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Kreisgruppe Koblenz

Aktiv gegen das Insektensterben

Foto: Stefan Schliebner

Am Samstag, den 17.11.2018 haben fleißige HelferInnen bei einer vom BUND (Kreisgruppe Koblenz) organisierten Naturschutzaktion aktiv etwas gegen das Insektensterben getan.

Am Heyerberg in Koblenz-Güls wurde Heu auf einer zuvor gemähten Wiese zusammengerecht und auf Heuhaufen gebracht. Die Wiese ist Teil einer ehemaligen Kiesgrube, die schon seit langem nicht mehr ausgebeutet wird. Dort wird seit 2003 – durchgeführt vom BUND, in Abstimmung mit dem Umweltamt der Stadt Koblenz – nur einmal pro Jahr gemäht, was neben dem vollständigen Verzicht auf Dünger, Insektizide und Herbizide eine wichtige Voraussetzung für das Leben von Insekten ist. Auf dieser extensiv genutzten Wiese zeigen sich daher auch Pflanzen und Insekten in einer großen Vielfalt, ganz anders als auf den umliegenden, intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen. Die auf der Wiese am Heyerberg lebenden Insekten sind Nahrungsgrundlage für viele Vogelarten, aber auch für Reptilien und Amphibien, die auf dem Gelände ebenfalls vorkommen. Im Winter wird es dort eine Entbuschungsaktion geben, damit die Kiesgrube wertvolles Offenland bleibt. Helfende Hände sind willkommen. 

Lokale Artenvielfalt erhalten

Foto: Stefan Schliebner

BUND pflanzte alte Streuobstsorten in Bisholder

Der BUND Koblenz setzt sich mit Pflanzaktionen weiter für die Pflege von Streuobstwiesen ein. Am Ortsrand von Koblenz-Bisholder wurde kürzlich eine 2015 begonnene Baumpflanzung ergänzt. Besonders erfreulich ist, dass bei dem Pflanztermin auch Jugendliche kräftig mit anpackten. Neun alte Apfel- und Kirschsorten waren zur Verjüngung des teilweise abgängigen Baumbestandes gepflanzt worden. Mit Unterstützung des Grundstückseigentümers konnten nun drei weitere hochstämmige alte Kirschsorten gepflanzt werden. Die Bäume wurden bei einer Sonderaktion des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal in Boppard im Rahmen des Mittelrheinkirschen-Projektes verkauft. Neben dem Aspekt der Förderung von Streuobst wegen seiner ökologischen Bedeutung werden so regionale, vom Verschwinden bedrohte alte Kirschsorten wiederbelebt. Im Rahmen einer Baumkartierung im Mittelrheintal konnte von diesen Sorten zum Teil nur noch ein einziger Baum gefunden werden, der dann von Partnerbaumschulen mit Hilfe von Edelreisern vermehrt wurde. Die Baumverkäufe helfen, den Fortbestand der seltenen Sorten zu sichern. Weitere Informationen über das Mittelrheinkirschen-Projekt können im Internet unter http://mittelrheinkirschen.welterbe-mittelrhein.de gefunden werden. Wer hat Interesse bei weiteren Pflanz- und Pflegeaktionen mitzuhelfen?

Kontakt:

BUND Regionalbüro Koblenz
Kornpfortstraße 15
Telefon: 0261 / 9734539
E-Mail: regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de 

Lebendige Zeichen für die Artenvielfalt gesetzt

Dem BUND für Umwelt- und Naturschutz (BUND) / Kreisgruppe Koblenz ist der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ein wichtiges Anliegen. Daher werden zum Beispiel Erhaltungsmaßnahmen für alte Streuobstbestände durchgeführt.

Fünf Kirschbäume und vier Apfelbäume wurden unter sachkundiger Anleitung von Stefan Schliebner, Mitglied im BUND Kreisgruppe Koblenz, mit tatkräftiger Unterstützung des BUND am Samstag, den 21.11.2015 in Bisholder als ein lebendiges Zeichen für die Artenvielfalt gesetzt. Besonders bedeutsam ist dabei, dass hier alte, hochstämmige Sorten gepflanzt worden sind.

Bei der Auswahl der Bäume wurde besonderes Augenmerk auf den Erhalt der Artenvielfalt gelegt. Unter den Kirschbäumen wurden insbesondere sogenannte Mittelrhein-Kirschen ausgewählt, unter anderem die „Bopparder Hängige“ und „Ludwigs Frühe“, damit diese regionale Besonderheit nicht verloren geht.

Eine Streuobstwiese kann besonders vielfältigen Lebensraum bieten, wenn junge und alte Bäume durchmischt auf einer Fläche stehen. In Koblenz sind leider viele Streuobstbestände stark überaltert und ungepflegt, was über kurz oder lang ihren Zusammenbruch unvermeidlich macht.

Um so wichtiger ist es, hier durch Pflegemaßnahmen und Neupflanzungen gegenzusteuern. In Koblenz-Bisholder konnte auf Initiative von Stefan Schliebner eine Streuobstwiese durch eine Neupflanzung verjüngt werden. Die Kreisgruppe Koblenz des BUND begrüßt es, wenn sich mehr Privateigentümer zu solchen Maßnahmen entschließen könnten.  

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