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Insekten AG für den Artenschutz



Mit dem neuen Gartenprojekt hat sich unter den Aktiven eine Isekten AG mit Experten und Interessierten gegründet. Hier wird gemeinsam überlegt, was in Koblenz für die Insekten getan werden kann. Ein erstes Insektenhotel wurde bereits gebaut und in Moselweiß vor dem Bienengarten, Nähe bundter Schulgarten aufgestellt.

Wer Interesse hat in der Insekten AG mitzuwirken, kann sich im BUND Büro melden. Des Weiteren gibt es eine Menge Möglichkeiten sich für Insekten einzusetzen. Wildblumen im Garten oder auf dem Balkon sind eine Möglichkeit.

So kann man Insekten helfen

Eine naturnahe Gestaltung eures Gartens hilft die Artenvielfalt zu erhalten. Wildblumenwiesen bzw. Blühwiesen im Garten helfen, dass sich Insekten heimisch fühlen, sich fortpflanzen können und Nahrung finden. Geeignete Blühpflanzen sind zum Beispiel die Schneeheide, Astern oder Kornblumen. Samenmischungen hierfür gibt es zu kaufen. Es sollten heimische und regionale Pflanzenarten sein. Monokulturen sind ungeeignet. Eine Mischkultur im Gemüsegarten, Fruchtwechsel und natürliche Düngung mit Humus helfen die Artenvielfalt zu erhalten. Pure Rasenflächen sehen vielleicht schön aus, aber bringen Insekten wenig. Wildkräuter oder Laubblätter werden bei jedem Mähen beseitigt. Auch Schotter und Steinlandschaften in Gärten mögen zwar pflegeleicht sein, Es können jedoch keine Pflanzen wachsen und diese hindern Insekten und Vögel daran heimisch zu werden. Ohne Insekten keine Vögel.

Auch sollte man keine Pestizide im Garten verwenden, da dies nicht nur den Schädlingen schadet, sondern auch nützlichen Insekten. Herbizide und Fungizide sollten ebenfalls gemieden werden. Bei Schädlingsbefall gibt es Möglichkeiten diese Schädlinge umweltschonend zu entfernen. Unkrautvernichter kann selbst hergestellt werden, zum Beispiel aus Brennnesseln. Auch aus Pflanzenresten kann man Jauche, Brühe, Auszüge oder Tees herstellen. Diese Wasser-Pflanzen Gemische gibt man je nach Bedarf auf den Boden zur Pflanze. Alternativen sind das Unkraut-Jäten per Hand oder der Rindenmulch zur Unterdrückung von Unkrautwachstum. Durch Mischkulturen kann aber auch Schädlingen entgegengewirkt werden, pflanzt man beispielsweise die Tomaten beim Kohl schützen diese ihn vor Raupenbefall.

Außerdem kann man Insekten weitere Unterschlupfmöglichkeiten bieten; Trockenmauern; Hecken oder Totholz bieten sich ebenfalls als Behausung an. Also einfach mal den Haufen Schnittgut liegen lassen.


 

 

 

Insektenfreundlicher Balkon?

Sogar für Balkone bieten sich Möglichkeiten insektenfreundlich zu handeln. Durch geschicktes Anbringen der Blumenkästen, nach außen gerichtet und nach innen gerichtet zum Balkon kann man die Fläche für Pflanzen verdoppeln. Hängende Blumenkästen oder Rankhilfen bieten auch Platz. Bevorzugt sollten flach wurzelnde und eher trockenheitsresistente Blumen verwendet werden, sodass die Bienen lange etwas davon haben. Je größer der Topf desto besser geht es der Pflanze.

Man sollte wuchsstarke Arten nicht mit konkurrenzschwachen Pflanzen in einen Topf setzen.

In Kübeln lassen sich generell aber heimische Blühpflanzen gut einsäen und kleine Insektenhotels aufstellen. Des Weiteren können markhaltige Stängel, wie vom Holunder ausgehöhlt und zwischen die Pflanzen im Blumenkasten gesteckt werden, hier finden Insekten Nistplätze. Eine kleine Kiste gefüllt mit Sand und ein wenig Erde befüllt, nur spärlich bepflanzt könnte außerdem ein Nistplatz für erdnistende Wildbienenarten sein. Durch ein paar wenige Handgriffe hat man so bereits einen guten Beitrag für die Insekten geleistet, selbst wenn man in der Stadt wohnt.

Wichtig ist es, auf kleinerer Fläche verschiedenste heimische Blumen zu pflanzen, um den Bienen so eine reichhaltige Auswahl an Nahrungsquellen anzubieten. Reine Monokulturen sind zu eintönig. Viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und fliegen nur diese auf der Pollen- und Nektarsuche an.

Beete und Blumenkästen sollten Blumen, Kräuter und Stauden beherbergen, die vom Frühjahr bis in den späten Herbst blühen, denn gerade außerhalb des Sommers haben Bienen sonst oft Schwierigkeiten, Nahrung zu finden.

Dekorative und Typische Balkonpflanzen, wie zum Beispiel Geranien, gezüchtete Dahlien oder Garten-Chrysanthemen, versprechen durch ihren Duft zwar leckeren Nektar und Pollen, bieten aber leider keine oder nur wenig Nahrung für die Bienen. Eine Vielzahl von Küchenkräutern nicht nur für den Menschen ein Genuss bieten wenn man sie blühen lässt auch der Biene eine tolle Nahrungsquelle. Zu den Kräutern zählen zum Beispiel Thymian, Minze, Basilikum, Koriander, Berretsch, Salbei Schnittlauch und Zitronenmelisse.

Erstes Insektenhotel gebaut und aufgestellt

In Moselweiß hat die Insekten AG schon ein Insektenhotel aufgestellt und siehe da die ersten Bienen sind eingezogen, auch wenn die Nisthilfe noch nicht fertig bestückt ist.





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Totfunde Wildkatze

 

Dipl. Biol. Charlotte Reutter

Projektleiterin Totfundmonitoring – Wildkatze RLP

BUND Landesverband RLP e.v

Hindenburgplatz 3

55118 Mainz


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E-Mail: wildkatzenfund@bund-rlp.de




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