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Europäische Zivilgesellschaft gegen europäische Atomwirtschaft



BUND aus der Region Koblenz aktiv bei der Protest-Menschenkette gegen die AKW Tihange und Doel

 

Gemeinsam organisiert von belgischen, niederländischen und deutschen Anti-Atom-Initiativen sind am Sonntag, den 25. Juni 2017 quer durch drei Länder so viele gegen Atomkraft auf die Straße gegangen wie schon seit Jahren nicht mehr. 50.000 Menschen bildeten Hand in Hand ein Band des Protestes über 90 Kilometer. Und der Koblenzer BUND war mit dabei. Eine ganze Region wehrt sich – mit überregionaler Unterstützung – gegen die atomare Bedrohung. Europäische Zivilgesellschaft gegen europäische Atomwirtschaft. Und nicht umsonst hieß diese Aktion „KettenreAktion Tihange“. Denn der Protest gegen die belgischen Riss-Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 ist nur der Anfang, kündigten die Organisatoren an.

 

Vorstandsmitglied Achim Theisen (Kettig) organisierte unter dem Motto „Koblenz fährt nach Tihange“ für den BUND Koblenz zusammen mit dem BUND Ahrweiler die Anreise Richtung Maastricht. Dieser Bereich der Menschenkette war für die teilnehmenden Menschen aus Koblenz vorgesehen.

 

Theisen: "Für den BUND Koblenz ist es ein besonderes Anliegen, dass es eben nicht nur um die belgischen Reaktoren geht. Denn die Region um Lüttich, Maastricht und Aachen, die mit der Menschenkette verbunden wurde, ist genauso durch französische, niederländische und deutsche Atomkraftwerke bedroht. Und dazu kommt: Wir Menschen aus Deutschland sollten auch hierzulande unsere „Hausaufgaben“ machen. Zum Beispiel durch die Schließung der Brennelementefabrik in Lingen, die auch Belgien mit Brennstoff versorgt. Oder eben auch durch eine deutlich schnellere Abschaltung der acht noch immer laufenden AKW. Es gibt keine Unterscheidung in „böse“ ausländische und „gute“ deutsche AKW. Jeder Reaktor kann jeden Tag durchbrennen. Das hätte gravierende Folgen für alle Menschen auch in der Umgebung von Koblenz. Und deswegen müssen sie alle vom Netz."

 

Die Menschenkette mache Mut, für dieses Ziel weiter zu streiten, meint BUND-Regionalbeauftragter Egbert Bialk: "Zu einer Energiewende gehört aber auch vordringlich der Kohleausstieg und der schnellere Aufbau von erneuerbaren Energien in Bürgerhand.  „Kohle stoppen – Klima retten“ - dieser Slogan begleitet fortan in Koblenz alle Aktionen und Aktivitäten im Kampf gegen den Klimawandel. Auch eine Verkehrswende kann und muss helfen, das Klima und damit die Menschen zu schützen vor der „dicken“ Luft in Koblenz und anderswo."

Der BUND ruft darum zusammen mit anderen Verbänden schon zum nächsten Protest auf: Critical Mass am Donnerstag, den 6. Juli 2017, Auftakt um 18 Uhr am Löhrrondell. "Kommen Sie zur Demonstration mit dem Fahrrad oder kommen Sie auch zu Fuß, jetzt jeden ersten Donnerstag im Monat am selben Ort zur selben Zeit. Denn Koblenz muss endlich ernsthaft seine Verkehrs- und Stickoxidproblematik anpacken," so der BUND.

 

Weitere Informationen:

BUND Koblenz Regionalbüro Kornpfortstr. 15 56068 Koblenz Tel.: 0261 9734539 E-Mail: regionalbuero-koblenz@bund-<wbr>rlp.de Ansprechpartner: Egbert Bialk Tel.: 0261 94249638 e.bialk@t-online.de

BUND Pressemitteilung: Erinnerung an die Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima

Atomkraft muss Geschichte werden!

Jahrestage von Tschernobyl und Fukushima


Am Montag, den 7.März, lädt der BUND-Koblenz (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) um 17:30 Uhr zum 102. Montagsspaziergang in Koblenz ein. Vom Löhrrondell geht es mit unverstärkter Samba Percussion mit "Piri Piri" rhythmisch zum Büro des Bundestagsabgeordneten Michael Fuchs. In Beiträgen und Reden wird auf den von den Verantwortlichen sehr zögerlichen Ausstieg aus der Atomkraft eingegangen.


Dieser Montagsspaziergang für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft ist Auftaktveranstaltung zu "Atomkraft muss Geschichte werden".


So findet am Freitag, den 11.März am Löhrrondell eine Mahnwache für den 5. Jahrestag zur Atom-Katastrophe von Fukushima statt. Diese wird ebenfalls um 17:30 Uhr beginnen und von dem deutsch-syrischen Bandprojekt "Tonspuren" musikalisch unterstützt.


Vor 5 Jahren, am 11. März und vor 30 Jahren, am 26. April, jähren sich die beiden schlimmsten
Atomkatastrophen der Menschheitsgeschichte. Vor 30 Jahren kam es in Tschernobyl (damals Sowjetunion) zum Super-GAU. 120.000 Menschen starben, 400.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Die gefährliche radioaktive Strahlung der Katastrophe dauert bis heute an. Auch die jüngere Geschichte zeigt, dass die nukleare Gefahr nicht vorbei ist: Vor fünf Jahren kam es in
Fukushima zur Kernschmelze.


Aber die Gefahren durch die Atomkraft, betrifft uns auch direkt. So kam jetzt erst der Zwischenfall im AKW-Fessenheim aus dem Jahr 2014 durch Recherchen von WDR und der Süddeutschen Zeitung heraus, dass die Steuerstäbe im Reaktorblock sich zeitweise nicht mehr steuern ließen. Der Reaktor hatte zeitweise keine Notabschaltung mehr. Sowohl der Betreiber, wie die Aufsichtsbehörde haben diesen Vorfall vertuscht.


Nehmen wir die beiden belgischen und sehr störanfälligen Anlagen Doel und Tihange, das französiche AKW Cattenom und unsere noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomanlagen, zeigt das nur, wie wichtig es ist, sich in diesem Bereich zu engagieren:


Atomkraft muss Geschichte werden! Seien Sie dabei! Bitte kommen, mitgestalten, weitersagen.



4. Fukushima-Jahrestag (12.03.2015, Koblenz)



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Termine

19.09.2017, 19.00 Uhr, im Dreikönigenhaus: Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten "Was tun gegen dicke Luft in Koblenz?"

20.09.2017, 19.00 Uhr: Filmabend "La buena Vida", KHG

Öffnungszeiten

Mo-Fr: 9:00-17:00 Uhr

BUND Regionalbüro Koblenz

Kornpfortstraße 15

56068 Koblenz

0261 / 9734539

regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de



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