Vernetzungsworkshop: Ernährungswende in der Region Koblenz 30.9.2023

Austausch mit der Stadt Koblenz und dem Ernährungsrat Köln

Der nächste Vernetzungsworkshop zur Ernährungswende in der Region Koblenz findet am 30.09.2023 statt. Diesmal haben wir Vertreter*innen der Stadtverwaltung Koblenz und des Ernährungsrats Köln zu Gast!

Ort: Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz)

Eine Ernährungswende in der Region Koblenz kann nur gelingen, wenn möglichst viele Akteur*innen von Beginn an beteiligt werden. Dem Wunsch nach einem Austausch mit der Stadtverwaltung Koblenz über bestehende Erfolge und Herausforderungen zur Ernährung in der Region, kommen wir in diesem Workshop gerne nach.

Weitere Informationen

Bericht zum Workshop Ernährungswende in der Region Koblenz am 10.März 2023

„Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“

Unter der Überschrift „Die Region Koblenz wird 2029 für das nachhaltigste Ernährungssystem in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet“ entwickelten über 20 Teilnehmer*innen von Bildungsinstitutionen, NGOs, Unternehmen und Tagungsstätten eine Vision für eine Ernährungswende vor der nächsten Bundesgartenschau in der Region. Die Teilnehmer*innen betrachteten bei der Visionsentwicklung alle Bereiche der Wertschöpfungskette von der Produktion, Verarbeitung über den Handel bis hin zum Konsum und der Entsorgung. Gesellschaftlich notwendige Rahmenbedingungen wie Bildung und Politik wurden aber nicht außer Acht gelassen.

Die Zukunft einer Essbaren Stadt Koblenz sieht so aus, dass es innerstädtisch viele Hochbeete gibt, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Diese werden durch eine Salatstraße in den Rheinanlagen ergänzt. Außerdem wird es finanzielle Anreize geben, Steingärten in Gemüsebeete zu verwandeln. Das Haus des Genusses auf der Festung Ehrenbreitstein wird sich weiter entwickeln zu einem Haus der Ernährung, bei dem vielfältige Themen, Aktionen und Bildungsaktivitäten stattfinden.
Im Bildungsbereich werden 50 % vegetarische und vegane Speisen in den Einrichtungen angeboten und Ernährung wird regelmäßig im Unterricht verankert sein und durch ein naturnahes Lernen in der Landwirtschaft ergänzt.
Im Handel wurde die Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung entwickelt, die regionalen Betrieben und regionalen und fair gehandelten Erzeugnissen Entwicklungspotentiale in der Region bietet. Eine Markthalle mit eben diesen Betrieben, zentral in der Innenstadt, wie in anderen Städten, würde dies ermöglichen. Aber auch eine Vereinfachung bei der Kennzeichnung von ökologisch hergestellten Produkten aus der Region und aus dem Fairen Handel wurden gewünscht.

Damit weniger Abfall produziert wird, müssen Politik, Handel und Gastronomie tätig werden. Eine höhere Steuer für Abfälle wäre ein entsprechendes Element.
Es wurde schnell deutlich, dass die Teilnehmer*innen sich eine regelmäßige Vernetzung, wie in einem Ernährungsbündnis wünschen, damit die ersten Ideen für eine Ernährungswende in der Region Koblenz auch Wirklichkeit werden können.