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Altbaumsanierung in Koblenz-Bisholder


Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Altbaumsanierung am 03.03.2012 in Koblenz-Bisholder.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Altbaumsanierung am 03.03.2012 in Koblenz-Bisholder.

Der BUND Kreisgruppe Koblenz hat am 03. März 2012 in Koblenz Bisholder eine Pflegeaktion bezüglich Streuobst organisiert und durchgeführt. Dabei wurden zusammen mit einigen weiteren freiwilligen Helferinnen und Helfern Sanierungsschnitte an mehreren alten hochstämmigen Streuobstbäumen vorgenommen. Unter sachkundiger Anleitung wurde einiges an Totholz und störenden Ästen entfernt und es wurden Erläuterungen zur ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen gegeben. Es wurde berücksichtigt, dass Totholz im Baum wichtige Lebensraumfunktionen haben kann, z.B. wenn es groß genug ist, um Baumhöhlen zu beherbergen. Das entfernte Holz wurde auf einen großen Haufen gebracht, wo es als Totholzhaufen wiederum Lebensraum bieten kann.


Das Bild zeigt eine Streuobstwiese mit alten Bäumen, an denen einige Leute im Rahmen eines Sanierungsschnittes arbeiten.

Pflegearbeiten am 03.03.2012 in Koblenz-Bisholder.

Das Bild zeigt eine Streuobstwiese mit alten Bäumen, an denen einige Leute im Rahmen eines Sanierungsschnittes arbeiten.

Pflegearbeiten am 03.03.2012 in Koblenz-Bisholder.

Steuobstpflege macht Freude

Am 15.01.2011 hat der BUND Kreisgruppe Koblenz einen Streuobst-Pflegetermin organisiert. In Koblenz-Arzheim wurden Sanierungsschnitte in Gebieten namens "Seelenwiesen" und "Auf der Sandkuhle" weitergeführt, die seit einigen Jahren dort in Absprache mit den Eigentümern stattfinden. Die Bilder zeigen, dass es Spaß macht, sich für den Erhalt von Streuobst einzusetzen. Es werden begonnene Sanierungsschnitte gezeigt, die über die Jahre kontinuierlich weitergeführt werden. So muß der jeweilige Baum nicht zuviel auf einmal verkraften. Kontrollen der Schnittmaßnahmen der Vorjahre zeigen, daß die Bäume die Wunden gut verheilen.

Im Frühjahr 2011 gibt es weitere Pflegetermine. Interessierte Helferinnen und Helfer sind stets willkommen!


15.01.2011 Koblenz-Arzheim: V.l.n.r.: Dr. Jan Peper, Ralph Huschka und Marco Hackenbruch in vollem Einsatz.

15.01.2011 Koblenz-Arzheim: V.l.n.r.: Dr. Jan Peper, Ralph Huschka und Marco Hackenbruch in vollem Einsatz.


15.01.2011: Ein Baum vor dem Sanierungsschnitt.

15.01.2011: Ein Baum vor dem Sanierungsschnitt.

15.01.2011: Ein Baum nach einem Teil des Sanierungsschnittes. Die Schnitte werden später weitergeführt.

15.01.2011: Ein Baum nach einem Teil des Sanierungsschnittes. Die Schnitte werden später weitergeführt.


15.01.2011: Marco Hackenbruch und Dr. Jan Peper beim Streuobstschnitt.

15.01.2011: Marco Hackenbruch und Dr. Jan Peper beim Streuobstschnitt.

15.01.2011: Dr. Jan Peper und Marco Hackenbruch beim Streuobstschnitt.

15.01.2011: Dr. Jan Peper und Marco Hackenbruch beim Streuobstschnitt.

BUND Koblenz bei "Nature in action" 2010

Das Bild zeigt einen Apfelbaum, vor dem eine Gruppe von Jugendlichen mit Schnittwerkzeugen zu sehen ist.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Streuobstwiese in Vallendar am 20.07.2010.


Am 20. Juli 2010 wurde im Haus Wasserburg in Vallendar im Rahmen des Projektes "Nature in Action" von Stefan Schliebner (BUND Kreisgruppe Koblenz) ein Vortrag zum Thema Streuobst gehalten.

„Nature in Action“ ist eine Jugendbegegnung mit Jugendlichen aus Deutschland und Polen. Dieses Projekt findet im Rahmen des Studiums „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule Koblenz statt. Projektpartner waren hierbei die Fachhochschule Koblenz, die BUND-Jugend Rheinland-Pfalz, die BUND Kreisgruppe Koblenz und das Haus Wasserburg (Pallotinische Jugendbildungs gGmbH). Organisiert wurde die Veranstaltung von 5 Studenten in Begleitung von Herrn Prof. Dr. Friesenhahn, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen.

Das Hauptthema des Programms war „Ökologie und Umweltbewusstsein“. Ziel des Programms war es, dass die Teilnehmer Natur erleben.

Dank der freundlichen Unterstützung von Frau Kasia Jelen konnte den Jugendlichen aus Polen auch eine Fassung des Vortrags in ihrer Landessprache überreicht werden.

Die Teilnehmer konnten sich während der Begegnung mit dem Thema Natur und Umwelt auseinandersetzen und bekamen auf zahlreichen Ebenen die Möglichkeit, über das Thema in Diskurs zu treten. Ein wichtiger Gedanke, der dabei vermittelt werden sollte, ist, dass die Natur keine Landesgrenzen kennt. Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen sollten internationale Unterschiede im Umgang mit dem Thema Natur und Umwelt kennen lernen und sich aus diesem Wissen heraus gemeinsam für eine Sache engagieren, die sie alle betrifft.

Jugendliche aus den beiden Ländern trafen aufeinander, lernten sich kennen, knüpften Kontakte und Freundschaften und entwickelten so ein gegenseitiges Verständnis für ihre Kulturen und Länder.

Nach dem theoretischen Teil ging es gemeinsam zu einer Streuobstwiese in Vallendar, die von der  Initiative Natur- und Umweltschutz e.V. (INUS) gepflegt wird. Hier konnten die Jugendlichen unter Anleitung von Stefan Schliebner an einem Apfelbaum üben, was Streuobstpflege in der Praxis bedeutet.

BUND Koblenz pflegt Streuobst

Auf verschiedenen Flächen in Koblenz pflegt der BUND Koblenz Streuobst. Es gibt immer etwas zu tun: Sanierungsschnitte, Pflanzschnitte, Erziehungsschnitte, Bau von Nistkästen und Insektenhotels... Interessierte können sich an Stefan Schliebner wenden.


Das Bild zeigt eine Streuobstwiese in Sonnenlicht und Schatten. Ein schöner Anblick!

Streuobstwiese am 06. Juni 2010 auf der Schmidtenhöhe.

Immendorfer Obstweg "Auf dem Dörnchen" eröffnet

Am 07.Mai 2010 hat der Verein "Schönes Immendorf e.V." mit einem Festakt den Immendorfer Obstweg "Auf dem Dörnchen" eröffnet. Im Bereich des Sportplatzes auf dem Dörnchen werden auf einer Informationstafel und 18 Sortentafeln viele Informationen über die Streuobstwiesen und die darauf stehenden Obstbäume gegeben. Der BUND Koblenz freut sich sehr über diesen Beitrag zum Naturschutz und zur Umweltbildung. Deshalb wurde der Obstweg vom BUND Koblenz auch mit einer kleinen Spende finanziell gefördert. Wir wünschen den Bäumen gutes Gedeihen und den Besuchern des Obstweges viel Freude an den Bäumen!

Ein vorbildliches Projekt, das hoffentlich Nachahmer findet.


Klaus Weinowski (Verein "Schönes Immendorf e.V." bei der Einweihung des Obstweges am 07.05.2010.

Klaus Weinowski (Verein "Schönes Immendorf e.V." bei der Einweihung des Obstweges am 07.05.2010.

Eine große Tafel mit interessanten Informationen zu Streuobst.

Eine große Tafel mit interessanten Informationen zu Streuobst.

Bei den einzelnen Bäumen stehen Sortentafeln.

Bei den einzelnen Bäumen stehen Sortentafeln.

Detailansicht einer Sortentafel.

Detailansicht einer Sortentafel.



Der BUND pflegt seltene Lebensräume

Was bedeutet der Begriff "Streuobst"?

Es gibt verschiedene Erklärungen. Manche führen ihn darauf zurück, dass Obstbäume verstreut in der Landschaft stehen, andere erklären ihn damit, dass auf Streuobstwiesen eine doppelte Nutzung stattfand: Einerseits wurde das Obst der Obstbäume genutzt, andererseits ein- bis zweimal jährlich unter den Bäumen die Wiese gemäht. Das Mahdgut war in der Regel relativ mager und wurde daher nicht verfüttert sondern als Einstreu in Ställen genutzt, daher der Begriff "Streu"obst. Wie auch immer: Es handelt sich um Flächen, die mit Obstbäumen bestanden sind. Im Gegensatz zu einer modernen Obstplantage stehen die Bäume dabei in großem Abstand und es handelt sich bei einer "klassischen" Streuobstwiese um hochstämmige, einheimische Obstsorten auf einer Wiese. Seltener als Streuobstwiesen gibt es auch Streuobstäcker, d.h. statt einer Wiese findet als Unternutzung bei den Bäume Ackerbau statt.


Blühender Obstbaum auf einer Streuobstwiese der Schmidtenhöhe in Koblenz.

Blühender Obstbaum auf einer Streuobstwiese der Schmidtenhöhe in Koblenz.

Streuobstwiese zur Reifezeit der Äpfel.

Streuobstwiese zur Reifezeit der Äpfel.

Das Photo zeigt einen Ast mit prächtigen reifen Äpfeln. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen.

Naturbelassenes Obst - gesund und köstlich!

Warum ist Streuobst so wichtig?

Es gibt viele Gründe, warum Streuobst wichtig ist.

Vielleicht der wichtigste Grund ist, dass Streuobstflächen mit einer extensiven Landbewirtschaftung einhergehen. Auf einer ökologisch bewirtschafteten Streuobstwiese findet kein Einsatz von Kunstdüngern oder Unkraut- bzw. Insektenvernichtungsmitteln statt. In der Regel brauchen hochstämmige alte Obstsorten viel Platz, daher umfassen Streuobstwiesen meist große Flächen. Dadurch werden die Böden und das Grundwasser großflächig geschützt. Auf diesen Flächen ist die Windgeschwindigkeit geringer als auf offenen Ackerflächen, weil die Bäume den Wind bremsen. Die Wiese verdunstet Feuchtigkeit und zudem geben die Bäume Schatten. Alles zusammengenommen ergibt günstige Faktoren für ein kühles Kleinklima. Streuobstwiesen sind daher wichtige Entstehungsgebiete von Kaltluft.

Auf den nur ein- bis zweimal im Jahr gemähten Wiesen entstehen vielfältige Pflanzengemeinschaften, die vielen Insekten Lebensraum und Nahrung bieten. Viele Insekten wiederum bilden die Nahrungsgrundlage von Vögeln. Auch Obst und Fallobst sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere. Die großen Bäume bieten mit Spalten und Höhlen Fledermäusen, Vögeln und Säugetieren Quartier.

Ästhetisch bieten blühende Obstbäume im Frühling oder mit Früchten behangene Bäume im Herbst wunderschöne Anblicke. Eigentlich das ganze Jahr hindurch im Wechsel der Jahreszeiten sind die Streuobstflächen eine wahre Augenweide! Das ist in unserer industriell geprägten naturfernen Welt ein nicht zu unterschätzender Aspekt von Streuobst!

Streuobst ist gesund! Viele Menschen kaufen Obst leider nur nach dem Aussehen und erst in zweiter Linie nach Geschmack, Herkunft und Inhaltsstoffen. Äpfel im Supermarkt müssen alle groß und makellos sein - auf Hochglanz poliert sieht einer wie der andere aus, zumindest bei Obst aus Intensivobstbau. Streuobst ist wie oben erwähnt nicht gespritzt oder künstlich gedüngt, daher sind die Früchte zum Teil nicht so groß und haben hier und da mal einen Fleck oder auch einen Wurm. Aber das kann man ja rausschneiden. Es gibt sehr viele verschiedene alte Sorten. Manche duften herrlich.

Genmanipulierte Organismen haben auf einer ökologischen Streuobstfläche nichts verloren. 

Gefährdung von Streuobst


Warum ist Streuobst gefährdet?

Es gibt eine Reihe von Gründen, die Streuobstwiesen und -äcker zu einem besonders gefährdeten Biotoptyp haben werden lassen.

Früher gab es um die Ortschaften regelrechte "Streuobstgürtel", d.h. die Bewohner der Orte hatten ihre Gärten nahe bei ihrem Wohnort und haben dort u.a. Streuobstflächen angelegt und bewirtschaftet. Ca. Ende der 50er Anfang der 60er Jahre fand ein Umdenken statt. Die Löhne und Gehälter stiegen, eigenes Obst anzubauen galt vielen als rückständig. Man konnte es sich nun leisten, Obst aus dem Supermarkt oder wo auch immer zu kaufen. Die Bewirtschaftung der Streuobstflächen geriet nach und nach in Vergessenheit. Vielerorts fraß sich auch Neubaugebiet um Neubaugebiet in noch vorhandene Streuobstflächen hinein, bis diese komplett verschwunden waren. Es wurden zum Teil auch "Rodungsprämien" an Landwirte gezahlt, die ihre Landwirtschaftsflächen von "störenden" Obstbäumen befreiten.

Hochstämmige Obstbäume sind Kulturpflanzen. Sie sind das Ergebnis von zum Teil jahrhundertelanger gärtnerischer Tradition. Man wollte möglichst große Früchte und solche mit möglichst guten Eigenschaften (Geschmack, Lagerfähigkeit usw.). Auch die Bäume an sich sollten pflegeleicht und robust sein. Als Kulturpflanzen bedürfen Streuobst-Hochstämme dennoch gewisser Pflege. Diese ist je nach Alter des Baumes unterschiedlich. Ältere Bäume "vergreisen", wenn man sie nicht von Zeit zu Zeit schneidet: Sie bilden viele -ggf. zu viele- Äste und der Baum wird insgesamt zu dicht und seine Äste zu ausladend. Problematisch kann auch Befall von Misteln sein, wenn sich sehr viele davon auf einem Baum ausbreiten. Kommt nun starker Wind oder ein schneereicher Winter oder ein Jahr mit viele Früchten, so halten die Äste den Belastungen nicht mehr stand und sie brechen ab. Zuweilen sehr große Äste. Die ungepflegten Obstbaum-Bestände brechen buchstäblich in sich zusammen.


Ein hochstämmiger Apfelbaum, der ohne Laub ist (aufgenommen im November), jedoch über und über von Misteln befallen ist, so daß er wie belaubt erscheint.

Stark von Misteln befallener hochstämmiger Apfelbaum (Aufnahme im November, Baum hat daher keine Blätter - das Grüne sind alles Misteln!)

Obstbaum, der nach und nach am Zusammenbrechen ist. Einen großen Ast hat er bereits verloren.

Obstbaum, der nach und nach am Zusammenbrechen ist. Einen großen Ast hat er bereits verloren.



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