„Koblenzer Radler haben nichts zu verlieren außer ihren Ketten!“

- Siegerehrung des Vielradlers Karl-Heinz Link vom Team „BUND – Energiewende jetzt!“
BUND fordert bessere Radverbindungen in der Stadt und ruft zur Demo auf
„Wir haben nichts zu verlieren außer unseren Ketten!“ – Mit diesem spaßig-kämpferischen Appell für Radfahrer ruft der Koblenzer BUND alle Fahrradnutzer auf, sich an Aktionen für sichere und durchgehende Radverbindungen in der Stadt zu beteiligen und in die autolastige Verkehrspolitik einzumischen. Nächste Gelegenheit dazu ist z.B. die monatliche Fahrraddemo „Critical Mass“ am 28.10. um 17 Uhr ab Hauptbahnhof. mehr
Grünzonen in Moselweiß und in der Innenstadt sichern, Energiewende vorantreiben, BUGA-Nachnutzung ökologisch weiterentwickeln!
Stadtexkursion mit Bundesvorstand Dr. Andreas Faensen-Thiebes zeigte viele umweltpolitische Brennpunkte in Koblenz auf - Lob aus Berlin für die breite Arbeit vor Ort
(Foto: Die Südallee muss wieder Lebensraum werden!)
Pressemitteilung 1.7.2011:
Eigentlich sollte Bundesvorstands- mitglied Dr. Andreas Faensen-Thiebes vom Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND „nur“ ein Referat über die Bedeutung des Grüns in der Stadt halten, was er denn auch im Rahmen der Vortragsreihe „Grüne Stadt am Wasser“ souverän und mit großer Sachkenntnis aus seiner Arbeit in Berliner Umweltbehörden und internationalen Projekten ablieferte. Da er die Koblenzer Verhältnisse im Detail aber noch nicht kannte, arrangierte die örtliche BUND-Kreisgruppe kurzfristig eine eintägige Stadtexkursion. Diese zeigte nicht nur einen Querschnitt aus der vielfältigen Arbeit der Umweltschützer sondern bot die Gelegenheit, die zahlreichen Brennpunkte unserer Stadt näher zu beleuchten und zu beraten. mehr
Kreisgruppe Koblenz kündigt harten Widerstand und juristische Schritte gegen die von der CDU geforderte Dauerlösung an.
Die BUGA, der Gewässerschutz und der Atomausstieg standen im Mittelpunkt der jüngsten Mitgliederversammlung des Bundes für Umwelt- und Naturschutz BUND Kreisgruppe Koblenz am 12.04.2011. Anlässlich der Eröffnung der Bundesgartenschau wünschte der Vorsitzende Werner Huffer-Kilian der Stadt trotz zahlreicher Kritikpunkte, wie zum Beispiel die Fällung von mehreren hundert großkronigen Bäumen rund ums Schloss, in den Rheinanlagen und in Ehrenbreitstein, ein gutes Gelingen. „Die BUGA ist hinsichtlich Wetter und Besucherzahlen zum Erfolg verdammt, ansonsten droht dem städtischen Haushalt ein noch größeres Minus zu Lasten von uns Steuerzahlern.“ Keinerlei Verständnis zeigte die Versammlung für Bestrebungen mancher Lokalpolitiker, die Seilbahn auch nach der Gartenverbandschau zur Dauereinrichtung zu machen. „Die Seilbahn-Talstation liegt im Hochwasser-Abflussbereich und stört empfindlich die Sichtbeziehungen zum kulturhistorischen wertvollsten Bereich der Rheinpromenade“, so der 2. Vorsitzende Egbert Bialk. „Sie sieht aus wie eine Kirmesbude und passt zur Kastor-Basilika wie die Faust aufs Auge. Eines von beiden Bauwerken muss also schnellstens abgerissen werden.“ Im Übrigen sei die Seilbahn unvereinbar mit dem Unesco-Welterbe-Status Oberes Mittelrheintal. „Wenn MdL Biebricher mit der CDU es jetzt zu ihrem Hauptanliegen machen, die Seilbahn als Dauereinrichtung zu zementieren, so sollten sie wissen, dass sie sich dabei gegen geltendes Baurecht stellen, denn dieses ist nur für einen eng begrenzten Zeitraum bewilligt“, so der BUND-Vorstand. Gegen diesen geplanten Rechtsbruch kündigt der BUND bereits jetzt seinen entschlossenen Widerstand und juristische Schritte an. Dies gelte auch für Salami-Taktiken wie die von OB Hofmann-Göttig ins Spiel gebrachte Verlängerung um ein paar Jahre.
Positiv bewertete die Kreisgruppe die hohe Mobilisierung der Atomgegner. Die Koblenzer organisieren bereits seit 35 Wochen allwöchentlich Anti-Atom-Montagsspaziergänge vom Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Fuchs, einem ausgewiesen Atom-Hardliner, in die Koblenzer Innenstadt. Auch letzte Woche kamen wieder über 200 Menschen, darunter die Umwelt-Staatssekretärin Jacqueline Kraege und der IG-Metall-Vorsitzende Reiner Göbel. Nach Koblenzer Vorbild finden montags inzwischen in rd. 500 Städten ähnliche Veranstaltungen statt mit vielen Zehntausend Teilnehmern. Für Ostermontag ruft das AntiAtomNetz anlässlich des 25. Jahrestages des Super-GAUs von Tschernobyl zur Großdemo in Biblis auf und bietet hierfür günstige Busmitfahrplätze an – Tel. (0261) 94249722. Außerdem kann jeder Interessierte beim BUND unabhängige Strompreisvergleiche von 100%igem Ökostrom mit dem Kohle-Atom-Mix der Grundversorger erhalten und Hilfestellungen beim Stromanbieterwechsel.
Ein anschauliches Referat von Achim Theisen zur Gewässerreinhaltung und naturnahen Gestaltung kleinerer Fließgewässer samt aktueller Gefährdungen am Beispiel der Nette sowie die Vorstellung einer türkischsprachigen Umweltgruppe rundeten die gut besuchte Mitgliederversammlung ab.







