshop wurde auf der Grundlage eines Angebotes des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes Rheinland-Pfalz von Tomasz Welke (Diözesanstelle Weltkirche Trier), Werner Huffer-Kilian (Dekanat Maifeld-Untermosel) und Achim Trautmann (BUND Koblenz) überarbeitet und stellte die Relevanz von Natursteinen in unserem Alltag in den Vordergrund.

In vier Workshops nahmen ca. 100 Sternsinger dieses Angebot an. Der Bischof Ackermann besuchte einen Workshop und nahm sich Zeit mit den Kindern und den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.

Bei Interesse bieten wir diesen Workshop auch gerne bei Ihnen an. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt zu uns auf: achim.trautmann(at)bund-rlp.de oder 0261-973 53 842 

BUND Koblenz begrüßt Stadtratsbeschluss zur öko-sozialen Beschaffung

Der Koblenzer Stadtrat hat beschlossen, dass zukünftig beim Einkauf der Stadt auch ökologische und soziale Aspekte neben der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden sollen. Dies begrüßt der Bund für Umwelt und Naturschutz in Koblenz sehr.

Nachdem der Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, Achim Trautmann, im Herbst den Umweltausschuss über die Möglichkeiten einer ökologisch und sozial verantwortlichen Beschaffung informierte und im Anschluss es einen regen Austausch zu dem Thema gab, wurde nun gestern ein Beschluss des Stadtrates gefasst.

„Die bisherige Umstellung auf Recyclingpapier bei der Stadtverwaltung, der Ausschank von fair gehandeltem Kaffee bei Stadtratssitzungen und das bisher verwendete Merkblatt zum Ausschluss von Produkten aus Kinderarbeit sind eben nicht die einzigen Möglichkeiten eines sozialverantwortlichen Einkaufs.

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzungen bei der Herstellung gibt es u.a. auch bei der Produktion von Textilien, Natursteinen, Bällen, Teppichen oder IT-Produkten. Bei vielen Produkten unseres täglichen Lebens ist nicht direkt ersichtlich, wie viel menschliches Leid mit Herstellung verbunden ist.

Kommunen in Deutschland haben sich bereits auf den Weg gemacht und kaufen fair gehandelte Produkte ein. Dazu gehören nicht nur der fair gehandelte Kaffee sondern auch fair gehandelte Dienstkleidung für kommunale MitarbeiterInnen, fair gehandelte Pflastersteine und vieles mehr.“, erklärt Trautmann.

„Der heutige Beschluss des Stadtrates ist für uns ein klares politisches Signal hin zu einer ökologischen und sozialverantwortlichen Beschaffung. Darüber freuen wir uns sehr und sind auf die zukünftige Umsetzung gespannt. Bei der Umsetzung stehen der Stadt unterstützend verschiedene Beratungsangebote wie der Kompass Nachhaltigkeit, die Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt, das Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz und der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz zur Verfügung.“, sagt Achim Trautmann. 

Angebot an Weltläden, Fairhandelsakteure und NGOs zur Kommunalwahl 2019

Kommunale Entwicklungspolitik: Globale Verantwortung und lokales Handeln!

In diesem Jahr finden in Rheinland-Pfalz am 26. Mai 2019 Kommunalwahlen statt. Dies sollte zum Anlass genommen werden, um eine kommunale Entwicklungspolitik wieder stärker in den Fokus der Parteien zu stellen.

Denn in den letzten Jahren wurden zwar global wichtige entwicklungspolitische Fortschritte erzielt, aber trotzdem wird die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin größer und dies nicht nur in Ländern des globalen Südens. Immer noch leben ca. 800 Millionen Menschen weltweit in extremer Armut. Viele Erwerbstätige arbeiten unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und mit geringem Einkommen. In vielen Ländern  sind u.a. geringe Schulbildung, hohe Müttersterblichkeit, Flucht, Vertreibung und massive Umwelt- und Klimaschäden entsprechende Folgen. Gerade der Klimawandel ist immer häufiger ein zentraler Grund für Menschen, ihre Heimat zu verlassen.


Unser Angebot an Weltläden, Fairhandelsakteure und NGOs:

Wir bieten Ihnen zusätzlich zu diesem Grundlagenpapier noch folgendes an:   Wir

  • suchen mit Ihnen in Ihrer Kommune nach Kooperationspartnern, die Sie unterstützen können;

  • erarbeiten mit Ihnen Ihre spefizischen Forderungen an die Kommune;

  • sammeln mit Ihnen die Antworten der Parteien und werten diese mit Ihnen aus;

  • bieten Ihnen an, Diskussionsrunden mit den Parteien zur kommunalen Entwicklungspolitik zu organisieren und

  • wollen nach der Wahl mit Ihnen die Kommunalpolitiker/innen in regelmäßigen Abständen an ihre Verprechen erinnern und damit die konkrete Kommunalpolitik beeinflussen. 

Hier geht es zum Brief an die interessierten NGOs.

Hier geht es zum Grundlagenpapier der kommunalen Entwicklungspolitik.

Ihr Interesse wurde geweckt? Dann schreiben Sie uns eine E-mail: achim.trautmann@bund-rlp.de

Veranstaltung zur Multiplikatorenschulung zur Medienkiste "Faire Steine" des BUND

Am 01.02.2019 findet von 17:30-21:30 Uhr in der Pfarrei St. Franziskus, (Fröbelstr. 9) in Koblenz eine Multiplikatorenschulung zu unserer Medienkiste „Keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ statt. Veranstalter ist die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier.

Interessierte finden hier weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung.

Hier geht es zum Flyer der Medienkiste

Vortrag Kinderarbeit in Indien am 21.03.2018

Der BUND Koblenz und das Dekanat Maifeld-Untermosel laden alle interessierten Personen zu der Veranstaltung mit dem Kinderarbeitsexperten Benjamin Pütter am 21.03.2018, um 19.00 Uhr ins Dreikönigshaus (Kornpfortstr. 15) in Koblenz ein. Zu Beginn der Veranstaltung wird Michael Frein vom Referat Nachhaltigkeit beim MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU in RHEINLAND-PFALZ kurz darüber berichten, welche Nachhaltigkeitsstragie das Land Rheinland-Pfalz verfolgt.

 „Obwohl Kinderarbeit verboten ist, arbeiten immer noch Millionen von Kindern unter schlechten Bedingungen für Waren, die wir kaufen und konsumieren. Benjamin Pütter reist seit vielen Jahren in Länder in denen Kinderarbeit vorkommt und deckt auf welches Leid sich hinter unserer Konsumwelt verbirgt. Er ist Berater für die Bereiche Kinderrechte und Kinderarbeit beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

 Wir werden aber auch Alternativen besprechen. Wie können VerbraucherInnen darauf achten keine Produkte aus Kinderarbeit zu kaufen. Welchen Beitrag können die Bundesländer und die Kommunen leisten, damit keine Waren aus Kinderarbeit von Ihnen eingekauft werden“, erklärt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.

 Um eine Anmeldung unter achim.trautmann(at)bund-rlp.de oder unter 0261-97353842 wird gebeten. 

Leer! Die nächste bitte!

Fotograf: Carsten Costard

Am 29. Juli 2019 ist der weltweite Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht wurden, die alle Ökosysteme auf der Erde im Jahr erneuern können.

Jedes Jahr rückt der globale Erdüberlastungstag im Kalender einige Tage nach vorne. Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen immer schneller.

Verschiedene Umwelt- und Bildungsorganisationen riefen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf dem Gutenbergplatz/Theatervorplatz in Mainz die Bundesregierung, die Landesregierung und Bürger*innen auf, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung unseres Ressourcenverbrauchs einzusetzen.

„Beim Klimaschutz und bei der Nutzung unserer endlichen Ressourcen muss die Bundesregierung dringend handeln und aktiv werden, damit auch die zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft haben. Das zeigt uns schließlich auch die Fridays for Future-Bewegung, die uns ständig daran erinnert, dass jetzt ein Umdenken und Handeln stattfinden muss“, erklärt Christiane Steinmetz, Vorsitzende der Bürgerstiftung Pfalz.

„Die Erde besitzt kein unbegrenztes Angebot an natürlichen Ressourcen. Die Folgen unseres Verbrauches sind deutlich spürbar. Überfischte Meere, Insektensterben, der Verlust der Biodiversität, die Verschlechterung der Böden sowie eine Überlastung der Erde mit Treibhausemmissionen und Abfällen gehören zu den Folgen unseres Verbrauches. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Lebensweise ändern“, erläutert Sabine Yacoub, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Ein grenzenloses Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich. Wir leben aber nicht nur auf Kosten der zukünftigen Generationen, sondern auch auf Kosten der ärmeren Länder im globalen Süden, die beispielsweise in Form von Extremwetterereignissen noch stärker vom Klimawandel betroffen sind als wir in Deutschland.

„Wenn wir die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ernst nehmen, sollte es verbindliche und nachprüfbare Ziele beim Ressourcenverbrauch geben. Hier ist auch die Landesregierung gefordert, überprüfbare Ziele zu erarbeiten. Diese sollten nicht nur Energie- und Rohstoffeffizienz in den Vordergrund stellen, sondern auch eine Wirtschaftspolitik fördern, die nicht auf ständiges Wachstum setzt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt“, so Edda Treiber, Fachpromotorin für Umwelt und Entwicklung in Rheinland-Pfalz, und Achim Trautmann, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung der Region Koblenz.

Beteiligte Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz
Bürgerstiftung Pfalz
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
BI-Energiewende Mainz
Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland
ebasa e.V.
Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Rheinland-Pfalz
Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V.
Haus Wasserburg
Katholische Landjugendbewegung Diözesanverband Mainz
Kolpingwerk Diözesanverband Mainz
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Lokale Agenda 21 Trier e.V.
Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V.
Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz
RLP Fachkreis für   Migration und Entwicklung
UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG
Verkehrsclub Rheinhessen e.V.
Weltladen-Dachverband
Werde WELTfairÄNDERER
 

Fair kaufen - Konsumkritischer Stadtrundgang, 23.02.2018, 17.00 Uhr, Koblenz

In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Trier findet am 23.02.2018, um 17.00 Uhr, der nächste konsumkritische Stadtrundgang statt. Treffpunkt ist der Zentralplatz (vor der Stadtbibliothek) in Koblenz.

"Der konsumkritische Stadtrundgang erklärt Globalisierung und ihre Auswirkungen praxisnah und vor Ort in Koblenz. Dabei werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt.

Bei unserem Stadtrundgang werden wir die Pflastersteine auf den öffentlichen Plätzen kritisch hinterfragen, einen Blick in auf die Arbeitsbedingungen in der Steinindustrie in Asien werfen und aufzeigen, wo und wie wir alle Steine und Steingut fairer einkaufen können. Wir werden den Konsum von Handys betrachten und uns fragen woher die Rohstoffe stammen, wie diese abgebaut wurden und unter welchen Arbeitsbedingungen sie hergestellt wurden. Dann werfen wir noch einen Blick auf unsere Ernährung und zeigen auf, wieso biologische und regionale Produkte wichtig sind. Anhand des Regiogeldes wird anschließend gezeigt, wie die Unterstützung und Förderung von regionalen Unternehmen aussehen kann.

Der Stadtrundgang wird vom Weltladen Koblenz, dem Regioverein Koblenz, der BUNDjugend Koblenz, dem ISSO und dem BUND Koblenz, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung, durchgeführt."

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Über eine Anmeldung per Email an achim.trautmann(at)bund-rlp.de freuen wir uns. 

Konsumkritischer Stadtrundgang

Kurz vor Weihnachten nahmen 15 Personen an einen konsumkritischen Stadtrundgang in der Koblenzer Altstadt teil. Bei einem solchen Stadtrundgang wird unser Konsum kritisch hinterfragt und Alternativen aufgezeigt. Dabei werden die Bürger durch Koblenz geführt, um anhand von öffentlichen Plätzen oder Geschäften mehr über unseren Konsum zu erfahren.

Der Rundgang startete vor dem Dreikönigshaus in Kornpfortstraße. Hier erfuhren die Teilnehmer mehr über das Institute for Social and Sustainable Oikonomics und welche start ups hier arbeiten und welche nachhaltigen Ideen hier ihren Ursprung hatten.

Über die Themen Regiogeld, Ernährung wurde ebenso berichtet wie über unseren Konsum von Textilien. Den Teilnehmern wurde ein Einblick in die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt wie mit der RegioMark die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt wird. Sie hatten auch die Möglichkeit in einen Textilgeschäft mit fair hergestellten Textilien zu stöbern.

Nach einem Austausch über die Arbeit und die Themen beim Weltladen Koblenz (Görresplatz) wurden noch die Herkunft vieler Natursteine (z.B. Pflastersteine) und die Arbeitsbedingungen von Menschen, die in den Steinbrüchen arbeiten angesprochen.

Die konsumkritischen Stadtrundgänge in Koblenz werden angeboten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz, dem Weltladen Koblenz, dem Regioverein, dem Verein Heimat schmeckt sowie dem ISSO und der BUNDjugend Koblenz.

Auch im Jahr 2018 wird es wieder Termine für die konsumkritische Stadtrundgänge geben. 

Öko-soziale Beschaffung Thema in der Stadtverwaltung Koblenz

Am 08.12.2017 fand in der Stadtverwaltung Koblenz eine Schulung zu den Themen "Grundlagen der öko-sozialen Beschaffung" und "Einige Aspekte der Arbeitsbedingungen in Steinbrüchen am Beispiel Indien" statt.  

Von Kinderarbeit profitieren wir alle. Was wir gegen Kinderarbeit tun können. Benjamin Pütter (Kinderarbeitsexperte der Sternsinger) war zu Gast in der Region Koblenz

Benjamin Pütter

Das Kinderarbeit heute trotz eines weltweiten Verbotes immer noch vorkommt, davon berichtete Benjamin Pütter, der Berater der Sternsinger, auf seiner Vortragsreise in der Region Koblenz.
Das Dekanat Maifeld Untermosel und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Koblenz organisierten die Vortragsreise an Grundschulen und weiterführenden Schulen in der Region. Bei Abendveranstaltungen im Kloster Kühr und Dreikönigshaus in Koblenz konnte sich auch die Öffentlichkeit über Kinderarbeit in Indien informieren und was wir als VerbraucherInnen dagegen unternehmen können erfahren.
Die Gründe für Kinderarbeit in Indien sind neben Armut, nicht vorhandene oder schlechte Schulen, abwesende Väter und die Kultur in der die Kinder aufwachsen. So trägt das Kastenwesen Indiens mit dazu  bei, dass Kinder gering geschätzt werden.

Was ist Kinderarbeit denn?
Die UN Kinderrechtskonvention hat in Artikel 32 das Recht der Kinder vor wirtschaftlicher und sozialer Ausbeutung geschützt.
Die International Labor Organisation an der Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind, legt Arbeitsgesetze fest und dort wurde1999 die ILO Konvention 182 „Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ unterschrieben.
Von Kinderarbeit spricht Benjamin Pütter dann, wenn Kinder unter 15 Jahren arbeiten müssen und nicht die Schule besuchen können. Wenn dies dann auch gesundheitsschädigend und ausbeuterisch ist, dann gehen Hilfswerke dagegen vor.

Kinderarbeit gibt es z.B. in der Produktion von Räucherstäbchen, in der Müllsortierung auf Müllhalden, in der Produktion von Zigaretten, in den Teppichmanufakturen, in Steinbrüchen und in der Produktion von Glasarmreifen. Oftmals müssen Kinder dort bis zu 11 Stunden täglich arbeiten und sind schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Dazu gehören u.a. das Einatmen von giftigen Dämpfen bei der Produktion von Glasarmreifen oder das Einatmen von Steinstaub beim Abbau von Steinen in den Steinbrüchen. Aber auch Verletzungen an Händen und Füßen oder Taubheit sind Folgen, denen die Kinder bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind.
Kinderarbeit nur zu verbieten wäre zynisch. Deshalb müssen auch Alternativen angeboten werden. Für Benjamin Pütter und die Hilfswerke ist die Befreiung von Kindern aus Sklaverei besonders wichtig. Aber die Befreiung ist nur ein erster Schritt. Eine angepasste Schulbildung und eine schulbegleitende Berufsausbildung sind ebenso wichtig, damit die Kinder sich eine Zukunft aufbauen können. Einkommen schaffende Maßnahmen für die Eltern sind ein weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit von Hilfswerken, die Pütter berät. Erst wenn Eltern genug verdienen, sehen sie sich auch nicht mehr gezwungen ihre Kinder zur Arbeit zu schicken.
Aber was können wir als VerbraucherInnen jetzt hier vor Ort in Deutschland tun? Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit oder generell ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen einkaufen!
Es lohnt sich also beim Einkauf darauf achten, wie diese Produkte hergestellt wurden. Unterstützung bieten uns dabei sogenannte Gütezeichenfinder oder Siegelportale. Unter www.labelonline.de und www.siegelklarheit.de und den entsprechenden Apps dazu, kann der Verbraucher auf einfache Weise nachvollziehen, was die einzelnen Gütezeichen aussagen und wie zuverlässig diese sind. Auch Kommunen achten heute schon darauf, wie sie bestimmte Produkte ausschreiben. Fair gehandelte Steine für Marktplätze oder fair gehandelte Dienstkleidung für kommunal Bedienstete sind möglich und werden bereits von Kommunen umgesetzt. In der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes werden bei der Zielsetzung auch Beschlüsse der Kommunen zur öko-sozialen Beschaffung aufgelistet. Dies stellte Michael Frein aus dem Referat Nachhaltigkeit beim MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU RHEINLAND-PFALZ vor.

„Gerade mit Blick auf die 2015 bei der UN Generalversammlung beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele und deren Umsetzung 2030 herrscht noch Handlungsbedarf. Wenn wir die Ziele Armut beenden, Bildung für alle sowie nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen ernst nehmen, dann müssen wir Kindern überall auf der Welt die Chance auf Bildung geben. Das geht aber nur, wenn die Eltern von ihrem Einkommen leben können und ihren Kindern so der Weg zur Schule nicht verschlossen bleibt“, erklärt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung des BUND, abschließend. 

Konsumkritischer Stadtrundgang am 29.09.2018

Foto: Achim Trautmann

Im Rahmen des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Tradition Raiffeisen  -Wirtschaft Neu Denken“ des Landmuseums auf der Festung Ehrenbreitstein bietet der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz in Kooperation mit dem Koblenzer Weltladen, dem CONTIGO Fairtrade Shop, dem ISSO und dem Regioverein Koblenz e.V. am 29.09.2018, um 11.00 Uhr den letzten konsumkritischen Stadtrundgang in diesem Jahr an. Treffpunkt ist der Jesuitenplatz in Koblenz.

Im konsumkritischen Stadtrundgang durch Koblenz für Jugendliche und Erwachsene werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt.

Warum sind beispielsweise Bio und regionale Produkte so wichtig? Wie können regionale Unternehmen unterstützt und gefördert werden und woher kommen eigentlich die Pflastersteine auf öffentlichen Plätzen?
Antworten darauf, positive Ansätze für mehr Verantwortung und eine etwas andere Perspektive auf die Stadt bekommen die Teilnehmer in diesem Stadtrundgang.

Anmeldungen bitte an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de

Medienkiste "Faire Steine - keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit"

Die Medienkiste ist Element in der Aktion „Keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“, bei der auch der Blick auf gesetzliche Regelungen gerichtet wird, um Produkte wie Grab- und Pflastersteine, die mit ausbeuterischer Kinderarbeit entstanden sind, auszuschließen und den Konsum und die Beschaffung von ökologischen und sozial verantwortlichen Produkten zu fördern.

Hier geht es zum Flyer der Medienkiste

„Das Kommunale Kaufhaus stellt sich vor - Möglichkeiten einer nachhaltigen Beschaffung“

Sie kennen das Kommunale Kaufhaus noch nicht? Oder Sie gehören schon zum Einkaufsverbund des Kommunalen Kaufhauses, wissen aber nicht wie Sie es nutzen können?
Mit dem Kommunalen Kaufhaus bietet die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH rheinland-pfälzischen Kommunen eine Einkaufsdienstleistung mit der Sie von Vorteilen eines Einkaufsverbundes profitieren können. Dies sind u.a. eine webbasierte Einkaufslösung, Preisvorteile durch Mengenbündelung, Personalentlastung, Reduzierung der Einkaufskosten sowie der Einfluss auf die Bestellung von nachhaltigen Produkten.

Deshalb laden wir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der Fairtrade Landkreis Mayen-Koblenz, Sie herzlich für den 30.10.2018 von 14.00 bis 15.30 Uhr in den Raum 126 der Kreisverwaltung des Fairtrade Landkreises Mayen-Koblenz  (Bahnhofstr. 9, 56068 Koblenz) ein.

Referent ist Herr Klaus Faßnacht von der Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH.

Hier geht es zur Einladung

Markt der Nachhaltigkeit 22.06.2019

Fairtrade Rosen - Flower Power - Stärkung von Frauen

Der Chor NEUE STIMMEN Vallendar freut sich an Fairtrade Rosen. Das Zusammenspiel von Produzent und Konsument schafft schöne Harmonien, wenn alles fair und gerecht zugeht.

Der BUND Koblenz unterstützt in diesem Jahr die Fairtrade Rosenaktion.

 

Fairtrade Rosenaktion

Werner Huffer-Kilian (Pastoralreferent): "Ich freue mich an dieser Fairtrade Rose, weil ich sicher bin, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter unter gesunden Bedingungen diese Blumen produzieren."

Fairtrade Rosenaktion

Christel Grundschullehrerin und BUNDMitglied: "Ich freue mich an Fairtrade Blumen oder Blumen aus unserer Region, weil ich dann sicher bin, dass keine Kinder an der Herstellung beteiligt waren."

Fairtrade Rosenaktion

Quentin Messier (BUND Projekt Energiesparhelfer): "Weil Liebe nur fair sein kann!"

Beteiligungsplattform zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes

Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz und Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West (RENN.west) wurde die Dialogplattform #RLP2030 zur Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes vorgestellt.

Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung gehörten unterschiedlichen Vereinen aus Koblenz an, denen die Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen ist. Sie verfolgten die Erklärungen von Patrick Weirich (RENN.west/ ELAN e.V.) über den Aufbau und das Mitmachen bei dieser Dialogplattform. Erste Ideen für Verbesserungen der Nachhaltigkeitsziele des Landes wurden bereits erarbeitet und werden jetzt in die Dialogplattform eingearbeitet.

„Es freut uns zu sehen, wie viele Menschen die zukünftige Nachhaltigkeitsstrategie des Landes mit beeinflussen wollen und sich aktiv beteiligen mit ihren Verbesserungsvorschlägen. Wer mitmachen möchte kann sich unter https://www.rlp2030.de/ informieren, anmelden und beteiligen“, erklären Patrick Weirich (RENN.west/ ELAN e.V.) und Achim Trautmann (Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung)

 

Fair gehandelter Fußball an Schule in Kobern-Gondorf überreicht

Foto: Sandra Heiligers

Im Rahmen des Marktes der Nachhaltigkeit am 18.06.2018 in Koblenz haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz und der Weltladen Koblenz einen fair gehandelten Fußball an die Realschule Plus und Fachoberschule Untermosel in Kobern-Gondorf überreicht.

Die Schule hatte in diesem Jahr bereits mehrfach den Kinderarbeitsexperten Benjamin Pütter zu Gast, der in verschiedenen Schulklassen über Kinderarbeit in Indien aufklärte und zu einem verantwortungsbewusstem Konsum aufrief. Dieses großes Interesse von Seiten der Schulleitung, des Lehrerkollegiums und der Schülerinnen und Schülerinnen hat uns dazu bewogen der Schule einen fair gehandelten Fußball zu überreichen“, so Werner Huffer-Kilian vom BUND Koblenz.

Die Übergabe erfolgte beim Torwandschießen mit fair gehandelten Fußbällen und einer Ausstellung über die Arbeitsbedingungen in der Produktion von Fußbällen während des Marktes der Nachhaltigkeit. „Mit dieser Aktion wollten wir gerade zu Beginn der Fußball Weltmeisterschaft darauf aufmerksam machen, wie UN-fair Fußbälle oftmals produziert werden. Insbesondere die Produktion von Fußbällen durch ausbeuterische Kinderarbeit muss beendet werden. Wir brauchen soziale, faire und ökologische Produktions-, Liefer- und Handelsbedingungen“, erklärt Nils Wiechmann, Projektkoordinator öko-soziale Beschaffung von ELAN e.V.

„Faire Bälle für Schulen und Vereine! Dies ist unsere Forderung, wenn Schulen und Vereine sich für den Einkauf eines Balls entscheiden. Mit diesem fair gehandelten Geschenk an die Realschule Plus und Fachoberschule Untermosel in Kobern-Gondorf wollen wir natürlich die Schulen anregen, über ihren Einkauf nachzudenken und dort wo sie selbst Entscheidungen über ihren Einkauf treffen können, auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen. Es hat uns sehr gefreut, dass bei der Übergabe des fairen Fußballs sowohl Schulleitung sowie die Lehrer- und Schülerschaft anwesend waren“, ergänzt Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.

Faire Bälle für Schulen und Vereine! Pestalozzi Grundschule Koblenz wurde fair gehandelter Fußball überreicht

Foto: Achim Trautmann

Faire Bälle für Schulen und Vereine! Dies ist die Forderung von Achim Trautmann, Regionalpromotor öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, wenn Schulen und Vereine sich für den Einkauf eines Balls entscheiden. „Wir werben gerade beim Einkauf von Kommunen und deren Einrichtungen für einen sozial verantwortlichen Einkauf. Dazu gehören auch fair gehandelte Fußbälle“, so Achim Trautmann.

Mit dem fair gehandelten Geschenk an die Pestalozzi Grundschule Koblenz will der BUND Koblenz Schulen anregen, über ihren Einkauf nachzudenken und dort wo sie selbst Entscheidungen über ihren Einkauf treffen können, auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen.

Da die Klasse 4b der Pestalozzi Grundschule in Koblenz sich im letzten Schulhalbjahr in einem Vortrag über Kinderarbeit informierte, an einem konsumkritischen Stadtrundgang teilnahm und sich dabei über fair gehandelte Schokocreme erkundigte, schenken wir der Schule gerne diesen fair gehandelten Ball“, so Trautmann.

Alle interessierten Schulen und Vereine können sich für weitere Informationen und eine Beratung an den BUND Koblenz wenden: achim.trautmann(at)bund-rlp.de

Hintergrund:

Während die Fußball Weltmeisterschaft gerade die Aufmerksamkeit vieler Sportbegeisterter auf sich zieht, wird vergessen, wie oftmals die Arbeitsbedingungen in der Produktion von Fußbällen aussehen. So werden ca. 70% der Fußbälle immer noch im pakistanischen Distrikt Sialkot von Hand genäht. Auch bei Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden am Tag, reicht das Einkommen der Näherinnen für die Ernährung einer Familie nicht aus“, erläutert Achim Trautmann. 

Globale Gerechtigkeit, Fairer Handel und Klimaschutz beginnen in Koblenz!

Die Podiumsdiskussion „Global denken, lokal handeln“ mit Koblenzer Parteien war für die Veranstalter, den Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz sowie den Verein Gerechte Welt e.V. ein voller Erfolg. 40 Gäste verfolgten gespannt die Diskussion mit den Kommunalpolitkern zu einem sozialverantwortlichen und ökologischen Einkauf, der Unterstützung des Fairen Handels und über den Klimaschutz. Das Signal vieler Gäste: Sie wünschen sich eine Stadt, die eine ressourcenschonende, nachhaltige und emissionsarme Lebens- und Wirtschaftsweise in den Vordergrund stellt. Dabei muss die Wahrung der Menschenrechte und der Klimaschutz berücksichtigt werden.

Die Veranstalter hatten vorab die Parteien zu diesen Themenbereichen befragt. Die vorliegenden Antworten der Parteien können im folgenden Beitrag eingsehen werden.

Faire Mittagspause

Im Rahmen der Fairen Woche hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Koblenz zur Fairen Mittagspause die Hausgemeinschaft im Dreikönigenhaus eingeladen.

Neben fair gehandelten Getränken und Snacks wurde die Faire Woche vorgestellt und sich zum Fairen Handel ausgetauscht.

„nachhaltig genießen - mach mit!“: Global denken, lokal handeln. #RLP2030“ Die neue Beteiligungsplattform zu der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes stellt sich vor!

16.04.2019, 19:00 Uhr, Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15) Koblenz

Die Dialogplattform #RLP2030 zur Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie ist seit dem 19. Februar 2019 online. Die Beteiligungsplattform informiert über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Ziele des Landes Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Kommentare, Kritik und Impulse aus der Zivilgesellschaft zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz zu sammeln. Die Strategie ist ein zentrales Instrument der Landesregierung zur Steuerung von Nachhaltiger Entwicklung und wird 2020 vom zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau veröffentlicht.


Nach einer Einführung in die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und des Landes Rheinland-Pfalz stellt uns Patrick Weirich (RENN.west / ELAN e.V.) die Dialogplattform #RLP2030 vor. Im Anschluss gibt es Gruppenarbeitsphasen
mit Thementischen (World Cafés) in denen Sie Ihre Wünsche und Forderungen an die zukünftige Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz erarbeiten und auf die neue Dialogplattform stellen können.


Wir freuen uns auf einen spannende Diskussionen.


Zur besseren Planung bitten wir Sie um eine Anmeldung per E-mail an achim.trautmann@bund-rlp.de 

Afterwork | Nachhaltiger Einkauf

nachhaltig genießen – mach mit!“

Eine Initiative des Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz e.V.

Donnerstag, 15. März 2018 | 19.00 – 20.30 Uhr | ISSO-Institut | Kornpfortstr. 15 56068 Koblenz

Kostenfrei

Inhalt

Können wir nachhaltig einkaufen und genießen? Welche Möglichkeiten gibt es in Koblenz nachhaltig einzukaufen? Gibt es Alternativen zum Neukauf von Produkten bei uns vor Ort? Sind Reparieren oder Leihen eine Option? Antworten auf diese Fragen werden in dem Afterwork mit dem Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung, Achim Trautmann, erarbeitet und erläutert.

Mit dem Afterwork startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Koblenz e.V. seine Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“

Sie sind herzlich eingeladen! 

Netzwerktreffen der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ am 26.01.2018, 17.00 Uhr

Das nächste Netzwerktreffen der Initiative „nachhaltig genießen – mach mit!“ des BUND Koblenz findet am 26.01.2019, um 17.00 Uhr, im Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15) in Koblenz statt.

Neben dem Austausch von Terminen und Informationen der beteiligten Akteure zur Nachhaltigkeit in der Region stehen diesmal die Repair-Cafés, ein Workshopangebot für die Öffentlichkeitsarbeit und die aktuelle Planungen zum Markt der Nachhaltigkeit im Vordergrund.

Alle interessierten Akteure sind herzlich eingeladen.

Um eine Anmeldung an: achim.trautmann(at)bund-rlp.de wird gebeten. 

Initiative Lieferketengesetz

BUND Koblenz Mitveranstalter beim 3. Wasserburger Rohstofftag

Workshop Initiative Lieferkettengesetz

Am 19.10.2019 ist der BUND Koblenz wieder Mitveranstalter des Wasserburger Rohstofftags in Vallendar. Zusammen mit Günter Schönegg vom Haus Wasserburg bieten wir den Workshop "Initiative Lieferkettengesetz – auf dem Weg zur menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht für Unternehmen" an.

Weitere Infos zum Wasserburger Rohstofftag