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1. Dezember 2017

Pressemitteilung: Autoabgase bekämpft man nur durch Reduzierung des Autoverkehrs

 

Der BUND Koblenz fordert eine Beschränkung von Straßenbauten in Koblenz, zum Beispiel die Verkleinerung der Nordumgehung und Vorrang für einen sauberen, attraktiven Nahverkehr und deutlich bessere Rad- und Fußwege.

Koblenz hat seit Ende 2015 keinen gültigen, geschweige denn wirksamen Luftreinhalteplan. Die gesundheitsschädlichen Stickoxid-Immissionen, verursacht vor allem durch Dieselautos und -busse liegen in Teilen der Innenstadt seit vielen Jahren über den gesetzlich verbindlichen Grenzwerten. Die City erstickt im Stau und im Autoblech. Auch die angekündigten Millionenzuschüsse aus Mainz und Berlin werden daran wenig ändern, wenn die Prioritäten der städtischen Verkehrspolitik nicht völlig neu festgelegt werden.

Egbert Bialk, Vorsitzender des BUND Koblenz dazu: "Man darf nicht länger den Autoverkehr hätscheln und die Stadt immer autogerechter ausbauen. Straßenbauprojekte müssen gestoppt, überdacht und soweit juristisch möglich, verkleinert werden. Dazu gehört zum Beispiel die Nordumgehung in Bubenheim-Metternich. Die Zufahrten zu Konsumtempeln auf der grünen Wiese werden zwar optimiert, die Probleme durch zusätzlich angelockte Autos aber in andere Stadtteile, etwa Moselweiß oder Karthause verlagert." Auf einen verkehrsberuhigten Rückbau von Trierer Straße in Metternich oder Andernacher Straße in Rübenach warte man ebenso vergeblich wie auf eine Sperrung der Clemensstraße, eine Ausweitung der Fußgängerzone in der Innenstadt oder eine fußgänger- und radfreundliche Moseluferstraße von Lay bis zum Deutschen Eck.

Der BUND nennt Positiv-Beispiele aus Städten, wo man andere Wege geht: "In Wien kann jeder Bürger für gut 300 € im Jahr den gesamten Nahverkehr nutzen, Schüler für noch weniger Geld. Im Verkehrsverbund Freiburg/Schwarzwald käme kaum jemand auf die Idee, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, weil für gut 50 € im Monat das gesamte Schienen- und Busnetz konkurrenzlos und eng getaktet nutzbar ist. In Münster gibt die Stadt jedes Jahr 15 € pro Einwohner für ihren Radverkehr aus. Diese 1,6 Millionen sähen wir gerne auch in Koblenz statt unverbindlicher, verschleppter und letztlich gegenüber dem Straßenausbau hoffnungslos unterlegener Rad- und Lärmschutzpläne. Was wäre das für ein Schub für eine menschenfreundliche, ökologische und soziale Verkehrspolitik in unserer Stadt."

Der BUND Koblenz fordert deshalb ein 12-Punkte-Sofortprogramm für eine saubere, gesundheitsgerechte und bewohnerfreundliche Mobilität :

1) - einen Stopp der noch nicht vergebenen Bauabschnitte der Nordumgehung in Bubenheim,

2) - eine realistische Kosten-Nutzenanalyse und Überarbeitung der dortigen überdimensionierten Planung während des Moratoriums,

3) - eine Umlenkung der dadurch freien Haushaltsmittel in den Rückbau von Trierer und Aachener Straße und in die Instandsetzung und Ausbauten von Radrouten,

4) - eine sofortige Umsetzung der kostengünstigen Maßnahmen für einen benutzerfreundlichen Radverkehr auf den wichtigsten Alltagsrouten (Öffnung von Einbahnstraßen, Absenkung von Bordsteinen, Schutzstreifen, Tempolimits 30)

5) - die Einrichtung einer Umweltzone

6) - vorrangige E-Auto- und Radfahrbereiche in allen öffentlichen Garagen der Innenstadt, eine Verteuerung von Parkgebühren und wirksame Maßnahmen gegen den Parkplatzsuchverkehr

7) - ein kostengünstiges Koblenz-ÖPNV-Ticket im gesamten Stadtbereich (Großwabe + Kurzstreckenticket)

8) - eine sofortige Nachrüstung aller Dieselbusse, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten (dies kostet pro Bus nach Erfahrungen in anderen Städten nur zwischen 10 und 20000 €, wäre also durchaus wirtschaftlich darstellbar und ohne Zuschüsse zu leisten)

9) - die Modernisierung der veralterten evm-Busflotte durch Neuanschaffung von Hybrid- und E-Bussen, insbesondere auf den neuralgischen Innenstadtlinien

10) - die Einrichtung eines kostenfreien Park- & Ride-Systems an allen Einfallstraßen in den Stadtbereich in Zusammenarbeit mit den umliegenden Kreisen

11) - die Optimierung des Bus- und Zugangebots aus dem Umland

12) - ein wissenschaftlich begleitendes Messprogramm, das die Wirkungen dieser Maßnahmen erfasst, zielgenauer lenkt und optimiert.

In den nächsten Ratssitzungen und spätestens unter einem neuen Oberbürgermeister erhofft sich der BUND eine wirkliche Verkehrswende in Koblenz: „Auch die konstruktiven Vorschläge aus der eigenen Verwaltung und den Umwelt- und Verkehrsverbänden sollten dann ernster genommen und aufgegriffen werden. Alle OB-Kandidaten hatten dies im Wahlkampf mehrfach zugesichert. Jetzt muss endlich gehandelt werden“, so der stellvertretende BUND-Vorsitzende Dr. Thomas Bernhard.

gez. Egbert Bialk, BUND Koblenz, VorsitzenderKontakt: 0261-94249638 mob 01578 6257149 E-Mail: e.bialk@t-online.de



Quelle: Pixabay

1. August 2017

BUND Pressemitteilung: Mit dem Fahrradlenker Richtung Luftreinhalteplan steuern!

Am Donnerstag den 3.August ist es wieder so weit! Um 18 Uhr am Löhrrondell startet,wie bereits im vorherigen Monat,ein Fahrradprotest,bei dem begeisterte Fahrradfahrer der "dicken Luft " in Koblenz entgegen radeln.

Critical Mass soll den Luftreinhalteplan der Stadt Koblenz endlich in Schwung versetzen und den unaufmerksamen Autofahrern ein Zeichen geben,und den noch-nicht Autofahrern vorzeigen,dass man ohne Auto mindestens genauso gut unterwegs sein kann.Wussten Sie,dass es immer mehr vorzeitige Todesfälle aufgrund von KFZ-Abgasen gibt,und das auch in Koblenz? Stickoxide führen zu Herz-Kreislauf Krankheiten,so die Studien.
Jeder der mutig ist,sein Auto in der Garage zu lassen,sowie etwas für die Umwelt und die Gesundheit tun möchte,ist zum gemeinsamen Start herzlich eingeladen!
Sie haben Interesse an der Reduzierung des KFZ-Verkehrs in der Innenstadt? wollen vom bundesweiten Abgasbetrug bei Dieselautos nichts mehr hören und wollen ein wirksames Sofortprogramm der Stadt Koblenz für Saubere Luft? Dann fordern Sie mit uns und unterschreiben die Forderungen des BUND
Koblenz!
Geben Sie den schädlichen Koblenzer Stickoxiden keine Chance und sorgen Sie für bessere Luft und radfahrerfreundliche Straßen unserer Stadt!


Weitere Info´s auf der Koblenzer BUND-Homepage oder telefonisch im BUND Regionalbüro unter 0261 9734539

Dicke Luft in Koblenz - Stellungnahme

Die offizielle Stellungnahme des BUND Koblenz bezüglich des Luftreinhalteplans Koblenz finden Sie hier, sowie die dazugehörige Pressemitteilung.

Das ist der Luftreinhalteplan der Stadt Koblenz.

7. Juli 2017

Pressemitteilung: BUND: Mieses Klima auf unseren Straßen



Fahrradprotest „Critical Mass“ radelt weiter für gesunde Luft und weniger Autos in Koblenz

„Wir sind deutlich über 15 Fahrräder und gelten nach der Straßenverkehrsordnung als 1 Fahrzeug. Unsere Kolonne darf also auf der ganzen Spur nebeneinander fahren, und sollte die Ampel beim Passieren auf Rot springen, fahrt ruhig weiter, die Autofahrer müssen warten“, so stellte Alexandra Michels, Mitarbeiterin des BUND-Büros Koblenz, zu Beginn des zweiten Fahrradprotestes gegen „Dicke Luft in Koblenz“ noch einmal die Rechtslage klar. Wieder war nach Aufruf des Bundes für Umwelt und Naturschutz BUND, des Critical-Mass-Netzes, von Ökostadt Koblenz eV und weiterer Umweltverbände eine große Radlergruppe zum Löhrrondell gekommen. Mit ihrer „kritischen Masse“ führte man dann eine Stunde lang den Autofahrern und der Stadtpolitik mit ihrem Fahrradkorso vor Augen, dass die Straße allen Verkehrsteilnehmern gehört.

„Offensichtlich sind die Rechte und Interessen von Radfahrern für so manchen Autofahrer noch gewöhnungsbedürftig. Mal auf langsamere und eher seltene Verkehrsteilnehmer zu achten, fällt schwer, wenn man sich in seinem starken Blechpanzer durch die Innenstadt drängt. Wieder wurden wir bedrängt oder bei Gegenverkehr aggressiv überholt, zum Beispiel auf der Moseluferstraße“, so Egbert Bialk vom BUND. „Hier muss dringend was passieren: Tempo 30 und Radspuren abseits des Fußweges. Dies werden wir auch von den OB-Kandidaten einfordern, wenn der amtierende das nicht hinbekommt.“ Stück für Stück müsse die Innenstadt sicherer und fußgänger- und radfahrerfreundlicher werden.

Anlass der „Critical Mass“ ist immer auch die Abgasproblematik. Bekanntlich liegen die Stickoxid-Immissionen in der Innenstadt permanent über dem gesetzlichen Grenzwert. Hauptverursacher sind die zahlreichen Dieselautos und –busse, was erhebliche Gesundheitsschäden zur Folge hat, worauf Dr. Thomas Bernhard, Umweltarzt und BUND-Vorstand, hinwies. „Die Stadt verletzt hier geltendes Recht. Sie hat die Pflicht, wirksame und kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, das sieht auch die EU so, ein Vertragsverletzungsverfahren läuft. Aber wie schon beim Klimaschutzkonzept duckt sie sich auch bei der Luftreinhaltung weg, bereits seit Jahren“, so Dr. Bernhard. Wenn der Luftreinhalteplan nicht noch erheblich nachgeschärft werde, steuere die Stadt auf eine Klage zu, warnt der BUND.

Die Straßenaktionen und Infostände gegen „mieses Klima auf unseren Straßen“ wird das Critical-mass-Aktionsbündnis auch in den Ferien monatlich fortsetzen, und zwar immer am 1. Donnerstag um 18 Uhr beim Löhrrondell. Nächste Termine sind also der 3. August und der 7. September. Nähere Infos, auch zum Luftreinhalteplan der Stadt, siehe auf der Koblenzer BUND-homepage oder beim Regionalbüro, tel 0261-9734539.

 

Dicke Luft in Koblenz - Fahrradprotest war voller Erfolg!



Die Critical Mass bzw der Fahrradprotest am 1. Juni war ein voller Erfolg. Die Tour mit fast 100 Menschen ging durch die Innenstadt und zurück zum Löhrrondell, wo plötzlich alle auf der Straße während der Grünphase aufgrund der verpesteten Luft zu Boden gingen. Das Gehupe der Autofahrer war groß, denn durch die vielen "Toten Menschen" war die ganze Fahrbahn versperrt.

 

Grund für den ganzen Protest sind die schlechten Luftwerte, die Koblenz schon seit Jahren hat. Die Grenzen für Stickoxid werden weit überschritten. Trotz Luftreinhalteplan der Stadt Koblenz geschieht keine Besserung. Mit einer Stellungnahme an den OB oder die Stadt Koblenz könnten Sie etwas erreichen.

Aprilscherz mit ernstem Hintergrund: Dicke Luft durch Diesel - Wird die Innenstadt gesperrt?

Verwaltungsgericht verfügt Teilsperrung der Koblenzer Innenstadt
Begründung: Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge liegt seit Jahren über den gesetzlichen Grenzwerten und die Stadt habe dennoch keine Maßnahmen ergriffen

Wie der BUND Koblenz soeben von seiner europäischen Dachorganisation Friends of the Earth Europe erfuhr, droht Koblenz und weiteren Städten ein teilweises Fahrverbot für motorisierte Verkehrsteil­nehmer. Ab kommenden Montag, 12 Uhr, werden Teile der Koblenz Innenstadt für unbestimmte Zeit für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt. Ausnahmen gelten nur für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie für Elektro-Fahrzeuge. Diese einstweilige Verfügung hat das für EU-Umweltfragen zuständige Luxemburger Verwaltungsgericht im Zuge präventiver Gerichtsbarkeit erlassen. Der Grund: Die seit Jahren an der Messstelle Hohenfelder Straße festgestellten überhöhten Stickoxid- und hohen Feinstaub-Werte, eine Folge der zahlreichen Dieselfahrzeuge.

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Nächste Schulung in Koblenz: Ab dem 12. April.

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