BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


16. Juni 2018

Pressemitteilung: Das verbindliche Klimaschutzziel 1,5 Grad ernst nehmen!



BUND-Aktion am Rande einer Veranstaltung mit Prof. Harald Welzer – Klimaveranstaltungsreihe in der Region in Vorbereitung

Mit großen Spruchbändern machten Koblenzer Aktive des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND auf die stockende Klimapolitik aufmerksam. Am Rande eines sehr gut besuchten Vortrages des ISSO-Instituts mit Professor Harald Welzer zur Zukunft des Kapitalismus kritisierte der BUND die gegenwärtig unzureichenden Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele:

„Wetterchaos, weltweite Dürren, Klimaflüchtlinge – der Klimawandel ist längst da, auch bei uns. Darum ist es unerträglich, wie leichtfertig die Regierung in Berlin, aber auch die Kommunalpolitik mit diesen Bedrohungen umgeht“, so Egbert Bialk, BUND-Vorsitzender in Koblenz und Mitglied im Landesvorstand.

Offenbar sei es diesen Entscheidern noch nicht klar, dass die im Paris 2015 einstimmig beschlossenen Klimaziele völkerrechtlich verbindlich sind. Die Mehrheit der Klimaforscher fordert deshalb eine vollständige Reduzierung der Treibhausgase schon bis zum Jahr 2040. Daran müssen sich auch die Bundesministerien halten und die nachgeordneten politischen Ebenen bis hinunter in die Kommunen. Bialk: „Deutschland verschleppt aber den Kohleausstieg, deckelt die Erneuerbaren und öffnet den Lobbyisten der Auto- und Energiekonzerne Tür und Tor. Auch in Koblenz kommen die Luftreinhaltung, der Ausbau von Radwegen oder ökosoziale Bus- und Bahnmaßnahmen kaum voran. Was uns insbesondere unangenehm auffällt, ist, dass all diese lebenswichtigen Zukunftsthemen kaum noch in Parlamenten und der Öffentlichkeit zur Sprache kommen. Oder man bagatellisiert schwere Umweltdelikte, z.B. den Dieselbetrug, mit Worten wie Schummeleien.“

Der BUND plant deshalb für die zweite Jahreshälfte zusammen mit dem regionalen Bündnis Klimaschutz Mittelrhein zahlreiche Klimaveranstaltungen, wozu auch regelmäßige Fahrraddemos gehören werden. Noch in den Sommerferien, am 26. Juli, macht ein Vortrag mit dem Stuttgarter Energiewissenschaftler Dr. Joachim Nitsch zur verursachergerechten Bepreisung der Treibhausgase den Anfang. Für den Herbst sind Veranstaltungsreihen mit Kirchengemeinden, z.B. in Neuwied und Vallendar geplant, ein Besuch des Rheinischen Kohlereviers sowie eine Klimatour durch die nördliche Mittelrheinregion mit Besuch von Vorzeigeprojekten zur Energiewende. Landesweit arbeitet der BUND an einer Solaroffensive. „Bis zum Klimagipfel COP24 im Dezember in Kattovice/Polen hoffen wir so, dass die Politik sich wieder intensiver mit der Klimaproblematik befasst. Naturgesetze lassen sich nicht auf Dauer unter den Teppich kehren“, so der BUND.


Weitere Informationen: BUND-Regionalbüro, Kornpfortstraße 15, Tel 0261-9734539,

regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de, Egbert Bialk

Foto: BUND-Klimaaktion am Peter-Altmeier-Ufer vor der ISSO-Veranstaltung mit Prof. Harald Welzer (Foto: Bernhard)

 




Klimaschutz und Energiewende

 

BUND-Aktive mit Banner

Nie war die Eisfläche in der Arktis kleiner als heute. Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. 2013 wurde erstmals ein Wert von mehr als 400 ppm CO2 in der Atmosphäre gemessen; die Grenze, ab der eine Erderwärmung von zwei Grad Celsius und mehr sehr wahrscheinlich ist. Doch es ist noch nicht zu spät!


Klima schützen heißt Zukunft sichern

Die Folgen einer globalen Erwärmung sind vorhersehbar: Der Meeresspiegel steigt, Gletscher schmelzen, Klimazonen verschieben sich. Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürren werden zunehmen und auch die von Naturkatastrophen bisher verschonten gemäßigten Breiten betreffen. Angesichts dieser Szenarien wird deutlich, dass der Klimaschutz DAS Projekt zur Sicherung unserer Zukunft ist.

 

Klimawandel bremsen

Wenn es mit dem Klimaschutz klappen soll, muss die Energiewende gelingen. Unser Ziel ist es, die Erderwärmung zu bremsen und unter zwei Grad zu halten.
Der BUND setzt sich für einen raschen Ausstieg aus der Atomenergie und fossilen Energieträgern wie der Braunkohle ein. Außerdem entwickelt der BUND z.B. alternative Verkehrskonzepte, die den CO2-Ausstoß zusätzlich mindern können und klärt über Stromverbrauch und Energiesparmöglichkeiten auf.


Helfen Sie uns, für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Vielen Dank!

Quelle: http://koblenz.bund-rlp.de/themen_projekte/energie_und_klima/